Sind Schnecken Ungeziefer? Was kann man gegen sie tun?

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Beschäftigen Sie sich bei der Gartenarbeit mit der Frage: Sind Schnecken Ungeziefer? Auf den ersten Blick vernichten die gefräßigen Tiere mühsam gezogenes Gemüse und können in einer Nacht ganze Blumen auffressen. Das ärgert Hobbygärtner im Gemüsegarten ebenso, wie im Blumenbeet, auf Balkonen und Terrassen. Schnecken sind unter Gärtnern daher ähnlich gefürchtet, wie Blattläuse und Wühlmäuse. Doch was hilft gegen Schnecken und wie können Sie Ihre Pflanzen schützen?

Sind Schnecken Ungeziefer?

Bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage: „Sind Schnecken Ungeziefer?“ lohnt sich ein Blick auf ihr Fressverhalten. Die meisten Arten bevorzugen Grünpflanzen und Blühpflanzen mit relativ weichen, dünnen Blättern. Vor allem Nacktschnecken erweisen sich als überaus gefräßig und vernichten manchmal innerhalb einer Nacht eine komplette Blühpflanze oder die frisch gesetzten Gemüsepflanzen.

Gehäuseschnecken sind deutlich kleiner und haben einen geringeren Bedarf an Nahrung. Trotzdem fressen auch sie verschiedene Pflanzenarten an. Schnecken können daher durchaus als Ungeziefer betrachtet werden. Einzelne Arten gelten jedoch nicht als Schädlinge. So ernährt sich die unter Artenschutz stehende Weinbergschnecke beispielsweise überwiegend von welken Blättern oder bereits modrigen Pflanzenteilen. Sie unterstützt einen Hobbygärtner damit bei der Pflanzenpflege und sind ein nützlicher Gartenbewohner.

Gehäuseschnecken sind deutlich kleiner und haben einen geringeren Bedarf an Nahrung. Trotzdem fressen auch sie verschiedene Pflanzenarten an. (#01)

Gehäuseschnecken sind deutlich kleiner und haben einen geringeren Bedarf an Nahrung. Trotzdem fressen auch sie verschiedene Pflanzenarten an. (#01)

Natürliche Feinde der Schnecke ansiedeln

Es gibt einige natürliche Feine der Schnecke, die Sie in Ihrem Garten ansiedeln können, um gegen eine Plage vorzugehen. Besonders effektiv sind Igel, die sich mit großem Hunger über lästige Nacktschnecken hermachen. Richten Sie aus altem Laub ein Igelquartier ein, dann haben Sie im Folgejahr eine deutlich kleinere Schneckenplage.

Auch der Tigerschnegel sollte keinesfalls aus dem Garten vertrieben werden, obwohl er zu den Schneckenarten gehört. Diese Art frisst die Eier der vermehrungsfreudigen Nacktschnecke und dezimiert dadurch ihre Population. Einige größere Tierarten fressen Ungeziefer wie die Schnecke und helfen Ihnen beim Kampf gegen die Plagegeister. Wer zum Beispiel eigene Enten im Garten hat, muss Schnecken nicht mehr fürchten. Sie sind für Enten und Gänse ein wahrer Leckerbissen.

Diese Pflanzen mögen Schnecken gar nicht

Mit einigen Pflanzen schrecken Sie Schnecken ab und können dadurch auch solche Pflanzensorten schützen, die bei den Weichtieren besonders beliebt sind. Eine Abschreckung stellen vor allem stark duftende Kräuter dar. Pflanzen Sie dazu zum Beispiel Kamille, Rosmarin und Thymian ringförmig um die Beete, um die innenliegenden Pflanzenarten zu schützen.

Wenn Sie auf die Frage: Sind Schnecken Ungeziefer? mit einem Ja antworten, sollten Sie auch über die Anpflanzung von dickblättrigen Blumen nachdenken. Sie werden von den meisten Schnecken verschmäht. Außerdem gelten Gräser und Farne mit scharfkantigen Blättern und Stielen als natürliche Schneckenabwehr.

Pflanzen Sie dazu zum Beispiel Kamille, Rosmarin und Thymian ringförmig um die Beete, um die innenliegenden Pflanzenarten zu schützen. (#02)

Pflanzen Sie dazu zum Beispiel Kamille, Rosmarin und Thymian ringförmig um die Beete, um die innenliegenden Pflanzenarten zu schützen. (#02)

Weitere Tipps, um Pflanzen vor Schnecken zu schützen

Die Frage: Sind Schnecken Ungeziefer? beantworten die meisten Hobbygärtner sicherlich mit einem Ja. Deshalb sind Hausmittel und Tricks gefragt, um der Schneckenplage Herr zu werden. Neben Pflanzen, die die Tiere abschrecken, und natürlichen Feinden helfen außerdem diese Tipps:

  • Sammeln Sie im Herbst die Eier der Schädlinge und vernichten Sie sie, um im Frühjahr eine starke Population zu verhindern.
  • Bauen Sie eine Barriere um Ihre Blumenbeete. Dazu eignen sich spezielle Schneckenzäune.
  • Stellen Sie im Sommer eine Bierfalle auf und leeren Sie sie regelmäßig.
  • Die Abendstunden und verregnete Tage können Sie nutzen, um Schnecken von den Pflanzen abzusammeln.
  • Setzen Sie die Tiere anschließend in einem weiter entfernt liegenden Wald beim Spaziergang wieder aus.
  • Gießen Sie Ihre Blumen und Nutzpflanzen morgens, damit am Abend und in der Nacht keine feuchten Böden die Schnecken anlocken.
  • Greifen Sie nur im Notfall zu Gift und chemischen Mitteln im Kampf gegen Schädlinge wie Schnecken, Blattläuse und Wühlmäuse.

Bildnachweis:© Fotolia – Titelbild: Szasz-Fabian Jozsef, #01: mochisu, #02: Team 5



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About Author

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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