Die optimale Lichtplanung: Beleuchtung für das Zuhause

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Die Wirkung eines Raumes hängt stark von dessen Beleuchtung ab. Für einen optimalen Wohnkomfort ist daher eine durchdachte Lichtplanung notwendig.

Die Lichtplanung: Wichtig für einen hohen Wohnkomfort

Die Position einer Leuchte sollte mit viel Sorgfalt gewählt werden. Früher war es üblich, hierfür einfach einen Deckenauslass in der Mitte des Zimmers zu erstellen. Daran befestigten die Bewohner dann eine Decken- oder eine Pendelleuchte. Auf diese Weise wird es im Zimmer zwar hell, doch verliert sich das Licht dabei im Raum. Aus diesem Grund gehen moderne Beleuchtungskonzepte mehr und mehr dazu über, Flächen zu beleuchten. Hierfür kommen in erster Linie die Wände infrage. In der Luft ist das Licht nicht sichtbar. Erst wenn es auf einen Gegenstand fällt, ist es zu erkennen und somit erlebbar.

Wenn es auf die Wand trifft, sorgt es für interessante Lichtspiele und damit für ein ansprechendes Zuhause. Um dies zu ermöglichen, ist es jedoch erforderlich, die Position der Lampen bereits während des Baus zu planen. Die Leitungen und die Auslassungen an Wänden und an der Decke haben eine feste Position. Eine nachträgliche Änderung ist mit einem riesigen Aufwand verbunden. Um den Beleuchtungsplan zu erstellen, ist es wichtig, sich auch Gedanken über die Möblierung zu machen. Schränke und andere große Möbelstücke können den Effekt einer Leuchte erheblich beeinflussen.

Die Position einer Leuchte sollte mit viel Sorgfalt gewählt werden. (#01Die Position einer Leuchte sollte mit viel Sorgfalt gewählt werden. (#01

Die Position einer Leuchte sollte mit viel Sorgfalt gewählt werden. (#02)

Verschiedene Leuchten für unterschiedliche Effekte

Um den Beleuchtungsplan zu erstellen, ist es zunächst wichtig, aus den verschiedenen Lampenarten auszuwählen. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich hinsichtlich ihrer Wirkung erheblich unterscheiden. Daher hat die Wahl der Leuchten einen hohen Einfluss auf die Raumgestaltung.

  • Downlights
    Downlights stellen eine sehr beliebte Form der Beleuchtung dar. Dabei handelt es sich um relativ kleine Leuchten, die sich für die Deckenmontage eignen. Es gibt Varianten, die in die Decke eingelassen oder die darauf aufgesetzt werden. Diese Leuchten werden in der Regel nicht einzeln verwendet. In einem Raum werden mehrere Downlights angebracht, die zusammen für eine ausreichende und ansprechende Beleuchtung sorgen. Bei der Verwendung dieser Leuchten ist ein durchdachter Beleuchtungsplan besonders wichtig. In der Regel sollte der Abstand der einzelnen Downlights zur Wand etwa ein Drittel der Raumhöhe betragen. Wenn sich jedoch Schränke oder Regale an den Wänden befinden, muss der Abstand entsprechend angepasst werden. Diese Leuchten werden in der Regel in Reihen angebracht. Die Abstände zwischen den einzelnen Leuchten sollten dabei gleichmäßig sein. Außerdem ist es üblich, dass die Entfernung zwischen zwei Leuchten doppelt so groß ist wie der Abstand zwischen den äußeren Downlights und der Wand.
Die optimale Lichtplanung mit Downlights (#03)

Die optimale Lichtplanung mit Downlights (#03)

  • Wandleuchten
    Eine weitere interessante Alternative stellt es dar, Wandleuchten zu verwenden. Moderne Wandleuchten strahlen das Licht nicht in die Zimmermitte aus. Sie werfen es hingegen nach oben oder nach unten. Außerdem gibt es Modelle, die das Licht in beide Richtungen aussenden. Dabei trifft es ebenfalls auf die Wand und erzielt daher eine sehr dekorative Wirkung. Bei der Installation der Wandleuchten ist es ebenfalls wichtig, die Position sorgfältig auszuwählen. Zum einen ist die Installationshöhe entscheidend. Diese sollte insbesondere bei Uplights – die nach oben gerichtet sind – niemals unter 1,80 m liegen. Wenn sie zu tief angebracht werden, können sie größere Menschen blenden. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass in den Bereichen, in denen Wandleuchten angebracht sind, weder Regale aufgestellt noch Bilder aufgehängt werden können. Daher ist auch hierbei ein sorgfältiger Raumplan sehr wichtig.
Pendelleuchten stellen die klassische Form der Beleuchtung dar. Wenn sie jedoch einfach nur in der Zimmermitte angebracht werden, verliert sich das Licht und sorgt daher nicht für einen ansprechenden Beleuchtungseffekt.

Pendelleuchten stellen die klassische Form der Beleuchtung dar. Wenn sie jedoch einfach nur in der Zimmermitte angebracht werden, verliert sich das Licht und sorgt daher nicht für einen ansprechenden Beleuchtungseffekt. (#04)

  • Pendelleuchten
    Pendelleuchten stellen die klassische Form der Beleuchtung dar. Wenn sie jedoch einfach nur in der Zimmermitte angebracht werden, verliert sich das Licht und sorgt daher nicht für einen ansprechenden Beleuchtungseffekt. Daher nimmt die Verwendung klassischer Pendelleuchten in der modernen Raumgestaltung immer mehr ab. Allerdings kommen sie in einigen Bereichen nach wie vor zum Einsatz. Das ist insbesondere im Esszimmer der Fall. Hier fällt das Licht auf den Tisch und sorgt daher dafür, dass es gut zur Geltung kommt. Außerdem ist in diesem Bereich eine direkte Beleuchtung der Speisen sehr wichtig. Daher ist die Pendelleuchte für das Esszimmer nach wie vor die beliebteste Alternative. Auch im Wohnzimmer findet sie häufig Verwendung – direkt über dem Couchtisch. Dabei ist eine Kombination mit Wandleuchten sehr beliebt.
Eine Stehlampe sorgt fuer dezentes und warmes Licht.

Eine Stehlampe sorgt fuer dezentes und warmes Licht. (#01)

  • Steh- und Tischleuchten
    Eine fest installierte Allgemeinbeleuchtung ist für jeden Raum sehr wichtig. Diese muss für eine gute Ausleuchtung sorgen. Es ist jedoch möglich, sie durch verschiedene Akzentlichter zu komplettieren. Hierfür kommen Steh- und Tischleuchten infrage. Diese senden in der Regel nur ein recht schwaches Licht aus, sodass ihr Einfluss auf die Helligkeit des Raums nur gering ist. Sie dienen in erster Linie der Dekoration. Da sie jedoch nicht fest installiert sind, ist es möglich, sie in jeden Bereich des Raums zu stellen. Daher eignen sie sich auch hervorragend, um eine dunkle Ecke, in die das Licht der Decken- oder Wandleuchten nicht vordringt, auszuleuchten.

Verschiedene Leuchtmittel

Nicht nur die Auswahl des Lampentyps und die Positionierung der Lichtquellen haben einen Einfluss auf die Wirkung des Lichts im Raum. Auch das verwendete Leuchtmittel ist dabei von großer Bedeutung. Dabei gibt es unterschiedliche Lichtfarben, mit deren Hilfe sich unterschiedliche Stimmungen erzeugen lassen. Darüber hinaus hat die Wahl des Leuchtmittels einen hohen Einfluss auf den Stromverbrauch. Außerdem gibt es große Unterschiede hinsichtlich der Lebensdauer. Bei beleuchtungdirekt.de stehen viele verschiedene Leuchtmittel zur Auswahl, sodass für jeden Verwendungszweck ein passendes Angebot dabei ist.

Halogenlampen verwenden genau wie klassische Glühlampen einen Glühdraht. Durch die kompakte Bauweise und ein schützendes Gas im Inneren erreichen diese Leuchtmittel jedoch eine deutlich stärkere Helligkeit. (#05)

Halogenlampen verwenden genau wie klassische Glühlampen einen Glühdraht. Durch die kompakte Bauweise und ein schützendes Gas im Inneren erreichen diese Leuchtmittel jedoch eine deutlich stärkere Helligkeit. (#05)

  • Halogenlampen
    Halogenlampen verwenden genau wie klassische Glühlampen einen Glühdraht. Durch die kompakte Bauweise und ein schützendes Gas im Inneren erreichen diese Leuchtmittel jedoch eine deutlich stärkere Helligkeit. Außerdem sinkt dadurch der Stromverbrauch. Ein weiterer Vorteil dieser Produkte besteht in ihrer Lichtfarbe, die dem natürlichen Tageslicht sehr ähnlich ist. Es gibt Halogenlampen, die über den gleichen Sockel wie herkömmliche Glühlampen verfügen und die sich daher für gewöhnliche Lampenfassungen eignen. Andere Modelle sind wie Strahler aufgebaut. Es gibt Halogenlampen für den Hochvolt- und für den Niedervoltbereich. Im ersten Fall ist kein zusätzlicher Transformator notwendig, was die Verwendung besonders einfach gestaltet. Im zweiten Fall profitieren die Anwender jedoch davon, dass Niedervolt-Halogenlampen etwas effizienter arbeiten.
LED-Lampen kommen immer häufiger zum Einsatz. Diese basieren auf der Halbleitertechnik und bestehen aus einem kleinen Kristall, das Licht aussendet, wenn Strom hindurchfließt. (#06)

LED-Lampen kommen immer häufiger zum Einsatz. Diese basieren auf der Halbleitertechnik und bestehen aus einem kleinen Kristall, das Licht aussendet, wenn Strom hindurchfließt. (#06)

  • LED-Lampen
    LED-Lampen kommen immer häufiger zum Einsatz. Diese basieren auf der Halbleitertechnik und bestehen aus einem kleinen Kristall, das Licht aussendet, wenn Strom hindurchfließt. Diese Technik ist zwar bereits seit Langem bekannt, doch kommt sie für die Raumbeleuchtung erst seit wenigen Jahren zum Einsatz. Das liegt daran, dass es lange Zeit nicht möglich war, mit LEDs weißes Licht zu erzeugen. Mittlerweile stellt dies jedoch kein Problem mehr dar. LEDs sind sowohl in kaltweiß als auch in warmweiß erhältlich. Der große Vorteil dieses Leuchtmittels besteht darin, dass es nur einen minimalen Energieverbrauch hat. Das reduziert die Stromkosten und trägt zum Umweltschutz bei. Außerdem sind LEDs sehr lange haltbar, sodass es nur ausgesprochen selten notwendig ist, die Leuchtmittel auszutauschen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Energiesparlampen zu verwenden. Diese verwenden die gleiche Technik wie herkömmliche Leuchtstoffröhren. (#07)

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Energiesparlampen zu verwenden. Diese verwenden die gleiche Technik wie herkömmliche Leuchtstoffröhren. (#07)

  • Energiesparlampen
    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Energiesparlampen zu verwenden. Diese verwenden die gleiche Technik wie herkömmliche Leuchtstoffröhren. Diese sind mit einem speziellen Gas gefüllt, das zum Leuchten angeregt wird, wenn eine elektrische Spannung anliegt. Der Energieverbrauch dieser Produkte ist deutlich geringer wie bei herkömmlichen Glühlampen. Allerdings liegt ihr Verbrauch über den Werten von LED-Lampen.

Allgemein- und Stimmungsbeleuchtung

Um die Beleuchtung des Raums zu planen, ist es wichtig, zwischen Allgemein- und Stimmungsbeleuchtung zu unterscheiden. Die Allgemeinbeleuchtung muss ein kräftiges Licht aussenden, das das gesamte Zimmer gut ausleuchtet. Es hat in erster Linie einen praktischen Nutzen und sorgt dafür, dass alle Details gut zu erkennen sind. Dabei ist es sehr wichtig, auf eine ausreichende Lichtstärke zu achten, damit der ganze Raum hell wird. Die Lichtfarbe kann hier auch etwas kälter sein. Das entspricht dem kalten Morgenlicht, das im menschlichen Körper zur Ausschüttung des Hormons Cortisol führt.

Dieses macht den Menschen wach und aktiv. Daher eignet sich eine kaltweiße Beleuchtung insbesondere für Büros oder für das Arbeitszimmer. Stimmungsbeleuchtung hingegen verwendet ein deutlich wärmeres Licht. Dieses wirkt gemütlich und behaglich. Außerdem ist hierbei keine allzu hohe Lichtstärke erforderlich. Wenn der Raum etwas dunkler ist, wirkt das sehr stimmungsvoll. Außerdem kommen hierbei in der Regel mehrere Lichtquellen zum Einsatz, die über den ganzen Raum verteilt sind.


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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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