Bei der Gera-Langenberg iKWK-Anlage kommen drei zentrale Energieerzeuger und eine flexible Wärmespeisung zum Einsatz: Ein BHKW mit 1,55 MWel und 1,60 MWth deckt Grundlast, unterstützt von zwei je 2 MWth starken Erdgasheizkesseln. Vier Großwärmepumpen entziehen Umgebungsluft Wärme, während eine Power-to-Heat-Einheit Netzstrom in beliebig abrufbare Fernwärme wandelt. Dies ermöglicht die CO2-reduzierte Wärmelieferung für 800 Haushalte mit Ausbaupotenzial bis auf 1200 Wohneinheiten. Die Anlage spart jährlich rund 500 Tonnen CO2 durch Effizienz.
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Zentrale Wärme und Warmwasserversorgung sichert Verlässlichkeit für Gera-Langenberg Bewohner

Innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und regenerative Fernwärme (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)
Nach einer fünfjährigen Projektphase zum Aufbau der Fernwärmeversorgung im Gera-Langenberger Ortsteil hat TWS heute offiziell den Betrieb aufgenommen. In enger Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft „Neuer Weg“ werden 800 bestehende Wohnungen an das neue Wärmeverteilnetz angeschlossen. Das Upgrade gewährleistet eine zentralisierte Wärme- und Warmwasserversorgung, steigert den Bedienkomfort für Mieter und verbessert gleichzeitig Energieeffizienz sowie Umweltbilanz durch reduzierte Wärmeverluste und den Einsatz moderner Versorgungstechnik. Damit trägt das Projekt langfristig zum Klimaschutz bei.
Vier Großwärmepumpen und Elektrokessel ergänzen BHKW und Gaskessel effizient
Mit einem Blockheizkraftwerk, das 1,55 Megawatt Strom und 1,60 Megawatt Wärme produziert, zwei Erdgaskesseln mit je 2 Megawatt, vier Großwärmepumpen a 1 Megawatt thermisch und einem Elektrokessel mit 500 Kilowatt entsteht eine hochkomplexe KWK-Anlage. Dank der bedarfsorientierten Betriebsführung erreicht das System einen exzellenten Gesamtwirkungsgrad und ermöglicht die Einspeisung von rund 5,6 Gigawattstunden überschüssigem Strom ins übergeordnete Netz. Sie profitieren von hoher Verfügbarkeit, optimierter Energienutzung und wirtschaftlicher Flexibilität im Anlagenbetrieb. dauerhaft.
Luft-Wärmepumpen gewinnen erneuerbare Energie, Power-to-Heat speist überschüssigen Strom ein
Vier aufeinander abgestimmte Luft-Wärmepumpen gewinnen Energie aus der freien Atmosphäre, indem sie mithilfe energieeffizienter Kompressoren thermische Leistung erzeugen und in das Fernwärmenetz einspeisen. Gleichzeitig wandelt eine leistungsfähige Power-to-Heat-Anlage elektrischen Netzstrom in Wärme um. Dieses hybride System erlaubt eine intelligente Laststeuerung, berücksichtigt variable Marktpreise und überschüssige Einspeisungen aus erneuerbaren Quellen. Auf diese Weise werden Kosten optimiert, Flexibilität erhöht und der ökologische Fußabdruck der Wärmebereitstellung deutlich reduziert. Zugleich sichert das System Netzstabilität.
Erweiterungsplanung sieht Fernwärmeversorgung von 1.200 Wohneinheiten bis 2028 vor

Innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage und regenerative Fernwärme (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)
Der Geschäftsführer Rico Bolduan hat eine strategische Erweiterung initiiert, die bis zum Jahr 2028 die Kapazitäten der bestehenden Wärmeversorgung deutlich erhöhen soll. Hierbei ist vorgesehen, die Anlage so auszubauen, dass etwa 1.200 Wohneinheiten angeschlossen werden können. Darüber hinaus fungiert dieses Pilotvorhaben als Plattform, um in einem späteren Schritt auch Schulen, Kindertagesstätten sowie weitere Gemeinschaften von Wohn- und Eigentümerseite in die Fernwärmeinfrastruktur der Stadt Gera zu integrieren und betriebliche Einrichtungen umfassend.
Geplante Bauabschnitte im Umsetzungszeitraum 2021 bis 2026 übersichtlich dargestellt
Detaillierte Leistungsdaten der Anlage: BHKW, Wärmepumpe, Elektrokessel und Gaskessel
Das technische Portfolio umfasst ein hocheffizientes BHKW mit 1,55 MW elektrischer Leistung und 1,60 MW thermischer Auskopplung, ein Wärmepumpensystem mit einer Wärmeleistung von 1,0 MW, einen elektrischen Kessel mit 500 kW thermischer Kapazität sowie zwei gasbetriebene Kessel mit je 2 MW thermischer Nennleistung. Diese kombinierte Infrastruktur ermöglicht bedarfsgerechte Lastanpassungen, reduziert Spitzenlasten im Netz und verbessert die Gesamtenergiebilanz durch optimierte Einsatzstrategien aller Komponenten. Kosten und Emissionen bleiben auf ein Minimum begrenzt.
TWS-Anlage erreicht nun maximale Leistung für 1.300 angeschlossene Wohneinheiten
TWS entwickelt zukunftsfähige Wärmekonzepte für kommunale und private Immobilien
Kommunale TEAG-Tochter TWS realisiert innovative Lösungen für Energieversorgung, Dienstleistungen
Die Thüringer Wärmeservice GmbH ist als hundertprozentige Tochter der kommunalen TEAG Thüringer Energie AG mit Verwaltungszentrum in Rudolstadt und Betriebsstandort in Erfurt spezialisiert auf die Planung und Umsetzung klimafreundlicher Energieprojekte. Sie liefert Wärme- und Stromlösungen, umfasst Kälte-, Druckluft- und Stickstofftechnik und beliefert Wohnungsunternehmen, Gewerbe, Industrie sowie Kommunen. Dabei setzt TWS auf innovative Technologien, modulare Systemansätze und Partnerschaften zur Steigerung der Effizienz und Reduzierung von CO2-Emissionen. Es setzt auf erneuerbare Energien.
Fernwärmeprojekt Gera-Langenberg nutzt iKWK und Power-to-Heat für maximierte Energieeffizienz
Mit modernem Blockheizkraftwerk, vier Großwärmepumpen und einer Power-to-Heat-Anlage erzeugt die iKWK-Anlage in Gera-Langenberg sowohl Wärme als auch Strom mit höchster Effizienz. Die Kombination aus Abwärmenutzung, erneuerbarer Umgebungsluft und flexibel einsetzbarem Elektrokessel ermöglicht bedarfsgerechte Leistungsanpassungen und wirtschaftlichen Betrieb. Über das Jahr speist das System etwa 5,6 GWh überschüssigen Strom ins Netz ein und spart rund 500 Tonnen CO2. Ausbaustufe II soll bis 2028 auf 1.200 Wohneinheiten erweitert werden und verbessert Ressourceneffizienz.

