Kraftstofffilter wechseln

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Damit ein PKW-Verbrennungsmotor so lange wie möglich hält und rund läuft, ist es wichtig, dass der ihn antreibende Kraftstoff möglichst sauber und frei von Partikeln, sonstigem Schmutz, Fremdstoffen aber z.B. auch Wasser und Luft, bleibt.

Funktion des Kraftstofffilters

An dieser Stelle kommt der Kraftstofffilter zum Einsatz, der zu jenen Bestandteilen eines Fahrzeugs bzw. Verbrennungsmotors gehört, die öfter gewechselt werden müssen. Hauptaufgabe des Kraftstofffilters: möglichst alle Bestandteile aus dem Kraftstoff zu entfernen, die schädlich für die Einspritzanlage oder den einwandfreien Betrieb des Motors sein könnten. Jeder Automobilhersteller gibt für seine Modelle Wartungsvorschriften, den Kraftstofffilter betreffend, raus.

Wie oft bzw. nach wie vielen Kilometern der Diesel- oder Benzinfilter gewartet werden sollte, ist abhängig vom PKW-Hersteller und Filter-Typ. Je nachdem, welche technischen Eigenschaften – z.B. Leistung, Außendurchmesser oder Beschaffenheit von Entlüftungs- oder Druckausgleichshahn – ein Kraftstofffilter aufweist, muss er unterschiedlich oft getauscht oder gewartet werden. Zudem hat die Qualität des Kraftstoffs einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Wechselintervall.

Schlechte Benzin- oder Diesel-Qualität und allzu häufiges Tanken aus Kanistern, kann das Verstopfen des Kraftstofffilters begünstigen. Auch gibt es verschiedene, aber ganz deutliche Anzeichen für einen defekten, da z.B. undichten, Filter etwa, wenn sich ein Benzinfleck vor dem rechten Hinterrad des PKW befindet. Weitere „Symptome“, die darauf schließen lassen, sind z.B. ein ruckelndes Fahrzeug oder dass der PKW nur noch schlecht anspringt.

Schlechte Benzin- oder Diesel-Qualität und allzu häufiges Tanken aus Kanistern, kann das Verstopfen des Kraftstofffilters begünstigen.

Schlechte Benzin- oder Diesel-Qualität und allzu häufiges Tanken aus Kanistern, kann das Verstopfen des Kraftstofffilters begünstigen. (#01)

Folgen eines defekten oder verstopften Filters

Zwar ist die Qualität des Kraftstoffs vor allem in Westeuropa zumeist außerordentlich hoch, dennoch kann es passieren, dass unerwünschte Teilchen und Partikel in den Tank gelangen. Damit Einspritzanlange und Vergaser einwandfrei funktionieren, muss der Kraftstoff aber sauber sein.

Gelangt verunreinigter Kraftstoff in den Tank, kann dies drastische Folgen haben: nicht nur, dass dann der Kraftstofffilter, der rein optisch einer etwas größeren Konservendose ähnelt, in vielen Fällen gewechselt werden muss, auch der Tank und die beiden Kraftstoffpumpen können Schaden davon tragen. Dies natürlich immer auch in Abhängigkeit vom Grad der Verschmutzung und wie viel Liter des verdreckten Kraftstoffs in den Tank gelangt sind.

Weiter mögliche Konsequenzen:

  • es kann zum Verschleiß kommen
  •  die Bohrungen in Kraftstoffaufbereitungssystemen können verstopft werden
  •  geringere Motorleistung und unrunder Motorlauf bis hin zum kompletten Stillstand
  •  Wasser im Kraftstoff kann zu Korrosion (Rost) im Einspritzsystem führen und verursachen, dass einzelne Elemente bzw. Werkzeuge ausfallen
Wer nur aus Kostengründen den Wechsel selbst übernimmt, macht am Ende vielleicht noch mehr kaputt.

Wer nur aus Kostengründen den Wechsel selbst übernimmt, macht am Ende vielleicht noch mehr kaputt. (#02)

Wechsel am besten in der Werkstatt

Tritt der letztgenannte Punkt auf, kann es für den Fahrzeughalter mitunter extrem teuer werden. Die Reparatur bzw. Wartung des Einspritzsystems, um es von Schäden oder Verstopfungen zu befreien, ist kostspieliger, als den Kraftstofffilter zu wechseln. Deshalb also lieber die Wechselintervalle einhalten, die im Scheckheft (der „Visitenkarte“ des Autos) stehen oder den Kraftstoff- bzw.

Dieselfilter im Rahmen einer Inspektion vom Fachmann austauschen lassen. Ohnehin empfiehlt sich vor allem beim Dieselfilter, der sich als einzelnes Bauteil oft im sehr beengten Motorraum befindet (Benzinfilter sitzen meist in der Kraftstoffleitung), den Wechsel von einem Werkstatt-Mitarbeiter vornehmen zu lassen. Dieser verfügt über die nötige Erfahrung und das erforderliche Know-How. Und: zum Wechsel des Kraftstofffilters gehört es auch, die anderen Komponenten zu entlüften und zu entwässern. Dafür benötigt man ebenso technisches Verständnis, ein gutes Auge und Kenntnissen von den Einzel-Bestandteilen des Kraftstoffkreislaufs.

Wer nur aus Kostengründen den Wechsel selbst übernimmt, macht am Ende vielleicht noch mehr kaputt. Und dann wird es richtig teuer.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Alexander Buchfink-#01: alexlmx-#02:_industrieblick



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About Author

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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