Energiespartipps: Die Kinder mit einbeziehen

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Nützliche Energiespartipps für zuhause sind nicht nur etwas für die Großen. Auch Kinder zeigen sich verständig und machen gerne mit, um ein Lob oder eine kleine Belohnung zu erhalten.

Sinnvolle Energiespartipps für Familien mit Kindern

Konkrete Tipps zum Energiesparen helfen der ganzen Familie weiter. Die Frage, ob man eine Solaranlage kauft oder welcher Stromanbieter der richtige ist, sollte allerdings von den Erwachsenen beantwortet werden. Weitere Entscheidungen und auch das Energiesparen selbst sind jedoch nicht nur für die verantwortungsbewussten Eltern wichtig. Ab einem gewissen Alter kann man seine Kinder dazu erziehen, energiebewusst zu denken.

Wenn man den Kindern eine gewisse Eigenverantwortung überträgt, so fühlen sie sich dazu aufgerufen, genauer hinzusehen. Eine solche Sensibilisierung bringt schon die Kleinen dazu, auf das Energiesiegel zu achten oder die elektronischen Geräte auszuschalten, wenn sie diese nicht benutzen. Das hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit dem Antrainieren von sparsamen Gewohnheiten. Es muss nicht alles auf einmal laufen: Fernseher, Radio, Kindercomputer und E-Gitarre. Besser ist es, sich immer nur mit einem Gerät zu beschäftigen. Das schult übrigens nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit.

Video: Kinderuni: Wie Winzlinge Energie sparen

Wie man den Kindern Energiespartipps erklärt

Um den Energieverbrauch und die Sparmaßnahmen zu demonstrieren, hilft ein Strommessgerät. Mit diesem Teil kann man gemeinsam mit dem Nachwuchs feststellen, wie viel Energie die Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik verbrauchen. Auf der Basis der Verbrauchsdaten lässt sich die Energieeffizienz im Grundsatz erklären.

Eine Liste der Stromfresser zeigt an, welche Geräte am meisten Strom verbrauchen. Nun können sich Eltern und Kinder zusammensetzen, um zu überlegen, wie man etwas gegen den hohen Energieverbrauch tun kann. Womöglich rentiert es sich, ein Gerät mit besserem Energielabel zu kaufen. Wenn das Kind in Mathe gut ist, kann es selbst ausrechnen, ab wann sich eine Neuanschaffung lohnt.

Auch wenn das neue Gerät schließlich im Geschäft oder online gekauft wird, sollte man die Kinder mit einbeziehen und die technischen Funktionen besprechen. Eine Energiesparfunktion macht die Waschmaschine oder ein anderes Gerät zwar erst einmal teurer, doch sie senkt die Stromkosten.

Energiespartipps fürs Kinderzimmer

Schon im Kinderzimmer kann man auf energiesparende Verbraucher setzen und das Kind mit aussuchen lassen, welche Leuchte es sein soll oder welcher CD-Player die gewünschten Funktionen hat.

Bei der umweltbewussten Einrichtung des Zimmers gibt es diverse Dinge zu beachten:

  • Moderne Leuchtsysteme sollten sich ganz ausschalten und nicht nur dimmen lassen,
  • Multimedia-Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Betrieb Strom,
  • Steckdosenleisten zum Abschalten verhindern, dass die einzelnen Geräte weiter Energie verbrauchen,
  • Aufladegeräte sollten nicht ständig im Einsatz sein, sondern nur dann, wenn tatsächlich ein Akku aufgeladen wird.

Mit den richtigen Hinweisen können sich die Kinder bald selbst um ihren Stromverbrauch kümmern. Manche machen sogar einen kleinen Wettbewerb daraus.

Wenn die Kinder etwas größer sind, kann man dieses Thema mit ihnen diskutieren und fragen, was sie dazu meinen. Einige Stromanbieter machen Werbung mit regenerativen Energiequellen, was für den Nachwuchs sehr interessant sein kann. (#01)

Wenn die Kinder etwas größer sind, kann man dieses Thema mit ihnen diskutieren und fragen, was sie dazu meinen. Einige Stromanbieter machen Werbung mit regenerativen Energiequellen, was für den Nachwuchs sehr interessant sein kann. (#01)

Über einen Stromanbieterwechsel nachdenken

Durch einen Vergleich der Stromanbieter lässt sich ebenfalls Geld einsparen. Das ist einfacher, als viele Verbraucher denken. Im Internet lässt sich ein solcher Stromanbietervergleich bequem durchführen, sodass man innerhalb kurzer Zeit eine Auflistung erhält. Auch der Wechsel des Stromanbieters ist unkompliziert und hilft einem dabei, die monatlichen Kosten zu senken.

Wenn die Kinder etwas größer sind, kann man dieses Thema mit ihnen diskutieren und fragen, was sie dazu meinen. Einige Stromanbieter machen Werbung mit regenerativen Energiequellen, was für den Nachwuchs sehr interessant sein kann. Hin und wieder ist es sogar der Nachwuchs, der die Eltern auf besondere Angebote hinweist. Aufmerksame Kinder halten gerne die Augen offen und suchen womöglich nach einem Grund, warum ihr Taschengeld erhöht werden sollte.

Energiespartipps für den eigenen Haushalt

Die zahlreichen Tipps zum Stromsparen sollen nicht nur die monatlichen Verbrauchskosten senken. Auch die Umwelt soll geschützt werden. Spätestens wenn die Kinder in die zweite oder dritte Klasse gehen, verstehen sie allmählich, was es mit den Energieeffizienzklassen auf sich hat. Das ist ganz einfach: Die Geräte, die mit A+, A++ oder A+++ gekennzeichnet sind, gehören zur besten Kategorie und verbrauchen am wenigsten. Das schont die Natur und bedeutet, dass die heutigen Kinder auch dann noch ins Grüne gehen können, wenn sie erwachsen sind.

Neben der Komplett-Abschaltung von Stand-by gibt es noch andere Möglichkeiten, auf Dauer Strom zu sparen. Als gutes Beispiel ist die Reduzierung der Monitor-Helligkeit am Computer oder am Handy zu nennen. Die Kinder können dabei zusehen, wie schnell sich der Akku entlädt, wenn der Bildschirm ganz hell ist oder nur eine mittlere Helligkeit hat. Auch beim Fernseher lässt sich diese Einstellung ändern.

Video: ELEKTROGEBURTSTAG

Heizkosten sparen: Noch mehr Tipps

Neben dem Stromverbrauch lohnt sich auch ein Blick auf die anderen Energiekosten. Ob man mit Gas oder Öl heizt, auch hier lässt sich viel Geld einsparen. Nur ein Grad weniger reicht aus, um den Heizenergieverbrauch um 5 % oder sogar mehr zu senken. Natürlich sollen sich die Kinder in ihrem eigenen Reich trotzdem wohl fühlen und dürfen nicht frieren.

Die wichtigsten Tipps zum Heizen im Kinderzimmer sehen folgendermaßen aus:

  • Beim Stoßlüften die Heizung kurz herunterdrehen und das Fenster nicht ständig offen stehen lassen,
  • abends die Temperatur herunterdrehen, um ein angenehmes Klima zu erzeugen,
  • auch zwischendurch lüften, damit ein Luftaustausch stattfindet und sich die Frischluft anschließend besser erwärmt,
  • die Heizkörper nicht mit Möbeln oder Spielsachen blockieren.

Bei eisigen Temperaturen draußen müssen die Kinder drinnen jedoch nicht ins Schwitzen geraten. Es ist sinnvoll, wenn sie sich einen Pullover anziehen, um sich an die Wetterlage anzupassen. Auch auf diese Weise kann man in der Wohnung die Temperatur etwas drosseln.

Kinder mit Belohnungen motivieren

Die Energiespartipps werden besonders interessiert vom Nachwuchs aufgenommen, wenn eine Belohnung winkt. So kann man beispielsweise einen kleinen „Preis“ ausschreiben, der dem verliehen wird, der seinen Energieverbrauch am stärksten reduziert. Mit energiesparender Beleuchtung, regelmäßigem Lüften und dem Abschalten der Geräte wetteifern die Kinder miteinander, bis schließlich der Energiesparkönig gekürt wird.

Im Anschluss sollte man natürlich weiter versuchen, die gelernten Regeln einzuhalten. Ein wenig Unterstützung von den Eltern schadet nicht, denn gerade die jüngeren Kinder vergessen manchmal das richtige Lüften. Manchmal sind es auch die Jugendlichen, die das Energiesparend als lästige Pflicht ansehen. In beiden Fällen sind kleine Belohnungen hilfreich, um den Nachwuchs bei der Stange zu halten.

Video: Müll – Wie kann man Müll vermeiden? – Sachgeschichten mit Armin Maiwald

Die Sensibilisierung beim Umweltbewusstsein

Zu den Energiespartipps für Familien und Kinder kommen noch einige andere Hinweise, wie man den Haushalt auf umweltschonende Weise verbessern kann. Nicht zuletzt gehört die Mülltrennung dazu. Wertstoffe lassen sich recyceln und kommen in die dafür vorgesehene Tonne, während Papier und Pappe zum Altpapiercontainer gebracht werden. Für Einwegflaschen und anderes Altglas sind Glascontainer aufgestellt, Metall wird beim Wertstoffhof angenommen und für den Restmüll bleibt schließlich erstaunlich wenig übrig.

Die Kombination aus Energiesparen und Umweltschutz durch nachhaltiges Handeln hilft Kindern dabei, sich verantwortungsbewusst zu verhalten. Auch wenn einige umweltschonende Maßnahmen zunächst nicht unmittelbar mit der Thematik Energieeffizienz und Sparsamkeit zusammenhängen, begreifen schon junge Leute, dass man die Bereiche nicht streng voneinander trennen kann.

Die Nachhaltigkeit bezieht sich auf viele Dinge, unter anderem:

  • Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien,
  • Reduzierung von Müll,
  • Vermeidung von umweltschädigenden Stoffen.

Hier können die Eltern als gutes Beispiel vorausgehen und ihrem Nachwuchs vormachen, wie ein umweltbewusstes Leben aussieht.

Kinder verstehen nützliche Tipps am besten anhand von praktischen Beispielen. Im Badezimmer kann man mit ihnen das Wasser auffangen, das sie oft unbedacht laufen lassen: Schnell kommt da ein ganzer Eimer zusammen. Auch wenn der Föhn unnötig lange in Aktion ist, verbraucht er unnötig viel Energie. Gerade bei warmen Temperaturen ist es ohnehin für die Haare gesünder, wenn sie an der Luft trocknen. (#02)

Kinder verstehen nützliche Tipps am besten anhand von praktischen Beispielen. Im Badezimmer kann man mit ihnen das Wasser auffangen, das sie oft unbedacht laufen lassen: Schnell kommt da ein ganzer Eimer zusammen. Auch wenn der Föhn unnötig lange in Aktion ist, verbraucht er unnötig viel Energie. Gerade bei warmen Temperaturen ist es ohnehin für die Haare gesünder, wenn sie an der Luft trocknen. (#02)

Energiespartipps im alltäglichen Leben

Kinder verstehen nützliche Tipps am besten anhand von praktischen Beispielen. Im Badezimmer kann man mit ihnen das Wasser auffangen, dass sie oft unbedacht laufen lassen: Schnell kommt da ein ganzer Eimer zusammen. Auch wenn der Föhn unnötig lange in Aktion ist, verbraucht er unnötig viel Energie. Gerade bei warmen Temperaturen ist es ohnehin für die Haare gesünder, wenn sie an der Luft trocknen.

Auch beim Licht hat man ein gewisses Einsparpotenzial. Die Energiesparlampen und LEDs verbrauchen zwar nicht viel Strom, dennoch lohnt es sich, das Licht auszuschalten, wenn man einen Raum verlässt. Das ständige An- und Ausknipsen ist jedoch nicht unbedingt hilfreich. Zudem warnen einige Experten davor, im Kinderzimmer Energiesparlampen einzusetzen. In den Glühbirnen befindet sich Quecksilber, das beim Zersplittern austreten könnte und für die Kinder eine große Gefahr darstellt.

Ohne Autofahren geht es heute nicht mehr, doch einige Wege lassen sich per Fahrrad oder zu Fuß erledigen. Kinder brauchen Bewegung und sind gerne mobil. Zudem wechseln sich die Eltern von Kindergarten- und Schulkindern oft beim Fahren ab: Auch das ist eine Art, Energie zu sparen.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Syda Productions   -#01: Wessel du Plooy  -#02:   A3pfamily



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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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