Sockelleisten befestigen mit Clips: Kleben ist die bessere Alternative

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Profis nutzen beim Sockelleisten befestigen Clips. Diese werden an der Wand verschraubt, die Fussleisten dann nur aufgeklickt. Deutlich einfacher geht es aber mit dem von uns entdeckten Lifehack, den wir natürlich nicht vor Ihnen geheim halten wollen. Damit hat all der Ärger bei herkömmlichen Klebetechniken ein Ende. Und doch handelt es sich um einen Baukleber, nur eben um einen ganz besonders durchdachten, effizienten und sehr klebestarken Vertreter seiner Art.

Zum Sockelleisten befestigen Clips verwenden: Falsch, alles falsch!

Natürlich ist nicht alles falsch, wenn Sie beim Sockelleisten befestigen Clips statt anderer Befestigungsmethoden verwenden. Diese Clips sind sogar besonders haltbar und halten die Fussleisten unsichtbar an Ort und Stelle. Doch einen ähnlichen Effekt erreichen Sie mit dem Kleben. Wir haben uns umgehört und sind auf typische Probleme gestoßen, die Heimwerker beim Ankleben der Sockelleisten haben und für die es bisher scheinbar keine Lösung gab.

Zum einen muss natürlich das nötige Material besorgt werden. Das sind nicht nur die Fussleisten, sondern es geht hierbei auch um die Kleberkartusche und um die Kartuschenpistole. Beide sind seitens der meisten Hersteller nicht besonders gut durchdacht. Die Kartusche ist meist ohne Deckel gefertigt, was bedeutet, dass ein verbleibender Rest zwangsläufig eintrocknet. Die Kartuschenpistole scheint nur etwas für Kraftsportler zu sein, denn sie ist so schwergängig, dass sie in der Anwendung regelrecht unberechenbar ist. In einem Moment freuen wir uns über einen gleichmäßigen Strang des Klebers auf der Leiste, im nächsten Moment aber schießt ein Kleberstrahl aus der Kartuschenpistole und führt unser Vorhaben des gleichmäßigen Kleberauftrags ad absurdum.

Die Kartuschenpistole scheint nur etwas für Kraftsportler zu sein. (Foto: shutterstock – Bildagentur Zoonar GmbH)

Die Kartuschenpistole scheint nur etwas für Kraftsportler zu sein. (Foto: shutterstock – Bildagentur Zoonar GmbH)

Schnell kommt der fleißige Heimwerker auf die Idee, eine andere Methode anzuwenden. Für das Sockelleisten befestigen Clips verwenden? Oder lieber nageln bzw. schrauben? Nein, eigentlich ist die Idee, die Leisten anzukleben, wirklich gut. Das bedeutet, es muss eine Lösung für das oben dargestellte Problem geben, das schon so viele Heimwerker in die Verzweiflung getrieben hat. Wir haben uns daher aufgemacht und ein cooles Lifehack aufgetan, das uns bisher verborgen geblieben ist. Fischer ist der Hersteller, der dafür verantwortlich zeichnet und der uns mit seiner Kleberkartusche mit starker Haltkraft beglückt, die in verschiedenen Baumärkten sogar mit der Geld-zurück-Garantie vertrieben wird. Hier ein Video dieses neuen Klebers und seiner Anwendung:

Video: Sockelleisten befestigen: Clips ganz einfach anzuwenden

Der Fischer „320 Kilo Kleber“ hält wirklich, was er verspricht. Wir sind schon durch viele Baumärkte gezogen und sind hierbei in jüngster Zeit immer wieder auf diesen Kleber und seine Anhänger gestoßen. Was die Gutes zu berichten hatten! Nach unseren Tests können wir die Freude der begeisterten Heimwerker nur teilen und finden ebenso, dass der Fischer „320 Kilo Kleber“ ein Muss für jede Werkstatt ist. Ohne Weichmacher, zum günstigen Preis (er kostet gerade einmal zwischen acht und neun Euro), wiederverschließbar und mit eigener Kartuschenpistole ausgestattet, die nur mit einem Finger spielend und gleichmäßig zu bedienen ist: Hier bekommen wir alles, was wir brauchen und vergessen für das Sockelleisten befestigen Clips, Schrauben und Nägel!

Nur fünf Schritte bis zum Ergebnis

Die folgenden Bilder zeigen kurz und knapp, welche Arbeiten bis zu den befestigten Sockelleisten anstehen und worauf Sie dabei achten müssen:

  • Heimwerker-News.de

    Schritt 1

    Messen Sie den Raum genau aus, in dem die Leisten verlegt werden sollen. Beim Berechnen der nötigen Sockelleistenmenge an den Verschnitt denken!

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    Schritt 2

    Messen Sie die Leisten nach und zeichnen Sie Sägestellen an. Für den Fall, dass die Leisten um die Ecke geführt werden sollen, kennzeichnen Sie auch die Gehrungsschnitte.

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    Schritt 3

    Sägen oder schneiden Sie die Leisten an den gekennzeichneten Stellen. Auf den Verschnitt achten.

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    Schritt 4

    Kleben Sie die Stoßleisten an und achten Sie dabei auf eine gleichmäßige Fuge. Diese erleichtert das spätere Ablösen der Leisten bei Renovierungs- oder Ausbesserungsarbeiten.

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    Schritt 5

    Letzte Feinarbeiten stehen an: Schneiden Sie die überschüssige Unterlegfolie von Laminat- oder Parkettfußboden ordentlich mit dem Cuttermesser ab.

Gut geklebt ist halb gewonnen: Verschiedene Klebemittel stehen zur Wahl

Auch wenn wir selbst nur noch den Fischer „320 Kilo Kleber“ einsetzen würden, wenn wir Sockelleisten anbringen möchten, so gibt es doch einige bewährte Klebemittel, die wir hier im Überblick zusammengefasst haben:

Checkliste „Kontaktkleber“

Kontaktkleber heißt so, weil er den Kontakt braucht: Er wird auf zwei Seiten aufgetragen, in unserem Fall also einmal auf der Leiste und einmal auf der Wand. Beide Stränge des Kontaktklebers werden dann durch Anpressen der Leiste aufeinandergedrückt und verbinden sich. Bitte an eine gleichmäßige Fuge denken und den Druck lange genug halten. Notfalls helfen Holzklötzchen und eine Leiste, die gegen die Sockelleiste gestellt wird, um den Druck auch ohne menschliche Hilfe aufrechtzuerhalten.
Sockelleisten befestigen Clips oder den superstarken Kontaktkraftkleber  (Foto: shutterstock – Daniel_Santos) Sockelleisten befestigen Clips oder den superstarken Kontaktkraftkleber (Foto: shutterstock – Daniel_Santos)

Vorteile:

  • starker Halt
  • auf vielen Untergründen anwendbar
  • keine Vorarbeiten nötig

Nachteile:

  • nicht für bröckeligen Putz geeignet
  • schlecht ablösbar
  • schwer zu realisierende gleichbleibende Fuge

Checkliste „Montagekleber“

Montagekleber wird wie der beschriebene Kontaktkleber verwendet, allerdings braucht er nur einseitig aufgetragen zu werden. Dies spart Kleber, der Halt ist allerdings auch weniger stark. Drücken Sie die Leiste nach dem Auftragen des Klebers an die Wand und befestigen Sie diese damit.
Sockelleisten befestigen Clips mit  Montagekleber befestigen ein Kinderspiel:   (Foto: shutterstock – joserpizarro ) Sockelleisten befestigen Clips mit Montagekleber befestigen ein Kinderspiel: (Foto: shutterstock – joserpizarro )

Vorteile:

  • einfache Anwendung
  • für alle glatten und wenig rauen Untergründe geeignet
  • leichter ablösbar als Kontaktkleber

Nachteile:

  • ebener Untergrund nötig
  • wenig flexibel bei arbeitenden Untergründen
  • langes Andrücken nötig

Checkliste „Heißkleber“

Heißklebepistole aufheizen, Klebepunkte setzen, Leisten andrücken, fertig. So einfach ist die Anwendung von Heißkleber! Die Klebepunkte sollten dabei maximal 30 cm auseinanderliegen, damit die Leiste einen gleichmäßigen Abschluss zur Wand bekommt. Heißkleber lässt sich auch ergänzend zu Silikon einsetzen und sorgt dann für einen rascheren Halt.
Sockelleisten befestigen Clips Heisskleber (Foto: shutterstock – Elvira Koneva) Sockelleisten befestigen Clips Heisskleber (Foto: shutterstock – Elvira Koneva)

Vorteile:

  • guter Halt
  • gut ablösbar
  • einfach in der Anwendung

Nachteile:

  • wegen der Hitze für viele Materialien nicht geeignet
  • Halt weniger stark
  • sehr schnelles Arbeiten nötig

Checkliste „Klebebänder“

Hier können Sie die speziellen Klebebänder für Sockelleisten verwenden oder befestigen die Leisten mit normalem doppelseitigen Klebeband. Kleben Sie dieses einseitig auf, entfernen Sie die Schutzfolie und drücken Sie die Leiste an die Wand. Schon können Sie mit der nächsten Leiste weitermachen.
Sockelleisten befestigen Clips oder doppelseitiges Klebeband   (Foto: shutterstock – Stocksnapper) Sockelleisten befestigen Clips oder doppelseitiges Klebeband (Foto: shutterstock – Stocksnapper)

Vorteile:

  • einfache Anwendung
  • keine Trocknungszeiten
  • kein längerer Anpressdruck nötig

Nachteile:

  • ebener Untergrund nötig
  • nicht für losen Putz oder Vinyltapeten geeignet
  • nicht für Feuchträume geeignet

Checkliste „Silikon“

Tragen Sie mithilfe der Kartuschenpistole Silikon in einem ausreichend dicken Strang auf und befestigen Sie die Leiste an der Wand. Halten Sie diese angedrückt oder nutzen Sie ein Hilfsmittel aus einer zusätzlichen Leiste und Holzklötzchen, die Sie gegen die Stoßleiste drücken. Achten Sie darauf, dass kein Klebematerial nach oben durch die Fuge kommt.
mit Silikonkleber hält es sehr gut.  (Foto-Shutterstock: Papavarin Karnjanaranya) mit Silikonkleber hält es sehr gut. (Foto-Shutterstock: Papavarin Karnjanaranya)

Vorteile:

  • guter Halt
  • flexibel und elastisch bei arbeitenden Untergründen
  • auch für Feuchträume geeignet

Nachteile:

  • schwer ablösbar
  • starke Geruchsentwicklung
  • längerer Anpressdruck nötig

Checkliste „Acryl“

Acryl verwenden Sie ebenso wie den Silikonstrang und drücken per Kartuschenpistole einen Strang des Klebematerials auf die Sockelleiste. Halten Sie diese an die Wand gedrückt, bis sie den nötigen Halt aufweist. Derart befestigte Fußbodenleisten lassen sich leichter wieder ablösen als mit Silikon befestigte Leisten.
Sockelleisten befestigen Clips und Acrylkleber   (Foto: shutterstock – Papavarin Karnjanaranya ) Sockelleisten befestigen Clips und Acrylkleber (Foto: shutterstock – Papavarin Karnjanaranya )

Vorteile:

  • flexibler und elastischer Halt bei arbeitenden Untergründen
  • für viele Untergründe bzw. Oberflächen geeignet
  • gut ablösbar

Nachteile:

  • hoher Zeitaufwand durch Andrücken
  • Leisten bestenfalls mit einer zweiten Person zu verlegen
  • Arbeit mit der Kartuschenpistole teilweise umständlich

Alternative Techniken für Fußleisten

Wenn Sie sich dagegen entscheiden und die Fußbodenleisten nicht ankleben wollen, können Sie zwischen den folgenden Alternativen wählen, die beispielhaft für einige weitere zu sehen sind. Dabei können Sie unter anderem zum Sockelleisten befestigen Clips verwenden:

  • Zum Sockelleisten befestigen Clips verwenden

    Sockelleisten befestigen: Mit Clips geht das ganz einfach. (Foto: Shutterstock - Ben Schonewille) Sockelleisten befestigen: Mit Clips geht das ganz einfach. (Foto: Shutterstock – Ben Schonewille)

    Wenn Sie zum Sockelleisten befestigen Clips nutzen wollen, müssen diese per Schraubung an die Wand gebracht werden. Es handelt sich hierbei um Halterungen, die Sie mit Dübeln und Schrauben an der Wand anbringen. In diese Halterungen werden die Leisten nur noch eingeklickt. Die Entscheidung, beim Sockelleisten befestigen Clips zu verwenden, hat den großen Vorteil, dass die Leisten leicht wieder abzulösen sind.

  • Stahlstifte

    Sockelleisten befestigen mit Stahlstiften. (Foto: Shutterstock – Images By Chaos) Sockelleisten befestigen mit Stahlstiften. (Foto: Shutterstock – Images By Chaos)

    Sie können auch Stahlstifte oder Nägel verwenden, mit denen Sie die Leisten anbringen. Stahlstifte brechen aber leicht, sie sind daher nicht für die Anwendung bei Stahlbeton geeignet. Auch in sehr lockerem Putz halten sie nicht. Achten Sie beim Nageln darauf, dass die Nägel oder Stahlstifte nicht verbiegen, meist lassen sie sich nicht oder nur mit Beschädigungen der Leiste wieder entfernen.

  • Schrauben

    Sockelleisten befestigen : Auch das Anbringen mit Schrauben hat seine Vorteile. (Foto: Shutterstock - VVVproduct) Sockelleisten befestigen : Auch das Anbringen mit Schrauben hat seine Vorteile. (Foto: Shutterstock – VVVproduct)

    Sollten Sie zum Sockelleisten befestigen Clips nutzen, müssen Sie die Halterungen per Dübel befestigen. Ähnlich ist die Vorgehensweise bei der Verwendung von Schrauben, denn auch diese müssen mit Dübeln in die Wand gebracht werden. Wichtig: Teilweise ist das Einschrauben nicht erlaubt, wenn Sie in einer Mietwohnung leben. Fragen Sie daher lieber vor Beginn der Arbeiten Ihren Vermieter und nutzen Sie notfalls doch eher Baukleber, um die Leisten verlegen zu können.

Beim Sockelleisten befestigen Clips nutzen: Darauf kommt es an

Bei einigen grundsätzlichen Überlegungen ist es egal, ob Sie zum Sockelleisten befestigen Clips oder Kleber nutzen. Viel wichtiger ist hier, dass Sie die folgenden Punkte beachten:

Vorbereiten des Untergrunds

Der Untergrund muss trocken und sauber sein. Vor allem aber muss er glatt und eben sein! Ansonsten ergeben sich ungleichmäßige Spannungen, die dafür sorgen, dass sich die Leisten von den Wänden lösen. Sollten Sie zum Sockelleisten befestigen Clips nutzen, zeigen sich Unebenheiten vor allem dadurch negativ, weil die Leisten nicht bündig zur Wand liegen und weil die Fuge unterschiedlich breit sein kann.

Verschnitt bedenken

Egal, ob Sie zum Sockelleisten befestigen Clips oder eine andere Befestigungsmöglichkeit nutzen: Beim Schneiden sollten Sie unbedingt an den Verschnitt denken. Es ist mehr als ärgerlich, wenn Sie am Ende zu breite Nahtstellen haben oder wenn die gekauften Leisten nicht reichen. Im schlimmsten Fall bekommen Sie die Farbe der Leisten nicht so schnell nachgekauft und müssen mit den Bauarbeiten bis zur Neulieferung warten. Daher: Besser vorher richtig messen und rechnen!

Fugen abmessen

Es ist eine Kunst, eine gleichmäßige Fuge zur Wand zu bekommen. Es ist daher sinnvoll, mit einem kleinen Hilfsmittel zu arbeiten. Ein Holzstäbchen (zum Beispiel von einem Eis am Stiel) kann zwischen Leiste und Wand gesteckt werden und sorgt so für den richtigen Abstand, der an jeder Stelle der Leiste gleich ist. Wenn Sie zum Sockelleisten befestigen Clips verwenden, brauchen Sie das freilich nicht.

Über den Autor

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

1 Kommentar

  1. Hallo

    Wer die Methode mit den Clips ins Auge gefasst hat, sollte unbedingt beim Kauf der Clips darauf achten. Die Sockelleisten auf die Clips abzustimmen, es gibt da definitiv Unterschiede.

    Ansonsten ist die Lösung mit den Clips eine gute Sache. Kann ich nur weiterempfehlen.

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