Heizkörper berechnen: so funktioniert es richtig

0

In der Regel fristen sie ein ziemlich unbeachtetes Dasein in unseren Wohnungen und Häusern, doch ist man die Hälfte des Jahres dringend auf sie angewiesen. Die Rede ist, man ahnt es schon, von den Heizkörpern.

Doch nicht nur Eigenheimbauer stellen sich die Frage, wie Heizkörper dimensioniert sein müssen, um einerseits Kosten zu sparen und um andererseits die Wohnräume auch ausreichend mit Wärme zu versorgen. Grundsätzlich kann man sagen, dass man eine solche Berechnung vom Architekten oder einem Fachmann, wie dem Heizungsbauer, durchführen lässt.

Wer jedoch die von den Fachleuten gemachten Angaben überprüfen möchte, kann dies anhand des folgenden Beispiels tun, indem man die eigenen Werte einträgt. Grundsätzlich muss man unterscheiden, in welches Gebäude eine Heizung installiert werden soll. Ein ungedämmter Altbau erfordert eine andere Heizleistung als zum Beispiel ein Niedrigenergiehaus.

Hier eine kleine Liste mit dem Heizbedarf der unterschiedlichen Gebäudetypen:

  • ungedämmter Altbau = 150 Watt pro Quadratmeter
  • gedämmter Altbau und Neubauten = 100 Watt pro Quadratmeter

Bei Räumen mit Dachschrägen kann man 20 Prozent von diesen Werten abziehen und bei Bädern kann man zehn Prozent abziehen.

Berechnung der Heizleistung

Wichtig ist bei der Berechnung der Heizleistung noch die Vorlauf- bzw. Rücklauftemperatur des Heizkessels. Zur Berechnung werden in der Regel die beiden folgenden Werte zugrunde gelegt. Vorlauf 75° C und Rücklauf 65 ° C. Moderne Heizkessel arbeiten jedoch als Niedrigtemperaturkessel mit einem Vorlauf von nur 70° C. Diesem Umstand muss man bei der Berechnung von Heizkörpern natürlich Rechnung tragen.

Nach den genannten Faktoren berechnet sich die Größe der einzelnen Heizkörper in den Räumen und auch der Heizkörpertyp spielt eine entscheidende Rolle. Von diesen gibt es zum Beispiel Radiatoren, Konvektoren und Gliederheizkörper. Bedingt durch die sehr unterschiedlichen Bauarten, lassen sich diese Heizkörper nur sehr schwer miteinander vergleichen. Entscheidend ist in jedem Fall nicht die Größe, sondern die Wattzahl der Heizkörper.


Bildnachweis: © morguefile.com – markgraf

Über den Autor

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

Lassen Sie eine Antwort hier