Anleitung: Gardinenstange richtig montieren

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Früher gehörten Gardinen zur Ausstattung von Haus und Wohnung einfach dazu, heute jedoch ist es eine Frage des Geschmacks. Wer jedoch Gardinen anbringen möchte, der braucht dafür ein gutes Händchen und die passende Anleitung.

Gardinen – ein unnötiges Accessoire?

Ein Spaziergang durch die Straßen zeigt, dass es in vielen Haushalten heute normal ist, auf die Gardinen zu verzichten. Wer jedoch davon ausgeht, dass die langen Vorhänge heute ausgedient haben, der liegt damit falsch. Eine Statistik in Bezug auf den Umsatz im Einzelhandel mit Gardinen macht deutlich:

Von 2006 bis hin zum Jahr 2014 hat sich hier nicht viel verändert, stattdessen ist der Umsatz teilweise sogar angestiegen. Während die Gardinen früher jedoch in erster Linie dazu dienten, für Privatsphäre zu sorgen, werden sie heute gerne für ansprechende Effekte eingesetzt. Die Anbringung der klassischen Gardinenstange ist jedoch nicht ganz so einfach, wie es scheint.

Die richtige Stelle finden

Bevor die Gardinenstangen angebracht werden könnten, muss erst einmal die Frage beantwortet werden, wo ein guter Platz ist. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Gardinenstangen auch wirklich an der richtigen Stelle angebracht werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Gardinenstange zu montieren. Besonders häufig wird die Variante genutzt, die Wand über dem Fenster als Grundlage für die Montage einzusetzen. Bei dieser Variante wird mit Auflegern oder mit Durchsteckhaltern gearbeitet.

Eine weitere Variante ist die Anbringung an der Decke: Gerade bei sehr langen Gardinenbahnen ist das eine optimale Lösung. Spezielle Halterungen können direkt an der Decke befestigt werden. Die dritte Option ist die Anbringung zwischen zwei Wandbereichen.

Diese Variante ist passend, wenn zwischen den Wänden nicht zu viel Platz ist und ein dazwischenliegendes Fenster durch die Gardine geschützt werden soll. Mit Hilfe von Lagerhalterungen kann die Gardinenstange abgelegt werden.

Die benötigten Utensilien für die Montage

Damit die Gardinenstangen richtig montiert werden können, braucht es einige Utensilien:

Passend zu der Gardinenstange werden bestimmte Halterungen benötigt, die im Handel oder online erhältlich sind. Dazu dürfen die Schlussstücke nicht fehlen. Mit Hilfe von einem Bleistift lässt sich an der Wand markieren, wo die Bohrmaschine angesetzt werden muss. Die Wasserwaage hilft dabei zu verhindern, die Gardinenstange schief anzubringen. Schließlich fehlen noch die Dübel und Schrauben, die für die Anbringung notwendig sind.

Schritt für Schritt die Montage durchführen

Für die Anbringung der Gardinenstangen ist es wichtig, die richtigen Abstände zu kennen. Idealerweise wird die Gardinenstange rund 10 cm über dem Fensterbereich montiert, damit die Gardinen optimal fallen. Zudem sollte die Stange selbst einen gewissen Abstand zur Wand haben. Dieser sollte bei mindestens 5 cm liegen und bei höchstens 15 cm. Da die Wandmontage die Variante ist, die besonders häufig gewählt wird, gibt es nachfolgend Schritt für Schritt die Anleitung für die Gardinen-Montage.

  1. Gardinenstange bei Bedarf zuschneiden
    Nicht immer ist die Gardinenstange in der passenden Länge zur Hand. Die Stange reicht optimal zwischen 15 cm und bis zu 20 cm über die Fensteröffnung hinaus. Eine zu lange Stange kann zugesägt werden, eine zu kurze Stange muss ersetzt werden.
  2. Mittelpunkt finden
    Im zweiten Schritt werden die Mittelpunkte berechnet. Auszurechnen ist einmal der Mittelpunkt des Fensters und einmal der Mittelpunkt der Gardinenstange. Eine Markierung kann am Fenster mit einem Bleistift gesetzt werden. Funktioniert die Markierung an der Gardinenstange nicht, so ist eine zweite Variante, ein Stück Klebeband an dem Mittelpunkt zu befestigen.
  3. Wandmarkierungen vornehmen
    Nun wird der Mittelpunkt der Gardinenstange mit dem Mittelpunkt des Fensters übereinandergelegt. Hier kann es helfen, zu zweit zu sein, denn mit einem Bleistift werden die Enden der Gardinenstange an der Wand markiert. Ein kurzes Stück von den Enden entfernt, werden dann die Bohrlöcher an der Wand markiert.
  4. Erste Halterung anbringen
    Nun wird an der ersten Seite das Loch gebohrt und die Dübel hineingesteckt. Anschließend kommt die Halterung zum Einsatz und die Gardinenstange wird angeschraubt.
  5. Überprüfung mit der Wasserwaage
    Mit Hilfe der Wasserwaage wird jetzt getestet, ob das zweite Bohrloch richtig markiert ist. Ist dies der Fall, dann kann die Markierung so bleiben. Ansonsten wird sie angepasst.
  6. Gardinenstange befestigen
    Im sechsten Schritt wird das nächste Loch gebohrt und die Halterung mit dem Dübel darin befestigt. Ist dies erledigt, dann sollte nicht vergessen werden, die Gardinenringe aufzuziehen. Dies wird gemacht, bevor die Stange an der zweiten Halterung befestigt wird.

Der letzte Schritt ist dann der Punkt, an dem die Abschlussstücke an den Enden der Gardinenstange angebracht werden.

Hinweis: Die Länge der Gardinenstange ist immer auch abhängig von der Breite der Gardinen selbst. Teilweise bietet es sich an, eine lange Stange zu wählen, die über mehrere Fenster reicht, wenn die gesamte Fensterfront durch eine breite Gardine versehen werden soll. In diesem Fall muss jedoch die Mitte der gesamten Breite ermittelt werden. Dafür wird von Fensterrahmen zu Fensterrahmen gemessen und auf dieser Basis die Markierung gesetzt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die lange Gardinenstange auch mittig über den Fenstern angebracht werden kann.


Bildnachweis: Titelbild: © CFalk / pixelio.de

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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