Leder-Hybride bei Möbeln und Autositzen: Kontaktstellen aus echtem Leder, der Rest aus Kunstleder

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Leder ist ein Material, das sich bei vielen Menschen ungemein hoher Beliebtheit erfreut. Nicht zuletzt seine Langlebigkeit ist es, die dafür sorgt, dass die Kunden bei bestimmten Gegenstände oder Kleidungsstücken echtes Leder dem Kunstleder vorziehen.

Elemente bzw. Rest aus Kunst Leder bei bestimmten Produkten sinnvoll

Jedoch gibt es auch Produkte, z.B. Möbel, die zum Großteil (etwa die Sitz- oder Liegeflächen) aus Echtleder bestehen, einzelne Elemente oder Reste dann aber aus Kunstleder hergestellt sind. Während die Kontaktseiten etwa bei Autositzen oft aus echtem Leder gemacht sind, setzt sich der Rest aus Kunstleder zusammen. Diese Produkte – zu Teilen aus echtem und dem Rest aus Kunstleder – sind heute keine Seltenheit und kommen vor allem in der Automobilbranche zur Anwendung.

Vor allem bei französischen, japanischen und amerikanischen Autos ist es oft der Fall, dass typische Kontaktflächen echt Leder sind, die restlichen Bereiche der Sitzgarnitur aber aus Kunstleder bestehen. Denn an Stellen, an denen kein echtes Leder unbedingt von Nöten ist, kann auf dieses verzichtet werden. Schließlich sind Verarbeitung und Produktion teurer als bei Kunstleder, was sich am Ende dann auch im Geldbeutel des Kunden bzw. Verbrauchers niederschlägt.

Jedoch gibt es auch Produkte, z.B. Möbel, die zum Großteil (etwa die Sitz- oder Liegeflächen) aus Echtleder bestehen, einzelne Elemente oder Reste dann aber aus Kunstleder hergestellt sind.

Jedoch gibt es auch Produkte, z.B. Möbel, die zum Großteil (etwa die Sitz- oder Liegeflächen) aus Echtleder bestehen, einzelne Elemente oder Reste dann aber aus Kunstleder hergestellt sind. (#01)

Aber natürlich gibt es viele Waren und Produkte, vor allem auch aus den Bereichen Textilien und Möbeln, die nicht aus einer Kombination aus beiden Arten produziert wurden. Dort existieren also kein Reste oder Teile am Produkt, die aus Kunstleder sind.

Wichtig ist zu wissen, dass beide Materialien ihre ganz eigenen, spezifischen Vorteile haben, weshalb die Hersteller sie gezielt für jene Segmente, Sparten und für solche Anforderungen einsetzen, bei denen der Nutzen voll zur Geltung kommt.

Kunstleder empfiehlt sich z.B. bei Gegenständen, die unbeständigen und widrigen Wetterverhältnissen trotzen müssen. Es ist kaum wetterempfindlich, deshalb werden daraus oftmals Lederjacken, Motorrad-Sitze oder auch Polster für Möbel gemacht, die sich im Garten bzw. im Freien befinden.

Auch bei Möbeln möglich: Kontaktseiten aus echtem, Rest aus Kunstleder

Echtes Leder bzw. reine Echtleder-Garnituren hingegen werden von vielen Menschen bei Möbeln bevorzugt, oft in ganz unterschiedlichen Farben. Möbel stehen im Haus oder in der Wohnung und sind daher keinen Wetterschwankungen ausgesetzt. Aber: besteht ein Möbelstück, etwa eine Couch oder ein Sessel, aus Kunstleder, so können sich schnell Risse zeigen – ganz unabhängig von der verwendeten Farbe.

Das zeigt sich vor allem wieder bei den Kontaktseiten bzw. –stellen (Armlehnen, Rücken, Vorderseite der Kopfstütze und Sitzflächen), also wenn es zum direkten, häufigen Kontakt von Haut und Leder und somit zur Reibung kommt. Hier empfiehlt sich echtes Leder, der Rest bzw. einige Teilflächen, können dann aus Kunstleder bestehen. Dadurch wird das Produkt wieder günstiger.

Grundsätzlich ist zu sagen: auch das in PKWs eingesetzte Kunstleder ist sehr robust und widerstandsfähig.

Grundsätzlich ist zu sagen: auch das in PKWs eingesetzte Kunstleder ist sehr robust und widerstandsfähig. (#02)

„Textilleder“ bezeichnet Möbel mit Echtleder-Kontaktstellen, der Rest ist Kunstleder

Grundsätzlich ist zu sagen: auch das in PKWs eingesetzte Kunstleder ist sehr robust und widerstandsfähig. Erst wenn dieses tatsächlich viele Jahre in Benutzung ist, kann es zu den Kunstleder-typischen Abnutzungserscheinungen und Schäden kommen, wie Narben und Risse. Die obere Schicht des Leders platzt dann auf und das (textile) Untergewebe tritt zum Vorschein. Dies sieht unschön aus und ist vor allem bei den Möbeln im heimischen Wohnzimmer ärgerlich.

Daher sollte man sich überlegen, zumindest lieber ein Mischprodukt aus Kunst- und echtem Leder zu erwerben, als reine Kunstleder-Garnituren. Die Hersteller sind zwar verpflichtet, „Hybrid“-Produkte kenntlich zu machen. Das machen viele Produzenten zwar auch, jedoch oft nur im „Kleingedruckten“, oder es wird die allgemein oft missverständlich interpretierte Bezeichnung „Textilleder“ benutzt.

Da einige Kunden „Textilleder“ dann mit reinem Echtleder verwechseln, wissen sie nicht, dass sich Teilflächen ihrer neu erworbenen Couch – sollte diese Bezeichnung vorhanden sein – aus Kunstleder zusammensetzen.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:arthorn-#01:indiraswork-#02:Martin Debus

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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