Kosten für einen Grundofen: Selbsteinbau oder einbauen lassen?

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Für viele ist es der Inbegriff von Romantik und Gemütlichkeit: nach einem Winterspaziergang vor den Ofen kuscheln oder mit einem guten Buch in der Hand, das Spiel der Flammen genießen. Längst sind Kamin-, Grund- und Kachelöfen in deutschen Wohnzimmern als Heizquelle angekommen.

Die Kosten für einen Grundofen – seit 2015 gestiegene Preise

Spätestens seit den frühen 00er-Jahren haben sich Öfen hierzulande als eine ideale Ergänzung zur Öl- oder Gasheizung etabliert. Die Kosten für einen Ofen wurden erschwinglich und die Anzahl der Fachbetriebe mit reichhaltiger Auswahl, stieg rasant an. Viele Menschen schätzen die wohlige Wärme und sparen mit dieser Art zu Heizen – aufgrund der hohen kWh-Leistung durch das Holz – auch noch Geld.

Nicht jeder Ofentyp ist aber für jeden gleichermaßen geeignet. Und da die Anschaffung eines Ofens zudem viel Geld kostet, muss man sich zuvor erst recht überlegen, welches Produkt für einen am sinnvollsten ist. Die Kosten für einen Grundofen als Ganzhaus-Heizung, können z.B. locker 15 000 Euro übersteigen. Zumal sich seit 2015 die Preise für den Grundofen nochmals erheblich erhöht haben.

Der Grund ist das sog. „Bundes-Immissionsschutzgesetz“. Seit Januar 2015 dürfen nur noch Grundöfen aufgebaut werden, die eine entsprechende Typenprüfung nachweisen können. Und jene Prüfung kostet die Hersteller Geld, viel Geld. Schätzungen – u.a. des Grundofen-Anbieters „Abele“ – ergaben, dass seit dem letzten Jahr die Kosten für einen Grundofen im um ca. 20 Prozent angestiegen sind.

Um daher die immens gestiegen Kosten für einen Grundofen zu sparen, spielen mehr und mehr Ofen-Fans mit dem Gedanken, ihn selbst einzubauen. Doch davor sollte man sich ganz sicher sein, dass dieser Ofentyp für einen der richtige ist.

Der Vorteil aber: die vom Grundofen abgegebene Wärme hält wesentlich länger als z.B. die vom Kamin oder Kachelofen. (#01)

Der Vorteil aber: die vom Grundofen abgegebene Wärme hält wesentlich länger als z.B. die vom Kamin oder Kachelofen. (#01)

Wegen hohen Kosten für einen Grundofen: Ofentyp muss zu einem passen

Wer ein Faible für angenehme Wärme, Holz und Behaglichkeit hat, ist – ganz allgemein – mit einem Ofen gut bedient. Ein Grundofen eignet sich laut Fachbetrieben aber nicht für Menschen, die z.B. den ganzen Tag auf der Arbeit sind und nach Dienstschluss zu Hause dann schnell die gewünschte Wärme benötigen.

Denn der Grundofen braucht sehr lange, bis er seine Strahlungswärme abgibt. Die Strahlungen erwärmen – im Gegensatz zu vielen anderen Ofentypen – nämlich nicht die Luft, sondern Oberflächen (Wände, Decken, die menschliche Haut). Und bis die Wärme jene Oberflächen erreicht hat, braucht es seine Zeit.

Der Vorteil aber: die vom Grundofen abgegebene Wärme hält wesentlich länger als z.B. die vom Kamin oder Kachelofen. Auch das erklärt, wieso die Kosten für einen Grundofen teils so hoch sind. Wer aber viel Zeit zu Hause verbringt und damit leben kann, dass sich die Wärme im Raum erst einige Stunden aufbauen muss, der ist mit einem Grundofen gut bedient – vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden. Falls dem nicht so ist, gibt es immer noch die Möglichkeit des Selbsteinbaus, anstatt die Hilfe eines Fachbetriebs in Anspruch zu nehmen.

Video:Grundofen: gesunde Wärme großes Feuer

Selbst einbauen oder einbauen lassen?

Sicherlich wird man mit dem Selbsteinbau erheblich an Kosten für einen Grundofen sparen, zumal man sich die Bezahlung der teuren, unzähligen Arbeitsstunden des professionellen Fachbetriebs spart. Langjährige Grundofen-Selbstbauer sind der Ansicht, dass man mit einem selbstgebauten Exemplar 10 000 Euro und mehr sparen könne.

Am Ende hätte man dann nicht nur erhebliche Kosten für einen Grundofen gespart, sondern auch noch einen Ofen mit allerlei Extras: einer beheizten Sitzbank, einem Backofen, Warmwasseraufbereitung und einer hohen, Brennholz-bedingten kWh-Leistung. Dennoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass man – selbst bei großem handwerklichen Geschick und langjähriger Erfahrung an der Werkbank – nur schwer komplett ohne fachkundige, externe Hilfe auskommen wird. Vielen (Hobby-) Selbstbauern und Handwerkern fehlen das nötige Know-How und die Expertise, wenn es z.B. um Fragen der richtigen Konstruktion, der Statik und vor allem auch der Betriebs- sowie Funktionssicherheit, geht.

Fazit: der komplett eigenständige Selbstbau ist nur Grundofen-Kennern und erfahrenen Selbstbauern in diesem Bereich, zu empfehlen. Alle anderen sollten auf einen Fachbetrieb zurückgreifen und – um Kosten für einen Grundofen zu sparen – diesen nicht als Ganzhaus-Heizung planen.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: Patrizia Tilly-#01:rupbilder

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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