Sandkasten aufstellen: Planung und Tipps für den ungetrübten Buddelspaß

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Die einen setzen auf einen fertigen Sandkasten, den sie nur noch aufstellen müssen, die anderen hingegen versuchen sich als Heimwerker und lassen selbst die tollsten Buddelgelegenheiten für die Kleinsten entstehen.

Eine umfangreiche Bauanleitung inkl. Sandmengenrechner für Sandkästen finden Sie z.B. bei www.gartenbista.de. Doch egal, welche Variante gewählt wird – auf einige Dinge muss beim Aufstellen des Sandkastens unbedingt geachtet werden. Dazu gehört der Standort zum einen, der Unterbau zum anderen.

Sandkasten aufstellen: Die Wahl des Standorts

Kinder wollen mit Schaufeln und Eimern spielen, wollen Sandburgen auch ohne Strand und Meer entstehen lassen. Dabei von der Tageszeit und der Sonneneinstrahlung abhängig sein? Das macht auf Dauer keinen Spaß, daher ist die Wahl des richtigen Standorts für den Sandkasten unbedingt wichtig.
Zuerst einmal gilt, dass ein Sandkasten nicht von jetzt auf gleich aufgestellt und bestens platziert ist. Das mag bei Sandmuscheln gehen, die nur mit wenig Sand befüllt werden und jederzeit transportabel sind. Ein fester Sandkasten hingegen will überlegt aufgestellt werden, denn er wechselt seinen Standort nicht einfach so.
Der Sandkasten muss in den Garten passen und dort seinen perfekten Standort finden. Wichtig sind hier unter anderem die folgenden Punkte, die immer dann relevant sind, wenn der Garten nicht nur ein reiner Kinderspielplatz sein soll:

  • Der Rasenmäher muss am Sandkasten vorbeifahren können. Das heißt, der Mindestabstand zum Zaun, zu Bäumen und Sträuchern oder anderen „Hindernissen“ sollte mindestens so groß sein wie der Rasenmäher breit.
  • Stehen Obstbäume im Garten, sollte das Obst nicht in den Sandkasten fallen können.
  • Sträucher mit Früchten oder Dornen dürfen nicht in den Sandkasten wachsen oder in seiner Nähe ranken.
  • Auch Blühpflanzen dürfen nicht zu dicht am Sandkasten stehen, denn die Bienen und Hummeln können den kleinen Sandzwergen gefährlich werden.

Der Sandkasten sollte nicht tiefer stehen als der Rest des Gartens – das Aufstellen in einer Senke sollten Sie vermeiden. Der Grund: Sollte es stärker regnen, sammelt sich in der Senke das Wasser und der Sandkasten wird zum unfreiwilligen Swimmingpool respektive zum Matschbecken. Im Sommer mag das für die Kinder noch lustig sein, Sinn und Zweck der Sache ist es allerdings auch dann nicht.

Bodenwellen und Schrägen sind zum Aufstellen des Sandkastens ungeeignet. Auch eher feuchte Stellen im Garten sind nicht ideal, denn hier fühlen sich Schimmelpilze und Ungeziefer wohl. Wer ständig im Sandkasten mit Ameisen und Schnecken kämpfen muss, wird diesen bald nicht mehr mögen.
Wichtig ist des Weiteren, dass sich im Sandkasten kein Kontakt mit Sand oder anderen Untergründen ergibt. Denn sobald sich diese Stoffe vermengen, ist der ungetrübte Buddelspaß vorbei. Ein ständiger Austausch des Spielsandes wäre nötig, was nicht nur teuer ist, sondern auch durch die Anwendung eines Schutzvlieses unnötig wird.

Sie sind noch unsicher, welcher Standort der beste für den neuen Sandspielplatz der Kinder ist? Dann stellen Sie bitte zuerst nur den Rahmen auf, dieser ist leicht und kann einfach zusammengesteckt werden (je nach erworbenem oder selbst gebautem Modell). Stellt sich dabei heraus, dass dieser Standort nicht gut ist, lässt sich der Sandkasten einfach woanders aufbauen.

Die einen setzen auf einen fertigen Sandkasten, den sie nur noch aufstellen müssen, die anderen hingegen versuchen sich als Heimwerker und lassen selbst die tollsten Buddelgelegenheiten für die Kleinsten entstehen. (#01)

Die einen setzen auf einen fertigen Sandkasten, den sie nur noch aufstellen müssen, die anderen hingegen versuchen sich als Heimwerker und lassen selbst die tollsten Buddelgelegenheiten für die Kleinsten entstehen. (#01)

Aufstellen auf Vlies ist Pflicht

Wenn Sie einen Sandkasten aufstellen wollen, sollten Sie nicht auf das eben bereits erwähnte Vlies verzichten. Dieses ist wasserdurchlässig und verhindert, dass sich Regenwasser oder „Bauwasser“ von Sandburgen und Förmchenbauarbeiten im Kasten sammelt. Dennoch lässt das Vlies erdiges Wasser hinein, wenn die Wiese unter dem Sandkasten unter Wasser steht. Ideal ist das nicht! Sinnvoll ist es daher, eine Grube unter den Sandkasten zu bringen, wodurch eine Drainage mit Kies oder Splitt hergestellt werden kann. Somit lässt sich auch der Wasseraustausch regulieren. Sollte es stärker regnen, sorgt die Drainage für einen raschen Abfluss der Regenfluten.

Befestigen Sie das Unkrautvlies zum Beispiel mithilfe von Tackernadeln am Rand des Sandkastenrahmens oder stellen Sie den Sandkasten einfach auf das Vlies. Allerdings ist diese Vorgehensweise besonders bei kleinen Kindern mit Vorsicht zu betrachten. Diese haben nur allzu oft die Eigenart, an allem zu zupfen. Dabei sind die Kleinen erschreckend emsig und geschickt – schon bald wird sich die eine oder andere Nadel lösen. Das kann gefährlich werden, daher ist es besser, das Vlies entweder an der Außenseite anzubringen oder eben durch den Sandkasten selbst zu beschweren.

Wieso ein Vlies statt einer Folie verwendet werden sollte? Der Grund ist ganz einfach: Das Vlies lässt die Erde atmen, lässt Wasser hindurchsickern und bildet dennoch eine Sperre zwischen Spielsand und Untergrund. Außerdem verhindert es den Bewuchs mit Unkraut und verringert die Gefahr, dass sich Ameisen den Sandkasten als neue Heimat aussuchen. Die unter dem Sandkasten befindliche Grasnarbe wird schon bald faulen – durch das Vlies können die abgestorbenen Pflanzenteile nicht in den Spielsand gelangen. So schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Bei einer Folie hingegen wird das natürliche Klima gestört. Tiere sterben, Pflanzen ebenso. Auch wenn die Folie natürlich sehr effektiv vor Bewuchs schützt und auch Maulwürfe und Würmer nicht hindurch lässt, sollte sie nicht zum Einsatz kommen. Sie ist nicht besonders reißfest und gibt ab, wenn ein Kind etwas zu fest mit dem Spaten oder mit der Schippe buddelt.

Es gibt verschiedene Methoden, den Sandkasten aufzustellen – optimal ist es aber, wenn eine Grube und eine Drainage vorhanden sind und diese mit dem erwähnten Vlies ergänzt werden. (#03)

Es gibt verschiedene Methoden, den Sandkasten aufzustellen – optimal ist es aber, wenn eine Grube und eine Drainage vorhanden sind und diese mit dem erwähnten Vlies ergänzt werden. (#03)

Los geht’s! Sandkasten aufstellen: Benötigte Materialien

Die folgenden Werkzeuge kommen im Allgemeinen zum Einsatz, wenn es an das Aufstellen eines Sandkastens geht:

  • Schraubendreher: als Kreuz- oder Schlitzschraubendreher, der Allrounder für alle Schrauben (und für diverse andere Tätigkeiten, bei denen etwas zum Piken gebraucht wird)
  • Akkuschrauber: wenn nicht alles per Hand geschraubt werden soll
  • Bohrer: als Holzbohrer zum Vorbohren der Schraubenlöcher
  • Hammer und Gummihammer: zum perfekten Ausrichten der Bretter
  • Wasserwaage: zum Ausgleich des „optischen Knicks“ des Aufstellers – zum Ausrichten des Sandkastens
  • Schaufel: zum Ausgleich von Bodenunebenheiten und zum Graben
  • Cutter Messer oder scharfe Schere: zum Schneiden des Vlieses
  • Zollstock
  • Tacker
  • Sicherungspflöcke: gegen das Verrutschen des Sandkastens

So gerüstet kann mit dem Aufstellen des Sandkastens begonnen werden.

Sandkasten mit Grube und Drainage errichten

Es gibt verschiedene Methoden, den Sandkasten aufzustellen – optimal ist es aber, wenn eine Grube und eine Drainage vorhanden sind und diese mit dem erwähnten Vlies ergänzt werden. Der Aufwand scheint auf den ersten Blick sehr groß zu sein, doch er rechnet sich in jedem Fall! Hier werden die Kleinen viele Jahre spielen, ohne dass große Nacharbeiten am Sandkasten anfallen oder der ständige Austausch des Spielsandes nötig wird.

Die Grube gleicht Unebenheiten aus und bringt den benötigten Platz für eine Drainage. Diese wiederum soll das Wasser, welches in Form von Regen- und „Gießwasser“ von oben kommt, ableiten und das Wasser von unten puffern. Das verhindert stauende Nässe sowie Fäulnisprozesse. Wie tief die Grube ist, hängt von der gewünschten Höhe des Spielsandes ab, meist wird die Drainage zwischen fünf und zehn Zentimeter betragen müssen. Wer ganz professionell vorgeht und auch noch Pflastersteine als Untergrund einbaut, muss deren Stärke ebenfalls noch mit einrechnen. Meist sind Gruben ausreichend, die zwischen 30 und 40 cm tief sind.

Für die Drainage eignet sich runder Kies am besten, auch Sandsplitt ist gut geeignet.Wer nur das Nötigste machen möchte, legt das Vlies auf die Erde und stellt den Sandkasten darauf. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass der Aufbau rasch möglich ist, die lieben Kleinen können schon bald losbuddeln. Außerdem lässt sich solch ein Sandkasten auch rasch wieder entfernen, ohne dass umständlich große Gruben verschlossen werden müssen. Nachteilig ist aber, dass der Sandkastenrahmen dann auch die mögliche Buddeltiefe der Kinder vorgibt – baggern oder buddeln wird dann sehr schwer. Nachteilig ist bei dieser Vorgehensweise auch, dass das Wasser nicht richtig abläuft. In der kühlen Jahreszeit kann damit aus dem Sandkasten ein Matschloch werden.

Wenn man diese Tipps beherzigt, kann jeder halbwegs talentierte Heimwerker seinen schönsten Sandkasten bauen. Diese Modelle können noch durch einige Zusatzleistungen verschönert werden. So stellt sich die Frage nach dem Fundament: Soll dieses aus Gehwegplatten bestehen oder aus Pflastersteinen? Der Vorteil eines solchen Steinfundaments liegt (#02)

Wenn man diese Tipps beherzigt, kann jeder halbwegs talentierte Heimwerker seinen schönsten Sandkasten bauen. Diese Modelle können noch durch einige Zusatzleistungen verschönert werden. So stellt sich die Frage nach dem Fundament: Soll dieses aus Gehwegplatten bestehen oder aus Pflastersteinen? Der Vorteil eines solchen Steinfundaments liegt (#02)

Sandkasten aufstellen auf Plattenfundament

Tipps rund ums Bauen eines Sandkastens bietet diese Seite . Wenn man diese Tipps beherzigt, kann jeder halbwegs talentierte Heimwerker seinen schönsten Sandkasten bauen. Diese Modelle können noch durch einige Zusatzleistungen verschönert werden. So stellt sich die Frage nach dem Fundament: Soll dieses aus Gehwegplatten bestehen oder aus Pflastersteinen? Der Vorteil eines solchen Steinfundaments liegt auf der Hand, denn es ist robust und eben, es schützt den Spielsand sehr gut vor der Durchmengung mit Gartenerde. Außerdem steht der Sandkasten deutlich stabiler und vor allem gerade.

Allerdings sollte ein wenig Geschick im Bau eines solchen Fundaments vorliegen. Ist dieses nämlich nicht gerade oder verzieht es sich durch äußere Einflüsse, steht der Sandkasten nicht mehr stabil und der Sand rieselt heraus. Eine hilfreiche Maßnahme ist hier das Verlegen von Platten innen und außen am Rahmen des Sandkastens entlang. Das hat noch einen weiteren Vorteil: Der Sandkasten ist dadurch ebenfalls gegen ein Verrutschen geschützt. Wird das Vlies an der Innenseite angebracht, verhindert das ebenfalls das Ausrieseln des Spielsandes.

Den Sand dort lassen, wo er hingehört

Vielen Kindern macht es Spaß, den Spielsand aus dem Sandkasten zu befördern und damit den Rasen zu streuen. Eine weitaus ärgerlichere Sache ist es jedoch, wenn der Sand einfach aus dem Sandkasten rieselt, was vor allem durch ein unfreiwilliges Verrutschen oder versehentliches Anheben passieren kann. Wer mit dem Rasenmäher zu dicht an den Sandkasten fährt, kann schnell einhaken und diesen anheben. Schon ist es passiert – der Sand sucht sich seinen Weg ins Freie und lässt sich dabei ähnlich schlecht aufhalten wie Wasser.

Dagegen gibt es verschiedene Vorbeugungsmaßnahmen:

  • Lassen Sie den Rahmen des Sandkastens ein Stück weit in die Erde ein.
  • Befestigen Sie das Vlies gut am Rahmen des Sandkastens – Sie bauen damit eine Art Wanne, die den Sand zurückhält.
  • Nutzen Sie Befestigungspflöcke und rammen Sie diese innen und außen an den Brettern des Sandkastens in die Erde. Diese halten ihn an Ort und Stelle und verhindern das Verrutschen.

Ein Tipp: Damit der Spielsand nicht nur von unten geschützt ist, sondern auch von oben sauber bleibt, empfiehlt sich das Überspannen des Sandkastens mit einer Schutzplane. Diese verhindert, dass Katzen den Sandkasten als Klo benutzen und sorgen dafür, dass Laub und andere potenzielle Verunreiniger ferngehalten werden.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titebild: _RonGreeer .com-#01:  atalia Kirichenko -#02:  RonGreeer.com-#03: _ Juliya Shangarey



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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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