Hochbeet selber bauen: Bauanleitung

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Ein Hochbeet hat viele Vorteile. Durch die hohe Lage sind die Pflanzen sehr gut geschützt, lassen sich ansprechend anordnen und sehr gut pflegen. Ein Hochbeet selber bauen ist dabei gar nicht so schwer.

Was spricht für ein Hochbeet?

Ein Hochbeet kann durchaus mit einigen Vorteilen aufwarten und ist heute daher häufig in Gärten oder auch auf dem Balkon zu finden. Der darin eingeschichtete Humus lässt Wärme entstehen, während er verrottet. Dadurch herrscht in dem Beet eine recht hohe Temperatur, die für eine verlängerte Kulturzeit der Pflanzen sorgt. Gleichzeitig sorgen die hohen Bauten dafür, dass Schädlinge, wie Mäuse oder Maulwürfe, nicht an die Pflanzen gelangen und diese so nicht zerstören können.

Ein weiterer Punkt spricht für die einfacher Pflege der Pflanzen. Gärtner haben die Möglichkeit, die Pflanzen aus einer geraden Haltung heraus zu betreuen. So wird der Rücken geschont, der bei der Gartenarbeit sonst sehr stark beansprucht wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, das Hochbeet so zu bauen, dass es ein Tischbeet ist und sich hingesetzt werden kann. In diesem Fall ist das Gärtnern sogar im Sitzen möglich.

Ein weiterer Punkt spricht für die einfacher Pflege der Pflanzen. Gärtner haben die Möglichkeit, die Pflanzen aus einer geraden Haltung heraus zu betreuen. (#01)

Ein weiterer Punkt spricht für die einfacher Pflege der Pflanzen. Gärtner haben die Möglichkeit, die Pflanzen aus einer geraden Haltung heraus zu betreuen. (#01)

Die Vorbereitung vor dem Bau

Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, braucht es erst einmal einige Vorbereitungen. So müssen sich Heimwerker, die ein Hochbeet selber bauen möchten, über folgende Punkte bewusst werden:

  1. Wo soll die Konstruktion erbaut werden?
    Es ist möglich, das Hochbeet auf dem Boden direkt zu bauen oder es mit einem eigenen Boden zu versehen. Wer auf einen eigenen Boden setzt, der ist mit dem Standort deutlich flexibler.
  2. Mobiles Hochbeet bauen
    Das mobile Hochbeet hat einen eigenen Boden, ist sehr leicht und kann auch von einem Ort zum anderen gebracht werden.
  3. Materialien auswählen
    Die meisten Hochbeete werden aus Holz gefertigt, das ist ein gängiger Klassiker. Meist wird zu naturbelassenem oder auch zu druckimprägniertem Holz gegriffen. Es ist aber auch möglich, mit Gabionen, Betonplatten oder mit Rasengittersteinen zu arbeiten.
  4. Die Höhe des Hochbeetes
    Die Höhe kann variieren, empfehlenswert ist es, wenn eine Mindesthöhe von 90 Zentimetern eingehalten wird. So ist das Arbeiten im Stehen besonders bequem. Soll es ein Tischhochbeet werden, dann reicht eine Höhe von 60 Zentimetern aus. Bei der Tiefe ist es gut, wenn hier 120 cm nicht überschritten werden. Ist das Hochbeet tiefer im Maß, dann wird es schwer, die Mitte richtig zu erreichen.
  5. Stabilisierung in der Länge
    Soll das Hochbeet über eine sehr große Länge verfügen, dann sollte beim Einkauf der Materialien an die Stabilisierung gedacht werden. Es ist wichtig, dass das Beet immer wieder mit Beinen gestützt wird, um den Boden zu entlasten und den Innendruck abfangen zu können.
  6. Den passenden Platz finden
    Auch wenn ein mobiles Hochbeet gebaut wird, so stellt sich dennoch erst einmal die Frage, wo es stehen soll. Optimal ist dabei natürlich eine Ausrichtung mit Nord-Süd-Charakter. Die kürzere Seite zeigt dann einmal nach Westen und einmal nach Osten. Damit erhalten die Pflanzen die besten Bedingungen.

Video: Hochbeet selber bauen – Garten anlegen – DIY Holz Hochbeet – Anleitung vom Bau-It-Yourself Team

Hochbeet selber bauen aus Holz – Schritt für Schritt erklärt

Wer sich entschieden hat, ein Hochbeet aus Holz zu bauen, der kann anhand der nachfolgenden Anleitung den Bau im Garten beginnen. Benötigt werden Holzlatten, die eine Dicke zwischen 2,5 cm und 5 cm aufweisen. Diese dienen für die Seitenwände. Als Verstärkung braucht es Pfosten, damit das Hochbeet stabilisiert werden kann. Schrauben, Werkzeuge sowie notwendige Holzschutzfarben sollten ebenfalls griffbereit liegen.

  1. Die Stellfläche markieren
    Mit Hilfe der Pfosten sowie einer Schnur wird die Stellfläche erst einmal markiert, damit hier für den Bau ein Anhaltspunkt vorliegt.
  2. Die Grasnarbe
    Nun wird die Grasnarbe ausgestochen und eine Grube gehoben. Diese sollte eine Tiefe zwischen 20 cm und 30 cm aufweisen.
  3. Die Pfosten richtig setzen
    Jetzt werden die Pfosten gesetzt. Die bereitliegenden Holzpfosten können bei diesem Schritt in den Boden geschlagen werden. Optimal ist eine Mindesttiefe von 30 cm, damit der Halt gegeben ist. Auch eine Pfostenverankerung kann verwendet werden. Zudem ist es möglich, an dieser Stelle mit einer Einschlagbodenhülse zu arbeiten. Diese hat den Vorteil, das sie einen natürlichen Schutz für das Holz darstellt und es nicht so schnell feucht wird.
  4. Die Beethöhe festlegen
    Der nächste Schritt in der Bauanleitung ist die Auswahl der Höhe. Hier wird von dem Pfosten ausgegangen, der besonders niedrig steht. Alle weiteren Pfosten werden nun so zugeschnitten.
  5. Schutz für das Holz
    Die Pfosten sollten nun mit einer Schutzlasur versehen werden, damit sie der Witterung standhalten.
  6. Die Seiten verschließen
    Nun geht es an die Seiten, die verschlossen werden sollen. Hier ist es notwendig, die ersten Bretter oder Latten anzusetzen und zwar mit einem Abstand von 5 cm zum Boden. Die Bretter sollten genau waagerecht stehen und an den Bodenhülsen befestigt werden. Die kurzen Bretter werden an der Außenseite befestigt und die langen Bretter an der Innenseite.
  7. Schutz vor Schädlingen anbringen
    Damit sich die Schädlinge nicht von unten nach oben in das Beet arbeiten können, werden nun Schutzmaßnahmen ergriffen. Nachdem zwei Bretter befestigt sind, wir das Gitter gegen Mäuse und gegen Maulwürfe angebracht. Idealerweise wird es seitlich bis zu 30 cm nach oben gezogen.
  8. Die Bretter weiter anbringen
    Nun werden weitere Bretter angebracht, bis der obere Bereich erreicht ist.
  9. Den Holzschutz nicht vergessen
    Es wird notwendig, noch einmal den Holzschutz zu verwenden, da dieser nun auf die restlichen Planken aufgetragen werden muss. Es ist wichtig, hier wirklich genau zu arbeiten, da das Holz unter der Witterung sonst schnell porös wird.
  10. Die Pfostenkappen als Abschluss
    Jetzt werden noch die Pfostenkappen als Abschluss aufgesetzt. Auf diese Weise sieht das Hochbeet ansprechend aus.
  11. Innenauslage
    Damit das Hochbeet gefüllt werden kann, muss es nun erst einmal mit Teichfolie im Innenbereich versehen werden. Die Folie sollte nicht zu knapp bemessen sein, sondern ruhig aufliegen auf dem Boden. Der Boden muss komplett abgedeckt sein. Die Folie wird dann nach oben gezogen, umgeklappt und an den Seiten mit einem Tacker befestigt. Hier sollte ruhig ein wenig mehr getackert werden.
  12. Die Befüllung
    Jetzt geht es an die Füllung des Beetes. Es sollte Schicht um Schicht gefüllt werden. Anschließend kann es dann bepflanzt werden.

Nun kann also mit der Bepflanung begonnen werden und es stellt sich die Frage, welche Pflanzen sich gut machen. Gerade die erste Befüllung ist oft ganz besonders reich an Nährstoffen. (#02)

Nun kann also mit der Bepflanung begonnen werden und es stellt sich die Frage, welche Pflanzen sich gut machen. Gerade die erste Befüllung ist oft ganz besonders reich an Nährstoffen. (#02)

Das Hochbeet selber bauen – das ist bei der Befüllung zu beachten

Wenn das Hochbeet selbst gebaut ist, dann ist schon einmal ein großer Schritt getan. Nun geht es jedoch an die Befüllung. Hier sollte darauf geachtet werden, die verschiedenen Schichten zu nutzen. Nur so lassen sich auch optimale Bedingungen erstellen, die für die Pflanzen wichtig sind.

  1. Ganz unten
    Von unten wird begonnen mit einem groben Baumschnitt, der ungefähr eine Höhe von 20 cm ausmachen sollte. Die Äste haben eine Wirkung als Drainage und verrotten mit der Zeit.
  2. Die Mitte
    Jetzt werden allgemeine Gartenabfälle aufgefüllt, die sich aus Laub oder auch Grasschnitt zusammensetzen können. Diese sollten eine Höhe von rund 15 cm ausmachen.
  3. Die nächste Schicht
    Über die Gartenabfälle kommt nun eine Schicht mit halbreifem Kompost, der bereits begonnen hat, zu verrotten.
  4. Der Abschluss
    Nun folgt als Abschluss noch eine Schicht aus reifem Pflanzhumus und Kompost, dann kann das Hochbeet bepflanzt werden.

Video: Der Grüne Tipp: Hochbeete richtig befüllen und bepflanzen

Die Bepflanzung vom Hochbeet

Nun kann also mit der Bepflanung begonnen werden und es stellt sich die Frage, welche Pflanzen sich gut machen. Gerade die erste Befüllung ist oft ganz besonders reich an Nährstoffen. Es bietet sich an, hier zu Pflanzen zu greifen, die einen sehr hohen Bedarf an Nährstoffen haben. Dazu gehören beispielsweise Kohl und Tomaten oder auch Zucchini. Ab dem dritten Jahr ist es dann möglich, Mittelzehrer zu nutzen. Die Mittelzehrer sind unter anderem Salat oder Spinat, ebenso wie Zwiebeln oder Paprika.

Wenn das Hochbeet ins fünfte Jahr geht, dann können auch Schwachzehrer eingesetzt werden. Generell gibt es sehr viele Möglichkeiten, das Hochbeet zu bepflanzen. Hier kann man durchaus kreativ sein. Gerade Gemüse wird häufig angebaut, aber auch Kräuter können genutzt werden. Allerdings ist es wichtig darauf zu achten, dass die Pflanzen in einer guten Nachbarschaft miteinander leben. Die häufigsten Anbauten auf dem Hochbeet sind:

  • Blumenkohl, Gurken und Erbsen sowie Sellerie und Spinat zusammen
  • Dill, Erbsen, Gurken sowie Karotten und Zwiebeln zusammen
  • Kohlrabi mit Dill, Erbsen, Mangold oder Sellerie sowie Tomaten
  • Rhabarber mit Spinat und Kohl
  • Tomaten mit Buschbohnen und Knoblauch sowie Paprika und Petersilie

Die Möglichkeiten sind also wirklich vielseitig und ein Hochbeet ist eine charmante Möglichkeit, Abwechslung in den Garten zu bringen und das Gemüse unter den besten Bedingungen zu ziehen. Auch ältere Menschen arbeiten sehr gerne mit einem Hochbeet, da sie hier deutlich flexibler sind und auch bei Problemen mit dem Rücken sehr gut bei dem Beet agieren können.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Patrizia Tilly-#01: Peter Maszlen-#02: dima_pics



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About Author

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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