Industrial Design: Stylishe Einrichtungstipps für die Wohnung

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Der Ursprung des Industrial Looks liegt weit zurück – in den Fabriken um 1900 begann man, Räume zweckmäßig und unter Verwendung von viel Metall und Materialkombinationen einzurichten. Heute wird das Industrial Design immer wieder neu interpretiert und komplettiert eine Einrichtung auf ganz eigene Art und Weise.

Industrial Design: Der Charme einer Fabrik

Nun könnte jemand sagen, dass eine Fabrik keinerlei Charme hat und dass die Einrichtung somit auch niemals gemütlich oder heimelig werden könnte. Sicherlich hat diese Person recht, denn ein Raum, der nach den Gesichtspunkten des Industriedesigns eingerichtet wurde, ist weit von einem kuscheligen Heim entfernt. Dennoch wird er persönlich und individuell sein, ein perfektes Zuhause für jemanden, der Wert auf Stil, Purismus und Moderne legt.

Verwendet wird gern Holz, welches keinerlei weitere Behandlung erfahren hat, die Hersteller der Möbel und Accessoires setzen auf Komponenten aus Stahl, auf Minimalismus und verschiedene Merkmale, die so weit weg wie möglich vom typischen Wohnzimmerstil angesiedelt sind. Hier treffen wir auf unverputzte Wände, auf raue Oberflächen, Metallteile als Wandschmuck, Lochbleche als Hingucker.

Die Kunst liegt darin, einen Raum nicht mit all diesen Dingen einfach vollzustellen, sondern wirkungsvolle Gestaltungselemente zu finden, die den einmal eingeschlagenen Einrichtungskurs unterstreichen. Ob Sie nun eine ganze Wohnung oder nur ein einzelnes Zimmer in den Stil des Industrial Designs stellen, bleibt Ihnen überlassen. Vielleicht legen Sie den Fokus auch erst einmal nur auf einen Raum – und finden mit Sicherheit schon bald Liebhaberstücke, die unbedingt in den Rest der Wohnung einziehen müssen.

Ein Beispiel dafür sind die Industrielampen, die es geschafft haben, sich anstelle der althergebrachten Kronleuchter zu behaupten. Zu finden auf www.fabriklampe-online.de!

Ein Möbelstück oder Wohnaccessoire, welches handgefertigt ist, sprengt so manchen Kostenrahmen. Dabei wollten Sie doch nur ein Unikat haben! (#01)

Ein Möbelstück oder Wohnaccessoire, welches handgefertigt ist, sprengt so manchen Kostenrahmen. Dabei wollten Sie doch nur ein Unikat haben! (#01)

Industrial Design als Grund für Unikate

Ein Möbelstück oder Wohnaccessoire, welches handgefertigt ist, sprengt so manchen Kostenrahmen. Dabei wollten Sie doch nur ein Unikat haben! Das ist aber gar nicht so schwer oder teuer, wie Sie vielleicht denken, denn das Industrial Design bietet zahlreiche Möglichkeiten, einen Einrichtungsstand quasi nebenbei und unbeabsichtigt zum Unikat werden zu lassen. Durch die Verwendung verschiedener Metalle zeigt sich Rost, der aber gar nicht nach Verwitterung aussieht, sondern wie ein begehrtes Styledetail.

Abblätternde Farbe an Möbeln oder ein etwas abgewetztes Polster an den Sesseln? Das soll so sein und ist schließlich auch vom Vintage-Style bekannt. So etwas verleiht der clever und modern eingerichteten Wohnung etwas Besonderes, wobei die Bezeichnung „Charme eines Lagerhauses“ zwar zutreffend ist, jedoch nicht abwertend gemeint sein soll. Wer den Look richtig in Szene setzen möchte, wählt passende Möbelstücke, kleine Details, Lampen und Leuchten sowie eine Wandgestaltung, die aussieht, als hätte sie die eigentliche Gestaltung noch vor sich.

Hier zeigt sich die Liebe zum Unperfekten, zur Schönheit, die nicht offensichtlich ist. Wer ein Unikat haben möchte, sorgt dank des Industriedesigns einfach selbst dafür, dass er ein solches bekommt. Einfache Möglichkeiten, um aus einer schnöden Wohnung ein Loft im Industriestil zu machen (oder eine Wohnung, die an ein Loft erinnert), sind unter anderem:

  • Einsatz von Teppichen und Lampen
  • Nutzung von Stahl und anderen Metallen bei Accessoires
  • Kombination verschiedener Materialien (Ledercouch mit Lochblech als Wandgestaltung)
  • unverputzte Wände
  • abgewetzte Möbelstücke (nur gebraucht aussehend, nicht kaputt!)

Noch einmal sei an dieser Stelle betont, dass es meist zu viel ist, die ganze Wohnung in diesem Stil zu gestalten. In jedem Raum sollte sich ein Highlight befinden, das bestenfalls durch weitere Gegenstände ergänzt werden kann. Damit ergibt sich ein individueller Wohnstil mit ganz besonderem Ambiente und die Wohnung bekommt einen industrieähnlichen Loftcharakter. Bei zu umfassender Neugestaltung nach den Gesichtspunkten des Industriedesigns kommt eher eine Wohnung heraus, die auch eine Fabrikhalle sein könnte: kalt, unpersönlich, ungemütlich und eher an einen Abstellraum als an eine Wohnung erinnernd.

Wer Insustrial Design zu seinem Beruf machen möchte, kann es sogar studieren.

Die Möbel, die im Industrial Design gefertigt werden, haben alle eines gemeinsam: Sie sind einzigartig und bringen einen Hauch von Vintage mit. (#02)

Die Möbel, die im Industrial Design gefertigt werden, haben alle eines gemeinsam: Sie sind einzigartig und bringen einen Hauch von Vintage mit. (#02)

Tipp: Möbel im Industrial Design

Die Möbel, die im Industrial Design gefertigt werden, haben alle eines gemeinsam: Sie sind einzigartig und bringen einen Hauch von Vintage mit. Im Fokus steht meist das verwendete Holz, welches unbehandelt bleibt und durch diese Natürlichkeit besticht. Außerdem kommt die Mischung aus Stahl und Metall hinzu, wobei dieses immer ein wenig abgenutzt erscheinen muss. Die Formen der Möbelstücke variieren ebenso wie die Größen und so ergibt sich immer ein individuelles Teil, welches das Zeug zum Unikat hat (siehe oben!).

Die Möbelstücke sind aufwendig verarbeitet und teilweise anspruchsvoller in der Fertigung als so manches Standard-Möbelteil. Auch wenn sich dies auf den ersten Blick nicht zeigen wird, so erkennen Fachkundige doch, wie perfekt und gleichzeitig unvollkommen die Möbel sind. Wer sich Möbel im Industriedesign in die Wohnung stellt, holt sich ein wenig Werkhallenflair ins Haus, zeigt damit die niemals vorhandene Perfektion und baut doch gleichzeitig auf höchste Qualität.

Ist Originalität wichtig, so bieten sich Möbelstücke an, die lediglich aufgearbeitet werden. Hier sind die außergewöhnlichen Merkmale der Einrichtung besonders deutlich zu sehen und erlauben ein stilechtes Wohnen mit Originalen, die schon beinahe als Antiquitäten gelten.

Auf den ersten Blick ist klar, dass es in der Welt des Industriedesigns nicht bunt zugeht. Vielmehr sind gedeckte Töne an der Tagesordnung, es geht um erdige und zurückhaltende Farbgebungen. (#03)

Auf den ersten Blick ist klar, dass es in der Welt des Industriedesigns nicht bunt zugeht. Vielmehr sind gedeckte Töne an der Tagesordnung, es geht um erdige und zurückhaltende Farbgebungen. (#03)

Farben im Industrial Design

Auf den ersten Blick ist klar, dass es in der Welt des Industriedesigns nicht bunt zugeht. Vielmehr sind gedeckte Töne an der Tagesordnung, es geht um erdige und zurückhaltende Farbgebungen. Orange und ein helles Braun, Rostrot sowie pastellige Töne sind zu finden und verleihen der Einrichtung sowie den Wänden das ausreichende Maß an Farbe. Würde der Look zu bunt werden, so käme das eher einer Mischung aus Retrostyle und Industriedesign gleich. Wirklich passend wäre es für keinen Stil!

Gern gesehen sind Farbkombinationen aus Pastelltönen und grellen Farben, aus Grau, Braun oder Grün mit Orange, Rost und Zartgelb. Gestalten Sie die Wände derart oder beziehen Sie die Couch mit einem Bezug, der diese Farben trägt. Die Kombinationsvielfalt ist groß – nutzen Sie die Möglichkeiten! So wird aus dem tristen Grau einer Fabrikhalle der wohnliche Charme einer gemütlichen Wohnung, die auf Moderne und Stil setzt.

Betrachten Sie in Verbindung mit der Farbe auch die verwendeten Stoffe und Materialien. Handelt es sich um ein besonders edles Material, lassen Sie den Fokus darauf bestehen und lenken Sie das Auge nicht durch eine bunte Farbmixtur ab. Auch bei Teppichen gilt, dass aufwendig gewebte Modelle eher kurzflorig sein sollten, denn dies unterstreicht den hochwertigen Charakter der Fußbodenbeläge. Gewollte Verfärbungen und Flecken auf Teppichen und Wänden hingegen zeigen wieder einmal die Unvollkommenheit, die Imperfektion und zeugen doch vom Stilbewusstsein der Bewohner. Hier gibt es dazu tolle Bilder.

Die Wohnung im Industriedesign dekorieren

Wer sich dem Industrial Design verschrieben hat, wird keine Kuscheltiere als Deko aufstellen, keine Zuglufttiere oder Ü-Eier-Sammlungen. Hier geht es um kleine Accessoires, die den Blick nicht vom Wesentlichen ablenken, die Luft zum Atmen und für das Auge lassen. Schließlich sollen die Einrichtungsgegenstände des Industriedesigns für sich wirken können! Lampen und Leuchten, Gardinenstangen, Tapeten und Teppiche sind hier das Mittel der Wahl und helfen dabei, der „Industriewohnung“ den perfekten Charme zu verleihen.

Dabei kommt es wieder auf die Materialwahl an: Lampen aus Stahl und Kupfer, gewebte Teppiche und Möbel aus unbehandeltem Holz stehen im Vordergrund und lassen die wenigen Accessoires zum Blickfang werden – ebenso wie den gesamten Raum, der durch die Reduzierung auf das Wesentliche seinen Charakter entfalten kann.

„Soft Industrial“, so nennt sich der Stil, bei dem Elemente des Industriedesigns mit einfachen und modern gehaltenen Möbelstücken kombiniert werden. (#04)

„Soft Industrial“, so nennt sich der Stil, bei dem Elemente des Industriedesigns mit einfachen und modern gehaltenen Möbelstücken kombiniert werden. (#04)

Industrial Design: Diese Mischung ist möglich

„Soft Industrial“, so nennt sich der Stil, bei dem Elemente des Industriedesigns mit einfachen und modern gehaltenen Möbelstücken kombiniert werden. Diese Einrichtung lässt jede Menge Gestaltungsspielraum zu und garantiert, dass der Raum nicht überladen wirkt. Ein rustikaler Tisch aus Holz, über dem statt eines Kronleuchters eine Lampe im Industriedesign pendelt, ist das wohl bekannteste Beispiel für diese Kombination. Soft Industrial bedeutet, dass trendige Möbel ihren Weg in die Wohnung finden, in der sich bisher alles auf eine nüchterne Einrichtung konzentriert hat.

Eine Wohnung im Soft Industrial wächst langsam, sie ist nicht von heute auf morgen ideal eingerichtet, sondern es kommt immer noch ein weiteres Detail dazu. Nach und nach entsteht ein Wohnraum, der auf den ersten Blick nicht perfekt wirkt, bei näherer Betrachtung aber zeigt, dass genau diese Imperfektion gewollt ist. Hier dürfen auch durchaus als gemütlich zu bezeichnende Möbelstücke Einzug halten – Sessel und andere Sitzmöbel können kuschelweich sein, wenn dafür Tisch und Schrank im Industrial Design gehalten sind. Oder die Wände bleiben unverputzt und nur mit wenigen Mitteln gestaltet, die Einrichtung selbst besteht aus klassischen Holzmöbeln.

Der Gestaltungsvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt und wer sich für Soft Industrial entscheidet, wird immer wieder neue Wohnideen finden, die sich in das Zuhause integrieren und es immer weiter wachsen lassen. Leicht lässt sich daraus ein Wohnen im Industrial Design ableiten, dann müssen nur die eher schlichten und „normalen“ Möbelstücke aus dem Raum entfernt und gegen typische Industriemöbel eingetauscht werden.


Bildnachweis:copy;Shutterstock-Titelbild: Photographee.eu-#01: Franck Boston  -#02: Photographee.eu  -#03: jovana veljkovic -#04: jovana veljkovic



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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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