Den Garten zum Kinderparadies machen: 8 unschlagbare Tipps

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Im Freien spielen zu können, ohne dabei lange Anfahrtswege in Kauf nehmen zu müssen, ist auch für Kinder echter Luxus. Der eigene Garten als Raum zur Entfaltung bietet genügend Platz für Abenteuer aller Art. Alleine und mit Freunden haben hier sogar noch diejenigen Spaß, denen bereits vieles zu kindisch ist. Soll der eigene Garten in ein Paradies für Kinder verwandelt werden, bieten die folgenden acht Tipps beste Voraussetzungen.

1. Einen Naschgarten anlegen

Es gibt nichts Schöneres, als frische Früchte im Garten von Hand zu pflücken und gleich vor Ort zu genießen. Einen Naschgarten für Kinder anzulegen, ist daher eine tolle Idee, bei deren Umsetzung Eltern richtig kreativ werden können.

Beliebte Obstsorten im Naschgarten sind unter anderem:

  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren
  • und Heidelbeeren.

Aber auch spannendere Obstsorten, die an vergleichsweise kleinen Pflänzchen wachsen, können etwas mehr Abwechslung bieten. Eltern sollten bei der Planung des Naschgartens auch an seltenere Sorten wie Stachelbeeren, Felsenbirne oder auch Physalis denken. Die Devise lautet hier: Je bunter, desto besser. Das Naschen direkt vom Strauch sollte dennoch auch im eigenen Garten mit Vorsicht genossen werden. Besser ist es, den Kindern eine kleine Schale zu geben, in die sie das gesammelte Obst hineinlegen können. Nach einem kurzen Waschgang in der Küche geht es dann zurück in den Garten, wo die „Beute“ gegessen werden darf. Viel besser als Gummibärchen!

Selbstgepflückte Beeren schmecken gleich dreimal so gut. (#02)

Selbstgepflückte Beeren schmecken gleich dreimal so gut. (#02)

2. Praktische Erfahrungen möglich machen

Viele Kinder sind neugierig, wenn es um Gartenarbeit geht. Sie finden es spannend, wie Mama oder Papa sich mit wichtigen Aufgaben beschäftigen und den Rasen mähen, Sträucher schneiden oder auch neue Beete anlegen. Wer den eigenen Kindern ein eigenes Erfahrungsfeld für erste Gehversuche rund um Gartenarbeit bieten möchte, sollte über die Installation eines Hochbeetes nachdenken. Hier können Kinder eigenes Gemüse säen und anbauen, das Wachstum beobachten und lernen, was Pflanzen wirklich brauchen. Wichtig ist beim Anlegen eines Hochbeetes der richtige Schichtaufbau, den hochbeet-ratgeber.de in einem Artikel näher beschreibt.

Und ist das eigene Gemüse dann reif, tragen Kinder aktiv zur Gestaltung des Familienessens bei. Das wiederum sorgt nicht nur für stolz glänzende Augen, sondern ermutigt Kinder auch dazu, mehr Gemüse zu essen.

3. Insekten anlocken

Tiere zu beobachten, macht den meisten Kindern viel Spaß. Dass die Familie jedoch nicht unbedingt in den Zoo fahren muss, um eine große Vielfalt an Lebewesen zu entdecken, beweisen Insektenhotels. Sie können kurzerhand mit Mama oder Papa gebaut und an einem geeigneten Standort im Garten aufgehängt werden. Hier tummeln sich dann im Laufe der Saison unterschiedlichste Insekten, die sich aus direkter Nähe beobachten lassen.

Auch das Anlegen einer bunten Wildblumenwiese ist eine gute Idee für alle kleinen Naturforscher. Hier sind viele Bienen, Schmetterlinge und auch kleine Käfer unterwegs, die Kinder beim Spaziergang durch das hohe Gras einfach beobachten können. Mit einer Becherlupe können dann behutsam eingefangene Exemplare genauer betrachtet werden. Am Schluss jedoch gilt: Freilassen ist Pflicht!

Eine wilde Wiese zieht spannende Insekten an (#02)

Eine wilde Wiese zieht spannende Insekten an (#02)

4. Spielgeräte aufstellen

Die magische Anziehungskraft toller Spielplätze können Eltern in einem ausreichend großen Garten selbst entstehen lassen. Mit Spieltürmen, Rutschen, Schaukeln und einem großen Sandkasten entsteht eine kleine Abenteuerwelt, in der sich nicht nur das eigene Kind, sondern auch der Spielbesuch mehr als nur wohlfühlt.

Gartenspielgeräte sind mittlerweile über diverse Online-Shops wie benz24.de und wickey.de erhältlich. Spielgeräte sollten an einem nicht zu sonnigen Platz aufgestellt werden. Hier spielt auch der Boden eine wichtige Rolle, denn ist er zu hart, steigt das Risiko für Verletzungen. Eine weiche Wiese, ein großer Sandkasten oder auch spezielle Fallschutzmatten eignen sich gut als Untergrund. Hier wird der Aufprall bei Stürzen abgefedert, was so manche Prellung verhindern kann.

5. Ein Baumhaus bauen

Was ist eine Abenteuerwelt ohne einen ganz eigenen Stützpunkt? Mit einem Baumhaus erfüllen Eltern ihren Kindern einen echten Riesen-Traum, denn nicht wenige finden die Behausung hoch über dem Boden als besonders spannend. Außerdem kann das Baumhaus je nach Höhe und Lage auch mit Kletterseilen, einer Schaukel oder einer tollen Leiter ausgestattet werden.
Im Baumhaus genießen Kinder etwas Privatsphäre und können sich kreativ austoben. (Quelle: HalbtonFoto (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Im Inneren des Hauses können Kinder sich dann frei entfalten und einrichten. Mit kleinen Möbeln und vielleicht auch einer Spielküche, einem Sitzsack oder den Lieblingsbüchern wird es hier sehr gemütlich und auch mit Freunden kann prima gespielt werden. Wer das Baumhaus auch im Herbst und Winter noch als Ort zum Verweilen anbieten möchte, sollte über die passende Isolierung nachdenken. Baumhäuser können dann genauso gut isoliert werden wie gewöhnliche Gartenhäuser.

Und gibt es im eigenen Garten keinen Baum, der die Last eines Baumhauses tragen kann, stellen Spielhäuser auf dem Boden oder auf stabilen Holzständerwerken eine gute Alternative dar.

Mit einem eigenen Teich vergrößert sich das Entdecker-Spektrum deutlich, denn nicht nur Wasserpflanzen, sondern auch Fische, Kaulquappen und Frösche können hier beobachtet werden. (#03)Mit einem eigenen Teich vergrößert sich das Entdecker-Spektrum deutlich, denn nicht nur Wasserpflanzen, sondern auch Fische, Kaulquappen und Frösche können hier beobachtet werden. (#03)

Mit einem eigenen Teich vergrößert sich das Entdecker-Spektrum deutlich, denn nicht nur Wasserpflanzen, sondern auch Fische, Kaulquappen und Frösche können hier beobachtet werden. (#03)

6. Einen Teich anlegen

Wie viel es im eigenen Garten zu entdecken gibt, macht den privaten Außenbereich zu einem heiß begehrten Aufenthaltsort für Kinder. Mit einem eigenen Teich vergrößert sich das Entdecker-Spektrum deutlich, denn nicht nur Wasserpflanzen, sondern auch Fische, Kaulquappen und Frösche können hier beobachtet werden. Zudem lassen sich am Teich gelegentlich auch Vögel nieder, die gerade im Sommer nach einer Quelle zum Trinken suchen. Kinder können daher Stunden am Ufer des Teiches verbringen, ohne dass dabei Langeweile aufkommt.

Ein Thema, das rund um den Teich jedoch nicht vergessen werden darf, ist die Sicherheit. Insbesondere kleinere Kinder, die noch nicht sicher schwimmen können und mindestens den Freischwimmer gemacht haben, sollten keinesfalls unbeaufsichtigt am Teich spielen. Doch auch bei älteren Kindern sollten Eltern immer wieder einen Blick in den Garten werfen, um eventuelle Unfälle schnell zu erkennen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, installiert am Teich außerdem zusätzliche Maßnahmen, die vor dem Hereinfallen schützen. Einen guten Überblick rund um das Thema Kindersicherheit am Teich bietet der Familienratgeber litia.de.

7. Platz für den Swimmingpool schaffen

Ein Schwimmbad im Sommer ist das Höchste der Gefühle für kleine und große Kinder. Insbesondere dann, wenn die eigenen Kinder bereits schwimmen können, ist es mit einem kleinen Planschbecken zum Aufblasen jedoch nicht mehr getan. Ein größeres Becken muss her, das sogar mit einer Rutsche ausgestattet werden könnte.

Da das Aufstellen großer Becken im Garten jedoch nicht selten unschöne Flecken auf dem Rasen hinterlässt und dementsprechend viel Arbeitsaufwand hervorruft, sollten Eltern am besten einen festen Platz für den Pool definieren. Er kann mit Platten befestigt werden und wirkt dann wie eine Terrasse. Gut ist es, auch hier Fallschutzmatten zu auf den Boden zu legen, bevor der Pool aufgebaut wird. So ist der Boden innerhalb des Beckens etwas weicher und das Verletzungsrisiko sinkt.

Da das Aufstellen großer Becken im Garten jedoch nicht selten unschöne Flecken auf dem Rasen hinterlässt und dementsprechend viel Arbeitsaufwand hervorruft, sollten Eltern am besten einen festen Platz für den Pool definieren. (#04)

Da das Aufstellen großer Becken im Garten jedoch nicht selten unschöne Flecken auf dem Rasen hinterlässt und dementsprechend viel Arbeitsaufwand hervorruft, sollten Eltern am besten einen festen Platz für den Pool definieren. (#04)

8. Sonnenschutz installieren

Am liebsten würden Kinder während der Sommermonate den ganzen Tag im Garten verbringen. Da die Sommersonne jedoch recht unerbittlich scheinen kann, spielt Sonnenschutz im kinderfreundlichen Garten eine entscheidende Rolle. Eltern sollten ausreichend Plätze schaffen, an denen das Spielen auch im Schatten möglich ist. Auf gründliches Eincremen und eine Kopfbedeckung darf dann aber dennoch nicht verzichtet werden.

Gut für die Gestaltung von Sonnenschutz eignen sich Sonnensegel. Sie können zwischen Bäumen, Spielgeräten, Mauern und auch eigens hierfür aufgestellten Stangen gespannt werden und bieten je nach Größe genügend Schatten für spannende Nachmittage im sommerlichen Garten. Wer keine Sonnensegel aufhängen möchte oder kann, findet mit großen Sonnenschirmen eine passende Alternative. Sie sollten jedoch sicher verankert werden, damit sie nicht plötzlich umstürzen oder während eines Sommergewitters Schaden nehmen. Die einfachste Lösung sind große Waschbetonplatten, mit denen spezielle Schirmständer gut beschwert werden können. Die Kanten sollten jedoch etwas bedeckt werden, um Verletzungen zu vermeiden. Eine Matte aus dickem Kunstrasen bietet sich hierfür gut an.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Elizaveta Galitckaia  -#01:  FamVeld – #02: Anna Grigorjeva- #03: Paul Vasarhelyi  -#04: Artush



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Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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