Ein Haus kaufen in München? Warum Corona den Markt doch verändert!

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Sie wollen ein Haus erwerben? Wenn Sie das Haus kaufen in München wollen, befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Die Zahl der Nachfragen ist gleichbleibend hoch, wenngleich sich ein Umschwung andeutet.

Haus kaufen in München: Immobilien unterliegen hoher Nachfrage

Ob Ost oder Nord: Wer in München ein Haus kaufen möchte, befindet sich in guter Gesellschaft mit all den anderen Käufern. Doch halt: Corona macht alles anders und so ist diesen Zeiten ein neuer Trend erkennbar. Die Preise stagnieren, was sie schon lange nicht mehr getan haben. Eine Immobilie in München könnte demnach bald schon viel weniger kosten. Oder doch nicht?

München steht vor einem Umbruch in Bezug auf den Verkauf von Immobilien, darüber sind sich die Experten (fast) einig.  ( Foto: Shutterstock- DGLimages )

München steht vor einem Umbruch in Bezug auf den Verkauf von Immobilien, darüber sind sich die Experten (fast) einig. ( Foto: Shutterstock- DGLimages )

Vorsicht: solvente Käufer werden knapper

Experten sind sich noch uneinig. Fakt ist in jedem Fall, dass alle Immobilieninteressenten auf einen guten Makler vertrauen sollten. Er hat solvente Käufer in seinem Portfolio und kennt den aktuellen Markt. Dazu gehört derzeit auch, die von Corona geplagte Wirtschaft zu kennen.

Ein Haus in München wird nicht über eBay oder eigenständig gekauft, sondern bestenfalls über Mittler, die hinreichend Expertise besitzen. Auch wenn die Makler derzeit ihre Leistungen nicht anbieten dürfen, so können sie doch zumindest fernmündlich Auskunft über die momentane Lage geben.

Der völlig unmögliche Rettungsschirm für Mieter und seine Folgen

Immobilienverkäufer sind angesichts der aktuellen Entwicklung rund um Covid-19 doch verunsichert.

  • Wird meine Immobilie in München schon bald sehr viel weniger wert sein?
  • Werden die Preise allgemein sinken oder nur hier in der Stadt?
  • Sollte ich meine Vermietungspläne auf Eis legen?

Fakt ist, dass gerade Letzteres mit „ja“ beantwortet werden muss, sofern die Vermietung bisher noch nicht angeboten wurde. Denn der durch die Regierung angebotene Rettungsschirm für Mieter schützt diese zwar vor einer Kündigung, weil sie ihre Miete nicht mehr zahlen. Doch was ist mit dem Vermieter?

Dieser bekommt momentan noch keine Unterstützung, auch wenn ihm die Einnahmen wegbrechen. Für private Vermieter kann das das Aus bedeuten, denn die laufenden Kosten für Finanzierung, Nebenkosten, Instandhaltung & Co. müssen sie dennoch bestreiten. Und das gilt über jeden Kreis hinweg, von Nord nach Süd und von Ost nach West.

Infografik: Nettokaltmieten in deutschen Städten

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Anstehende Veränderungen des Münchner Immobilienmarktes

München steht vor einem Umbruch in Bezug auf den Verkauf von Immobilien, darüber sind sich die Experten (fast) einig. Noch ist die Preislage allerdings durchaus als gut zu bezeichnen.

Hier einige Beispiele für den durchschnittlichen Kaufpreis von Immobilien in München:

  • Grünwald: 9.900 Euro/m²
  • Pasing: 7.750 Euro/m²
  • Bogenhausen: 7.250 Euro/m²
  • Starnberg: 7.400 Euro/m²
  • Schwabing West: 7.900 Euro/m²

Die Prinzregentenstraße liegt preislich gesehen noch um ein Vielfaches höher, hier sind Quadratmeterpreise von teilweise über 10.000 Euro möglich. In einer bekannten Prachtstraße können sich Verkäufer einer Immobilie in der Prinzregentenstraße diese Preise erlauben. „Noch!“ muss man allerdings sagen, denn schon bald könnte dank Corona ein Wandel eintreten. Dieser zeigt sich bereits jetzt in der Baubranche.

Haus in München bauen? Bereits jetzt erkennbarer Wandel

Angesichts der Preise, die für eine Immobilie in München zu zahlen sind und die sich mittlerweile auf fast 1,17 Mio. Euro für ein Einfamilienhaus mit 125 m² Wohnfläche belaufen, hat schon mancher versucht, doch lieber ein Haus zu bauen. Doch davon abgesehen, dass Bauland in jedem Kreis Münchens schwer zu bekommen ist, können Baufirmen in Moosach, Bogenhausen, Starnberg, Pasing, Parkstadt und Grünwald sowie in all den anderen Teilen der Stadt und der umliegenden Region bereits jetzt feststellen, dass es künftig Probleme geben wird.

Der Grund: Die jetzt dank Corona von immer mehr Firmen eingeführte Kurzarbeit verhindert private Bauprojekte. Das ist auch verständlich, denn wer sein Geld zusammenhalten muss und nicht weiß, ob er in den nächsten Monaten überhaupt noch einer Arbeit nachgehen kann, wird keine Immobilienfinanzierung erwägen. Es ist zwar möglich, auf eBay nach Grundstücken zu suchen und sich bei Banken nach Finanzierungen zu erkundigen. Doch der letzte Schritt wird derzeit immer seltener gewagt.

Video: Wer soll sich das noch leisten? Die Immobilienpreise in München schnellen in die Höhe

Unsicherheit und reale Ängste dämpfen den Immobilienmarkt

Viele Menschen zögern und trauen sich nicht, eine finanzielle Bindung über die nächsten 20 Jahre einzugehen, wenn sie nicht wissen, ob sie ihr Gehalt weiter als sicher erachten können. Natürlich ist ein Angestellter nie gänzlich davor geschützt, seine Arbeit zu verlieren. Doch die wirtschaftliche Lage ist derzeit so unsicher wie schon viele Jahrzehnte nicht mehr.

Kaum ein Unternehmen weiß, wo es morgen stehen wird und ob die Diagnose „Covid-19“ nicht nur viele Menschen außer Gefecht setzen oder sogar umbringen wird, sondern auch die Unternehmen. In dem Punkt ist es völlig gleich, ob sich die gewünschte Immobilie in Moosach oder Parkstadt befindet oder ob das teure Pflaster München gegen einen Ort im Umland getauscht werden könnte: Die Menschen sind zurückhaltend.

Auftragsrückgang in der Baubranche mit Folgen

Diese Zurückhaltung spüren Baufirmen, die nun deutlich weniger Aufträge bekommen. Sie beenden Projekte, ohne dass sie ernsthaft mit Folgeprojekten rechnen können. Sie müssen sich mehr anstrengen, um neue Kunden zu gewinnen, müssen weitere Strecken zu Baustellen in Kauf nehmen. Und doch wird es nicht für alle Firmen reichen.

Wer hier schwarzmalen will, kreiert ein negatives Szenario von Firmen, die keine Aufträge mehr haben und schließen müssen. Oder die sich deutlich verkleinern und Angestellte entlassen müssen, weil immer weniger Menschen ihren Traum von den eigenen vier Wänden umsetzen können oder wollen.

Sicherlich steht es nicht fest, dass eine derartige Entwicklung zutreffen wird, doch immerhin besteht die Möglichkeit. Und genau die ist es, die die Menschen zur Vorsicht mahnt und die verhindert, dass sie zu Großinvestoren in die private Zukunft in den eigenen vier Wänden werden.

Wer davon ausgeht, dass ein Haus in München schon bald deutlich länger auf dem Markt sein wird, weil sich keine Käufer finden, kann auch mit sinkenden Preisen für Häuser rechnen.  ( Foto: Shutterstock- Serhii Krot )

Wer davon ausgeht, dass ein Haus in München schon bald deutlich länger auf dem Markt sein wird, weil sich keine Käufer finden, kann auch mit sinkenden Preisen für Häuser rechnen. ( Foto: Shutterstock- Serhii Krot )

Haus kaufen: Werden Immobilien in 2020 günstiger?

Wer davon ausgeht, dass ein Haus in München schon bald deutlich länger auf dem Markt sein wird, weil sich keine Käufer finden, kann auch mit sinkenden Preisen für Häuser rechnen.

Auf eBay oder anderen Portalen zeigt sich dieser Trend bisher nicht oder nur sehr leicht, was auch auf normale Schwankungen geschoben werden kann. Doch Experten gehen davon aus, dass dieser Abwärtstrend bei den Immobilienpreisen schon bald sehr deutlich werden wird. Schon sehr lange haben sich Immobilienbesitzer darüber gefreut, dass sie immer höhere Preise verlangen konnten, wenn jemand ein Haus kaufen wollte.

Nun stagnieren die Preise und müssen bei entsprechend langer Marktpräsenz der Immobilie zurückgenommen werden. Dass das Haus unter Wert verkauft werden muss, davon kann dennoch keine Rede sein, denn nicht umsonst ist München die führende Stadt, wenn es um die Diskussion einer möglicherweise platzenden Immobilienblase geht. Ein Haus in München kaufen? Bitte gut überlegen!

Welchen Städten droht die platzende Immobilienblase?

Eine aktuelle Studie der UBS, einer Großbank der Schweiz, hat ergeben, dass München den am stärksten überbewerteten Immobilienmarkt hat. Und das gilt nicht nur bezogen auf Deutschland, sondern auf die ganze Welt gesehen! Dafür wurden 24 Metropolen weltweit untersucht und herauskam, dass München hier der absolute Spitzenreiter ist. Danach folgen Städte wie Toronto, Hongkong, Amsterdam, Frankfurt am Main, Vancouver und Paris. Zürich, London und San Francisco sind ebenfalls in dieser Reihe vertreten.

Infografik: Wieviele Jahresgehälter sind nötig, eine 60m“-Wohnung zu erstehen?

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Dies bedeutet aber, dass der deutsche Immobilienmarkt als durchaus gefährdet gelten kann, denn immerhin sind unter den zehn „Immobilienblasen-Städten“ gleich zwei Städte aus Deutschland. Dennoch ist nach Meinung der Experten zwar München der am stärksten überbewertete Markt weltweit, dennoch müssen hier auch weitere Städte im Land genannt werden. Bremen und Düsseldorf, Köln und Essen geht es nicht anders.

Fast gleichauf mit München dürfte Hamburg sein, auch dies ist eine Stadt, in der die Immobilienblase platzen könnte. Ob das geschieht und wenn ja, wann genau, lässt sich derzeit natürlich noch nicht konkret sagen. Wer ein Haus kaufen möchte, dem sei geraten, doch ein wenig zu warten und die sicherlich sinkenden Preise zu nutzen. Diese müssen nicht zwangsläufig eintreten, falsch machen kann ein angehender Immobilienkäufer derzeit aber nichts, wenn er auf die Wartestrategie setzt.

Haus kaufen: Was macht Corona mit der Wirtschaft?

Mittlerweile gibt es keinen Bereich mehr, den Corona nicht beeinflusst. Auch wenn der Virus hierzulande bisher noch schwächer zugeschlagen hat als befürchtet, sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft doch verheerend. Es bleibt abzuwarten, welche kleine Firmen die Krise überleben werden und wie die Großen der verschiedenen Branchen weiter agieren.

Wie wirkt sich die Abwartestrategie aus?

Fakt ist aber, dass sich der Virus auf jeden Bereich des Lebens auswirkt, was wiederum jede einzelne Privatperson trifft. Kredite werden nur noch vorsichtig aufgenommen, wer ein Haus in München kaufen möchte, hält sich lieber zurück. Die Abwartestrategie tut der Wirtschaft sicherlich nicht gerade gut, doch wer mit Corona eingesperrt im Haus sitzt, malt sich eher ein Katastrophenszenario aus als dass er auf eBay oder in Zusammenarbeit mit dem Makler nach dem Traumhaus sucht.

Mittlerweile gibt es keinen )mehr, den Corona nicht beeinflusst. Auch wenn der Virus hierzulande bisher noch schwächer zugeschlagen hat als befürchtet, sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft doch verheerend.  ( Foto: Shutterstock- _ffikretow@hotmail.com)

Mittlerweile gibt es keinen )mehr, den Corona nicht beeinflusst. Auch wenn der Virus hierzulande bisher noch schwächer zugeschlagen hat als befürchtet, sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft doch verheerend. ( Foto: Shutterstock- _ffikretow@hotmail.com)

Wie werden sich die Zinsen verändern?

Experten gehen davon aus, dass die Zinsen steigen werden. Dies wurde bereits vor Wochen durch die Europäische Zentralbank angekündigt und selbst Privatkredite auf eBay werden schon mit einer höheren Verzinsung angeboten. Dass sich das auf Immobilien auswirken wird, dürfte klar sein.

Die Banken haben viel zu lange zu niedrige Zinsen verlangt und mussten infolgedessen mit niedrigsten Erträgen wirtschaften. Schon jetzt steigen die Renditen der Bundesanleihen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Bauzinsen steigen werden.

Was bedeutet das für den Investor und Bauherren?

Wer ein Haus kaufen möchte, muss das gleich tun oder sich schon jetzt mit dem Gedanken anfreunden, dass der Haustraum teurer werden wird. Bei Preisen für Immobilien von 250.000 Euro und einem um 0,25 Prozent gestiegenen Zinssatz werden für eine Finanzierung über 20 Jahre bis zu 10.000 Euro mehr fällig. Der doppelte Kreditbetrag bedeutet bis zu 20.000 Euro mehr. Hier müssen künftige Hausbesitzer schon gut überlegen, ob sie sich solche Immobilien leisten können oder wollen.

Damit entsteht ein weiterer Faktor, der die Wirtschaft negativ beeinflussen wird. Wer kein Haus kaufen möchte, investiert kein Geld. Die Bank bekommt keine Zinsen, weil keine Baukredite vergeben werden. Wird kein Geld investiert, wird die Wirtschaft nicht angekurbelt. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Kreislauf durchbrechen lässt und wodurch sich die Wirtschaft dann erholen kann.

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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