Parkettkleber für Fußbodenheizung: Die richtige Auswahl ist wichtig

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Die meisten Menschen, die eine Fußbodenheizung nutzen, entscheiden sich für einen Fliesenboden. Es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten. Wenn Sie einen Holzboden auswählen, müssen Sie unbedingt auf einen geeigneten Parkettkleber achten.Parkettboden und Fußbodenheizung: eine immer häufigere Kombination

Parkett richtig verklebt: Nur mit welchem Kleber?

Die meisten Menschen denken beim Begriff Fußbodenheizung zunächst an einen gemütlich warmen Fliesenboden. Das stellt schließlich die beliebteste Kombination in diesem Bereich dar. Auf diese Weise wird der kalte Fliesenboden sehr behaglich. Allerdings können Sie die Fußbodenheizung auch mit anderen Bodenbelägen kombinieren. Es bietet sich beispielsweise an, einen Vinyl- oder einen Parkettboden zu verwenden. Beide Möglichkeiten werden in deutschen Haushalten immer beliebter. Wenn Sie das natürliche Erscheinungsbild eines Holzbodens mögen und dennoch nicht auf die wohlige Wärme der Fußbodenheizung verzichten möchten, dann liegen Sie voll im Trend. Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Verwendung von Parkettböden in Deutschland weitestgehend stabil bleibt.

Die Branche setzte in den Jahren zwischen 2012 und 2015 stets zwischen 450 und 475 Millionen Euro um. Das zeigt, dass die Verwendung von Holzböden in Deutschland recht konstant ist. Einen erheblichen Anstieg gab es hingegen bei der Verwendung von Fußbodenheizungen. Eine Erhebung des Marktanalye-Instituts Interconnection Consulting zeigte für ausgewählte europäische Länder in den Jahren zwischen 2014 und 2017 im Bereich der verlegten Flächen einen Anstieg von knapp 43 Millionen auf mehr als 50 Millionen Quadratmeter an.

Die Prognose für 2020 lautet, dass dieser Wert auf beinahe 59 Millionen Quadratmeter ansteigen wird. Der Anstieg lag in den letzten beiden Jahren jeweils bei über sechs Prozent. Diese Werte zeigen an, dass die Fußbodenheizung immer beliebter wird. In Verbindung mit den konstanten Werten bei der Verwendung von Holzböden ergibt sich daraus, dass immer mehr Menschen Parkett auf einer Fußbodenheizung verlegen möchten.

Wenn Sie sich für diese Kombination entscheiden, dann ist es sehr wichtig, auf einen geeigneten Parkettkleber zu achten.Ist es überhaupt möglich, eine Fußbodenheizung mit einem Parkettboden zu verwenden? Da die Kombination aus einem Holzboden und einer Fußbodenheizung nicht allzu häufig ist, fragen sich viele Menschen, ob das überhaupt möglich ist. Das lässt sich mit ja beantworten – wenn Sie auf den richtigen Parkettkleber achten. Allerdings stellt sich die Frage, ob dies wirklich sinnvoll ist. Eine Fußbodenheizung hat insbesondere bei Fliesen sehr positive Effekte. Diese Platten wirken im Winter sehr kalt und ungemütlich. Durch ein entsprechendes Heizsystem erzeugen Sie jedoch eine gemütliche Wärme. Ein Parkettboden wirkt jedoch auch ohne Fußbodenheizung warm und angenehm.

Daher fällt einer der entscheidenden Vorteile dieses Systems weg. Außerdem ist die Wärmeleitfähigkeit dieses Materials deutlich geringer als bei Fliesen. Das reduziert die Effizienz der Heizung. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kombination aus Parkettboden und Fußbodenheizung zwar möglich ist, dass dabei die großen Vorteile dieses Heizsystems jedoch kaum zur Geltung kommen. Wenn bereits eine entsprechende Heizung in Ihrem Haus installiert ist und Sie fortan einen Parkettboden genießen möchten, dann ist diese Kombination problemlos möglich. Sollten Sie hingegen einen Neubau planen, gibt es eventuell sinnvollere Alternativen.

Wenn man einen Parkettboden verlegt, bestehen hierfür grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten. Eine Alternative besteht darin, den Boden fest mit dem Untergrund zu verkleben.

Wenn man einen Parkettboden verlegt, bestehen hierfür grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten. Eine Alternative besteht darin, den Boden fest mit dem Untergrund zu verkleben. (#01)

Parkettkleber oder schwimmende Verlegung: Was bietet sich bei der Verwendung einer Fußbodenheizung an?

Wenn man einen Parkettboden verlegt, bestehen hierfür grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten.

  • Eine Alternative besteht darin, den Boden fest mit dem Untergrund zu verkleben.
  • Doch kommt auch eine schwimmende Verlegung in Betracht. Das bedeutet, dass der Boden lose auf dem Untergrund aufliegt. Die einzelnen Dielen sind jedoch durch ein Klick-System miteinander verbunden. Auf diese Weise entsteht dennoch ein fester Halt.

Wenn man den Holzboden mit einer Fußbodenheizung kombinieren will, dann stellt sich die Frage, welche dieser Alternativen besser geeignet ist.

Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig: Ein verklebter Parkettboden. Das liegt daran, dass bei einem schwimmenden Boden in der Regel eine Schaumstoffmatte als Unterlage zum Einsatz kommt. Diese dient der Trittschalldämmung. Allerdings reduziert sie die Wärmeleitfähigkeit des Bodenbelags erheblich. Auf diese Weise kann die Wärme der Heizung deutlich schlechter in den Raum ausstrahlen. Darunter leidet die Effizienz.

Es kommt hinzu, dass bei der schwimmenden Verlegung manchmal Hohlräume entstehen. Auch diese haben einen dämmenden Effekt. Aus diesen Gründen sollten Sie stets einen Klebstoff verwenden, wenn Sie einen Parkettboden mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Moderne Parkettkleber mit wenigen Lösungsmitteln

Noch vor rund zehn Jahren wiesen Parkettkleber viele Lösungsmittel auf. Das sorgte für einen stechenden Geruch, der sich lange in den Wohnräumen hielt. Das war nicht nur unangenehm, sondern führte auch zu einer gesundheitlichen Belastung. Insbesondere in Kombination mit einer Fußbodenheizung war dieser Effekt sehr nachteilig. Die Wärmeeinwirkung führte dazu, dass noch mehr Lösungsmittel entweichen konnten.

Mittlerweile weist der Montageklebstoff jedoch in der Regel nur noch eine geringe Zahl an Lösungsmitteln auf. Das reduziert die Geruchsbelästigung erheblich und führt dazu, dass Sie den Bodenbelag auch auf einer Fußbodenheizung verkleben können.

Eine Alternative besteht darin, den Boden fest mit dem Untergrund zu verkleben. Doch kommt auch eine schwimmende Verlegung in Betracht. Das bedeutet, dass der Boden lose auf dem Untergrund aufliegt.

Eine Alternative besteht darin, den Boden fest mit dem Untergrund zu verkleben. Doch kommt auch eine schwimmende Verlegung in Betracht. Das bedeutet, dass der Boden lose auf dem Untergrund aufliegt. (#02)

Parkettkleber: Unterschiedliche Arten

Wenn Sie einen Parkettklebstoff auswählen, dann haben Sie die Auswahl aus mehreren verschiedenen Arten. Diese weisen ganz unterschiedliche Eigenschaften auf. Daher ist es wichtig, sich über das Verhalten dieser Parkettkleber gründlich zu informieren. Auf diese Weise wird schnell deutlich, welche Alternative sich für Fußbodenheizungen am besten eignet.

  • Silan Parkettkleber:
    Ein Parkettkleber auf Silanbasis wird häufig auch als Elastikkleber bezeichnet. Der Grund dafür besteht darin, dass hierbei keine starre Verbindung entsteht. Zwar bietet dieser Klebstoff einen ausgezeichneten Halt, doch ist er dennoch leicht flexibel. Silan-Parkettkleber kommen häufig für Massivparkett zum Einsatz, doch können Sie diesen Kleber auch für Fertigparkett verwenden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass dieser Montageklebstoff schnell aushärtet, sodass Sie die Räume schon bald nutzen können. Aufgrund des geringen Anteils an Lösungsmitteln kommt es kaum zu einer Geruchsentwicklung. Der einzige Nachteil besteht darin, dass die Kosten hierfür etwas höher sind als bei den übrigen Alternativen.
  • Dispersionsparkettkleber:
    Etwas günstiger ist es, Dispersionsklebstoff zu verwenden. Auch dieser zeichnet sich durch einen geringen Anteil an Lösungsmitteln und durch eine schnelle Aushärtung aus. Allerdings ist die Handhabung nicht ganz so einfach wie beim Silan-Kleber. Das führt dazu, dass die Verwendung nur für geübte Heimwerker oder professionelle Handwerker zu empfehlen ist. Dieser Kleber wird nach dem Aushärten sehr starr. Er kommt seltener für Massivparkett, sondern vorwiegend für Fertig- und Mosaikparkett zum Einsatz.
  • 2K PU Parkettkleber:
    Die Abkürzung PU steht für Polyurethan. Dabei handelt es sich um den chemischen Stoff, aus dem dieser Klebstoff besteht. Die Bezeichnung 2K steht für zwei Komponenten. Diese Bezeichnung kommt daher, dass es notwendig ist, diesen Parkettkleber aus zwei verschiedenen Bestandteilen anzumischen. Das bringt zwar zusätzlichen Aufwand mit sich, doch zahlt sich dieser aus: Die Festigkeit bei diesem Kleber ist deutlich höher als bei den anderen Alternativen. Außerdem ist die Aushärtungszeit sehr gering. Auch hierbei handelt es sich um einen Parkettkleber, der eine starre Verbindung erzeugt. Ein Problem besteht darin, dass dieses Material sehr schnell aushärtet und seine Klebewirkung verliert. Daher dürfen Sie beim Verlegen des Parketts keine Zeit verlieren. Sonst ist es notwendig, den Kleber wieder zu entfernen, was viel Aufwand mit sich bringt. Aufgrund dieser Schwierigkeiten verwenden meistens nur professionelle Handwerker einen 2K PU Parkettkleber.
Nun stellt sich die entscheidende Frage, welcher dieser Parkettkleber für die Verbindung mit der Fußbodenheizung am besten geeignet ist. Um diese zu klären, ist es wichtig, zu beachten, dass sich das Holz bei einem starken Temperaturanstieg ausdehnt.

Nun stellt sich die entscheidende Frage, welcher dieser Parkettkleber für die Verbindung mit der Fußbodenheizung am besten geeignet ist. Um diese zu klären, ist es wichtig, zu beachten, dass sich das Holz bei einem starken Temperaturanstieg ausdehnt.(#03)

Der richtige Parkettkleber für die Fußbodenheizung

Nun stellt sich die entscheidende Frage, welcher dieser Parkettkleber für die Verbindung mit der Fußbodenheizung am besten geeignet ist. Um diese zu klären, ist es wichtig, zu beachten, dass sich das Holz bei einem starken Temperaturanstieg ausdehnt. Das führt gerade bei der Verwendung einer Fußbodenheizung dazu, dass sich die Holzdielen bewegen. Wenn Sie nun einen starren Parkettklebstoff verwenden, dann kann das Probleme mit sich bringen. Häufig führen die Spannungen dazu, dass sich der Kleber vom Estrich ablöst. Um dies zu vermeiden, ist es in diesem Fall sinnvoll, einen Elastikkleber zu verwenden – also einen silanbasierten Parkettkleber.

Die Auswahl des richtigen Parkettklebstoffs mit einem Fachmann absprechen

Wenn Sie einen Parkettboden auf einem Untergrund mit einer Fußbodenheizung verlegen möchten, dann ist es sinnvoll, dieses Vorhaben mit einem Fachmann abzusprechen. Wenn Sie ein Handwerksunternehmen damit beauftragen wollen, dann sollten Sie diesen Aspekt bei den Planungen ausdrücklich erwähnen, um späteren Problemen vorzubeugen. Wenn Sie diese Aufgabe selbst durchführen möchten, ist es sinnvoll, sich an einen unabhängigen Berater zu wenden. Das gibt Ihnen die Sicherheit, den richtigen Kleber für den Parkettboden zu verwenden.

Wenn Sie den Boden verlegt haben, sollte dieser fest haften. Allerdings kommt es in diesem Bereich gelegentlich zu Problemen.

Wenn Sie den Boden verlegt haben, sollte dieser fest haften. Allerdings kommt es in diesem Bereich gelegentlich zu Problemen.(#04)

Was tun bei Problemen mit dem Parkettklebstoff

Wenn Sie den Boden verlegt haben, sollte dieser fest haften. Allerdings kommt es in diesem Bereich gelegentlich zu Problemen. Hin und wieder lösen sich einzelne Holzdielen aus dem Bodenbelag. Das kann erhebliche Nachbesserungen notwendig machen, die hohe Kosten verursachen. Daher stellt sich für die Wohnungsbesitzer häufig die Frage, was in diesem Fall zu tun ist. Wenn Sie ein Handwerksunternehmen für diese Aufgabe beauftragt haben, dann sollten Sie das Problem als erstes hier reklamieren.

Häufig bessern die Betriebe den Schaden schnell und unentgeltlich nach. Wenn Sie die Arbeiten selbst durchgeführt haben, dann ist eine Reklamation jedoch schwieriger. Sollten Sie die Dienste eines Beraters in Anspruch genommen haben, sollten Sie sich auf jeden Fall bei diesem erkundigen, worauf er die Probleme zurückführt. Sollten diese Schritte keine Lösung bringen, dann können Sie sich an eine Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe wenden.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen ist unter folgender Adresse ansässig:

Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände – Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
Markgrafenstraße 66
10969 Berlin
Tel.: 030/25800-0
Fax: 030/25800-518

Hier erhalten Sie zwar keine persönliche Beratung, aber grundsätzliche Informationen zu Ihrem Problem. Außerdem vermittelt Ihnen der Bundesverband die Kontaktdaten der Verbraucherzentralen der einzelnen Bundesländer. Diese gehen individuell auf Ihr Problem ein und helfen Ihnen dabei, einen Sachverständigen für die Begutachtung des Schadens zu finden.

Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie davon ausgehen, dass ein Fremdverschulden vorliegt – beispielsweise weil der Handwerker seine Aufgaben nicht richtig erledigt hat oder weil der Kleber trotz sachgemäßer Anwendung seine Haftwirkung nicht richtig entfaltet. Der Sachverständige kann Ihnen Auskunft darüber geben, ob Sie Anspruch auf Schadensersatz haben.

Eine Fußbodenheizung zusammen mit einem Parkettboden zu verwenden, stellt zwar eine recht ungewöhnliche Kombination dar, doch ist sie durchaus möglich.

Eine Fußbodenheizung zusammen mit einem Parkettboden zu verwenden, stellt zwar eine recht ungewöhnliche Kombination dar, doch ist sie durchaus möglich.(#05)

Parkettboden und Fußbodenheizung: Kein Problem mit dem richtigen Parkettkleber

Eine Fußbodenheizung zusammen mit einem Parkettboden zu verwenden, stellt zwar eine recht ungewöhnliche Kombination dar, doch ist sie durchaus möglich. Wenn Sie sich hierfür entscheiden, dann müssen Sie in erster Linie auf einen geeigneten Parkettkleber achten. Da sich Holz bei Wärmeschwankungen stark ausdehnt, ist es sehr wichtig, dass dieser eine hohe Elastizität aufweist. Das gleicht die Spannungen, die beim Heizen entstehen, wieder aus.

Aus diesem Grund sollten Sie auf jeden Fall einen Silankleber verwenden. Wenn Sie diesen Grundsatz berücksichtigen, dann steht dem Verlegen des Parkettbodens nichts mehr im Wege – selbst wenn Sie eine Fußbodenheizung im entsprechenden Raum installiert haben.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Dmitry Kalinovsky -#01:photographerstudio -#02: Elizaveta Galitckaia -#03: Dmitry Kalinovsky -#04: bane.m-#05: PlusONE

About Author

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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