Briefkasten befestigen: Tipps und Infos

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Ein solider Briefkasten sorgt für trockene Post und einen zufriedenen Briefträger. Neben der Materialqualität zählt auch die zuverlässige Montage: So lassen sich Probleme vermeiden.

Den richtigen Briefkasten aussuchen

Beim Kauf eines Hausbriefkastens geht es für die meisten vor allem um die Optik. Der Briefkasten soll in Edelstahl glänzen und zum Stil des Hauses passen – oder man wünscht sich einen traditionellen Postkasten mit hübschen Verzierungen. Wenn man die verschiedenen Modelle ansieht, fällt erst auf den zweiten Blick auf, dass es bestimmte Vorschriften bei der Größe gibt. Zudem sollte man wissen, dass ein Briefkasten gut erreichbar sein muss, wenn man ihn an der Hausfassade oder am Gartentor montiert.

Bei bestimmten Fehlern ist der Briefträger von seiner Zustellungspflicht befreit. Es ist also wichtig, sich über die Regelungen zu informieren. Ansonsten kann es womöglich passieren, dass man seine Post selbst abholen muss. Das Mietrecht sieht in einem mangelhaft angebrachten oder falschen Briefkasten sogar einen Grund zur Mietminderung.

Ein solider Briefkasten sorgt für trockene Post und einen zufriedenen Briefträger. Neben der Materialqualität zählt auch die zuverlässige Montage: So lassen sich Probleme vermeiden. (#01)

Ein solider Briefkasten sorgt für trockene Post und einen zufriedenen Briefträger. Neben der Materialqualität zählt auch die zuverlässige Montage: So lassen sich Probleme vermeiden. (#01)

Welche Regeln für den Briefkasten gelten

Bei der Suche nach einem schönen, zum Haus passenden Briefkasten findet man zahlreiche Formen, Preisklassen und Materialien. Diese Vielfalt macht es möglich, den Hausbriefkasten genau auf den eigenen Stil anzupassen. Im schlichten Weiß oder im leuchtenden Rot, in matter Edelstahloptik oder in Dunkelgrün mit buntem Namensschriftzug, für jeden Geschmack gibt es das geeignete Modell.

Auch wenn das Design eine Hauptrolle spielt, sollte man nicht die Vorschriften vernachlässigen. Diese sollen dafür sorgen, dass der Briefträger und die Zustelldienste nicht gefährdet oder verunsichert werden.

  • Ein Briefkasten muss die Postsendungen vor der Witterung schützen,
  • die Zuordnung zu den Hausbewohnern muss eindeutig sein,
  • Unbefugte dürfen keinen Zugriff auf den Inhalt haben,
  • die Zusteller müssen den Hausbriefkasten gefahrlos und ohne erhöhten Aufwand erreichen können.

Den geeigneten Standort für den Briefkasten finden

Generell sind die Briefkästen von außen erreichbar, lediglich in Mehrfamilienhäusern kommt es vor, dass die Briefkastenwand unten im Eingangsbereich zu finden ist. Hier muss der Briefträger erst von einem Bewohner ins Haus gelassen werden, damit er die Post einwerfen kann. Dafür sind die Briefe besonders gut vor fremdem Zugriff geschützt.

Wer im Eigenheim wohnt, der hat mehrere Möglichkeiten bei der Auswahl eines Standorts. Häufig wird der Briefkasten an der Hauswand verschraubt, doch auch die Montage am Gartenzahn oder an der Garagenwand ist möglich. Zudem gibt es Standbriefkästen, die mit einer Bodenplatte neben der Einfahrt oder in einem gewissen Abstand zum Haus aufgestellt werden.

Unter einem kleinen Vordach oder dem Dachüberstand ist der Hausbriefkasten besonders gut vor der Witterung geschützt. Ohne einen solchen Schutz erhöht sich das Risiko, dass Feuchtigkeit eindringt, auch wenn der Briefkasten relativ gut abgedichtet ist. Durch das Spaltmaß kann es aufgrund von Frost oder Dauerregen trotzdem zu Einschränkungen beim Nässeschutz kommen.

Generell sind die Briefkästen von außen erreichbar, lediglich in Mehrfamilienhäusern kommt es vor, dass die Briefkastenwand unten im Eingangsbereich zu finden ist. (#02)

Generell sind die Briefkästen von außen erreichbar, lediglich in Mehrfamilienhäusern kommt es vor, dass die Briefkastenwand unten im Eingangsbereich zu finden ist. (#02)

Die Montage an der Hausfassade

Der favorisierte Standort für den Hausbriefkasten ist an der Fassade. Die stabilen Briefkästen, die man hier findet, lassen sich mit Dübeln und Schrauben an der Wand fixieren. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Schrauben keine Kältebrücken entstehen lassen. Zudem sollte man überprüfen, wie die Dämmung der Fassade beschaffen ist, denn für bestimmte Dämmstoffe gibt es spezielle Dübel. Bei Klinkersteinen kann man meistens die Standarddübel verwenden.

Wenn es sich um eine relativ glatte Hauswand handelt, die man nicht beschädigen möchte, kommt als Alternative auch ein starker Montagekleber infrage. Hier sollte die Klebefläche möglichst groß sein, damit der Kleber auch dann hält, wenn der Briefkasten schwere Päckchen aufnimmt. Der Montagekleber sollte genau nach Anleitung verarbeitet werden und erst richtig aushärten, bevor man den Briefkasten belastet.

Neben der Tragfähigkeit von Briefkasten und Kleber spielt auch die Belastbarkeit des Untergrunds eine Rolle. Möglicherweise kommt es bei Starkregen und Wind bei einem hohen Gewicht des Briefkastens dazu, dass das Wärmedämmsystem schwächelt und sich der Kasten samt Kleber allmählich löst. Darum sind die Dübel die sicherere Montagevariante.

Den Briefkasten frei aufstellen

Für einen frei stehenden Briefkasten braucht man ein robustes Gestell und zudem ein sicheres Betonfundament. Ansonsten kippt die Konstruktion womöglich irgendwann um. Die Montagetipps zeigen, wie wichtig ein ausreichend tiefes Fundament ist, um den Einflüssen von Temperaturen und Wind zu trotzen. Für jeden Fuß empfehlen die Experten daher ein Fundament von der Größe 30 x 30 x 50 cm.

Alternativ dazu können die Hausbriefkästen auch mithilfe von Fußplatten sicher montiert werden. Hierfür benötigt man robuste Schraubverbindungen. Vor allem Schwerlastanker halten hohen Belastungen auch dauerhaft stand.

Beim freien Aufstellen eines Briefkastens sollte man noch einige weitere Tipps befolgen:

  • Eine Überdachung verbessert den Feuchtigkeitsschutz,
  • die Öffnung sollte sich in Gegenrichtung zur Wetterseite befinden,
  • die Zuordnung zum Hauseingang muss eindeutig sein.
So unterschiedlich die Designs der Hausbriefkästen auch sind, bei ihrer Beschaffenheit sowie bei den Abmessungen gibt es gewisse Richtlinien. (#03)

So unterschiedlich die Designs der Hausbriefkästen auch sind, bei ihrer Beschaffenheit sowie bei den Abmessungen gibt es gewisse Richtlinien. (#03)

Schutz vor Vandalismus: Die Sicherheit der Briefkästen

Bei einem Straßenfest, zu Halloween oder in der Silvesternacht steigen die Beschwerden über Verschmutzungen der Hauswände und demolierten Briefkästen. So eine mutwillige Beschädigung ist nicht immer zu vermeiden, doch man kann gewisse Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren. Es gibt zwar Hausbriefkästen, die es den randalierenden Leuten schwer machen und relativ „Vandalismus-sicher“ sind, doch dieser Schutz ist nicht so effektiv und umfassend, wie man es sich wünscht. Wenn die Zerstörungswut überhand nimmt, können auch die hochpreisigen Briefkästen aus stabilem Material nur eine gewisse Belastung aushalten.

Wer sich schon mehrmals über Zahnpasta oder schlimmere Hinterlassenschaften im Briefkasten geärgert hat, der kann das Brieffach von innen verriegeln. Manche Kästen haben bereits eine spezielle Vorrichtung, um einen diese Vorsichtsmaßnahme zu erleichtern. Damit vermeidet man auch das Hineinwerfen von Böllern. Bis die nächste Postsendung kommt, sollte man die Verriegelung jedoch wieder öffnen.

Ein entsprechender Riegel lässt sich auch selbst einbauen. Damit erspart man sich den Kauf eines hochpreisigen Sicherheitsbriefkastens. Doch auch wenn man den Briefkasten fixiert und sichert, kann man gegen die Vandalen wenig ausrichten. Schäden, die durch Vandalismus entstehen, werden meistens nicht von der Hausratversicherung übernommen. Für die Abdeckung von Schäden durch mutwillige Beschädigung ist üblicherweise die Gebäudeversicherung verantwortlich.

Wissenswertes zur Briefkasten-Norm

So unterschiedlich die Designs der Hausbriefkästen auch sind, bei ihrer Beschaffenheit sowie bei den Abmessungen gibt es gewisse Richtlinien. Diese sollen sicherstellen, dass die Standardpost genügend Platz hat und dass die Briefkästen für die Briefträger keine Gefahr darstellen.

Bei der geltenden Norm steht der große Briefumschlag C4 Pate: Dieser hat die Außenmaße 229 x 324 mm. So breit muss der Einwurfschlitz eines Hausbriefkastens mindestens sein. Die Höhe des Schlitzes muss mindestens 3 cm betragen und höchstens 3,5 cm. Wenn er noch höher wäre, könnte jemand mit sprichwörtlich langen Fingern die Post herausholen.

Für die Größe des Innenraums sollte man sich an dem C4 Format orientieren oder an Zeitschriften. So kommt es nicht zu Schwierigkeiten, wenn offizielle Post im Großformat eingeworfen wird. Die Unterlagen bekommen keine Knicke und auch die Magazine erhalten keine unschönen Eselsohren.

Auch für die Positionierung der Briefkästen gibt es eine Vorschrift, die dem Briefträger helfen soll: Der Einwurfschlitz darf maximal 170 cm über dem Boden sein. Als Mindesthöhe sind 70 cm angegeben.

So unterschiedlich die Designs der Hausbriefkästen auch sind, bei ihrer Beschaffenheit sowie bei den Abmessungen gibt es gewisse Richtlinien. (#04)

So unterschiedlich die Designs der Hausbriefkästen auch sind, bei ihrer Beschaffenheit sowie bei den Abmessungen gibt es gewisse Richtlinien. (#04)

Die Vorgaben der Deutschen Post

Wer seinen Briefkasten selbst aufbaut und eventuell auch in DIY Arbeit kleine Veränderungen vornimmt, der sollte sich an den Vorschriften orientieren, um keine Probleme zu bekommen.

Wichtig sind die folgenden Merkmale:

  • Der Inhalt des Hausbriefkastens muss vor der Witterung geschützt sein,
  • die Konstruktion selbst darf nicht verformbar sein,
  • der Briefkasten muss zu verschließen sein,
  • eine Beschädigung des Briefkastens und der Post muss vermieden werden,
  • die Benutzer des Hausbriefkastens müssen vor Verletzungen geschützt werden.

Anders ausgedruckt: Der eigene Briefkasten muss seine Aufgabe als wetterbeständiger Behälter erfüllen und stabil sein. Scharfe Kanten oder herausstehende Schrauben sind zu vermeiden. Abhängig von der Art des Grundstücks und davon, ob man einen Hund besitzt, sollte man an die Sicherheit des Postboten denken. Hier geht es vor allem um die Erreichbarkeit des Briefkastens und um den Schutz vor möglichen Gefahren.

Nicht zu vergessen: Der Name sollte auf dem Hausbriefkasten stehen, damit die Postsendungen auch zuverlässig ankommen und nicht beim Nachbarn landen.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Monkey Business Images -#01: Robert Petrovic  -#02: Adisak Rungjaruchai_-#03:   Darkdiamond67-#04: foto.fritz



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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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