Die Bundesregierung plant eine Umstellung auf einheitliche Vertragsdokumente und digitale Verwahrung, um Papierberge abzuschaffen und sofortigen Zugriff zu ermöglichen. Leistungserklärungen und Kostenübersichten werden in verständlicher Sprache verfasst. Versicherte erhalten automatisierte Erinnerungen zu Vertragsmeldungen und Anpassungsoptionen bei sich ändernden Lebensumständen. Die Produkte bieten eine garantierte Sockelrente und optional chancenreiche Investmentanteile. Durch zentrale IT-Plattformen soll die Abwicklung beschleunigt und die Kosteneffizienz gesteigert werden. transparent sicher verlässlich effektiv nachhaltig flexibel userfreundlich modern
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Neue Riester-Variante soll demnächst einfacher zugänglich und kosteneffizienter werden
Der vorliegende Entwurf des Bundesfinanzministeriums strebt eine grundlegende Modernisierung der Riester-Rente an und betont einfache, transparente Vertragsstrukturen. Nach GDV-Einschätzung eröffnet die neue Zusatzrente eine innovative Verbindung aus garantierten Mindestrenten und Teilbeteiligung am Kapitalmarkt. Dadurch sollen höhere Erträge möglich werden, während im Alter ein verlässlicher Einkommensschutz wirkt. Die Reform senkt Einstiegshürden, reduziert Verwaltungsaufwand und schafft flexible Auszahlungsoptionen. Ziel ist eine solide, zukunftsstarke private Altersvorsorge mit klaren Rahmenbedingungen mit kostengünstigen digitalen Services.
Künftige Zusatzrente umfasst zeitlich begrenzte Zahlungen bis 85 Lebensjahr
Im Rahmen der Reform erhalten Rentenbezieher zusätzlich zur lebenslangen Rentenauszahlung die Option einer befristeten Zahlung bis zum vollendeten 85. Lebensjahr. Diese neue Option bietet Versicherten mehr Handlungsspielraum, ihre Finanzströme im Alter besser zu steuern. Ein Teil der Auszahlungen kann dabei chancenorientiert in Aktien und andere Wachstumswerte investiert werden, um langfristig höhere Erträge zu realisieren. Gleichzeitig bleibt eine garantierte Grundrente bestehen, um Sicherheit bis ins hohe Alter zu gewährleisten marktgerecht transparent.
Rentensteigerung durch Verzicht auf Garantie und signifikant erhöhter Aktienquote
Künftig sollen nicht mehr alle Einzahlungen in die geförderte Altersvorsorge vollständig garantiert werden. Stattdessen wird nur ein Basisbetrag abgesichert, während der verbleibende Anteil in wachstumsorientierte Anlageinstrumente wie Aktien-ETFs, Unternehmensanleihen mit Renditeerwartung und aktiv gemanagte Fonds fließt. Diese Aufteilung ermöglicht höhere Gesamterträge und steigert die Rentenzahlungen im Laufe der Zeit. Die garantierte Komponente bietet dabei weiterhin finanzielle Absicherung und verhindert, dass Sparer bei Marktrückgängen komplett leer ausgehen.
Altersvorsorge überschaut bis 85: GDV verlangt Schutz darüber hinaus
Der GDV hebt hervor, dass die in der staatlichen Förderung vorgesehenen Rentenzahlungen spätestens mit dem 85. Lebensjahr enden und so eine Lücke in der Altersversorgung entstehen kann. Prognosen zeigen, dass bis zu 50 Prozent der Männer und zwei Drittel der Frauen, die 66 Jahre alt sind, älter als 85 Jahre werden. Ohne zusätzliche Rentenansprüche folgen finanzielle Engpässe. Ein durchgängiger Anspruch bis zum Lebensende ist daher unerlässlich, um Altersarmut zu verhindern.
GDV mahnt Absicherungslücken an, wenn Standarddepot Garantien entbehrt möglicherweise
Der GDV weist darauf hin, dass ein Standarddepot ohne garantierte Mindestrente den Versicherten keine ausreichende Basisversorgung bietet. Garantien verhindern laut Verband, dass Marktschwankungen Rentenansprüche unvermittelt reduzieren und schützen so vor Versorgungslücken im Alter. Ein rein renditeorientiertes Konzept verzichte auf diesen essenziellen Sicherheitsbaustein, wodurch die private Altersvorsorge an Verlässlichkeit einbüße. Versicherte könnten durch fehlende garantierte Leistungen in finanzielle Notlagen geraten. Dies erhöhe laut GDV das Risiko Versorgungseinbußen und untergräbt das Vertrauen.
Bundesfinanzministerium stärkt Riester mit vereinfachtem Zugang und neuer Klarheit
Der Referentenentwurf berücksichtigt die steigende Lebenserwartung und den demografischen Wandel, indem er lebenslange Pflichtgarantien mit flexiblen Auszahlungsoptionen kombiniert. Befristete Rentenmodelle bis zum 85. Lebensjahr sollen jüngeren Versicherten höhere Renditechancen bieten, während ältere Jahrgänge durch garantierte Mindestrenten abgesichert bleiben. Die Reform zielt auf generationengerechte Vorsorge ab und fördert ein nachhaltiges Finanzierungsmodell. Mit transparenten Kostenstrukturen und chancenorientierten Investments soll die private Altersvorsorge stabil und zukunftsfähig gestaltet werden. Der Vorschlag berücksichtigt Marktanforderungen konsequent.

