Insektenfreie Wohnung: Aussperren und vertreiben als wichtigste Hilfsmittel

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Mücken, Fliegen und andere Plagegeister können die Freude am Sommer ziemlich vermiesen! Eine insektenfreie Wohnung muss aber dank der folgenden Tipps kein Traum bleiben.

Insektenfreie Wohnung: So bleiben Mücken und Fliegen draußen

Zugegeben, eine gänzlich insektenfreie Wohnung dürfte schwer zu erreichen sein. Wenn die Türen aufgehen, fliegen Mücken und Fliegen mit hinein, an der Kleidung hängen nicht selten kleine Spinnen. Auch die eine oder andere Wespe verirrt sich manchmal durch das Fenster ins Haus. Vielleicht lässt sich zwar keine insektenfreie Wohnung erreichen, aber mit den folgenden Tipps wird zumindest eine insektenarme Wohnung daraus.

“Ich muss leider draußen bleiben“: Der Zutritt zu Innenräumen wird erschwert

Was aktuell für viele Menschen im Sinne der Gesundheitsvorsorge gilt, wird im besten Fall den ganzen Frühling und Sommer über auf Insekten übertragen. Diese sollten gar nicht erst in die Zimmer gelangen, wo sie den Menschen um den wohlverdienten Schlaf oder nur um die Ruhe auf der Couch bringen. Wer das ständige „Ssssss“ der Mücken nicht mag, sollte daher versuchen, diese Tierchen gleich draußen zu lassen.

Das gelingt am besten mithilfe von mechanischen Hilfsmitteln, die nicht nur an den normalen Fenstern und Türen angebracht werden. Natürlich kann das Fliegengitter Dachfenster ebenso schützen! Es muss nur perfekt angepasst sein, sodass sich zwischen Fensterrahmen und Gitter keine Lücken ergeben. Diese werden nämlich sehr zielsicher von den Insekten entdeckt und ausgenutzt, um als ungebetener Gast einzukehren.

Was hilft nun, um eine möglichst insektenfreie Wohnung zu bekommen? Zum einen sind hier die Fliegengitter zu nennen, die es in verschiedenen Ausführungen gibt:

  • Fliegengitter mit Klebe- und Klettband
  • Fliegengitter speziell für Dachfenster
  • Fliegengitter für Haus-, Balkon- und Terrassentüren als überlappende Variante
  • Fliegengittertüren zum Schieben oder mit Magnetverschluss
Zugegeben, eine gänzlich insektenfreie Wohnung dürfte schwer zu erreichen sein.( Foto: Shutterstock-Radovan1 )

Zugegeben, eine gänzlich insektenfreie Wohnung dürfte schwer zu erreichen sein.( Foto: Shutterstock-Radovan1 )

Ein weiteres Hilfsmittel im Kampf für eine insektenfreie Wohnung sind Gerüche. Viele Insekten leben nach dem Motto „Immer der Nase nach“ und folgen interessanten Gerüchen über weite Strecken. Da scheint es nur logisch, dass sich Mücken fernhalten lassen, indem für sie weniger angenehme Gerüche verbreitet werden.

Bewährt haben sich hierbei vor allem Lavendel, Knoblauch und Zitrusöl, wobei Knoblauch sicherlich auch gegen Zweibeiner überaus wirksam sein dürfte. Wer möchte, macht das Fensterbrett zur neuen Heimat für eine Vielzahl von Küchenkräutern, denn auch Basilikum und Tomaten sowie Oregano verbreiten Gerüche, die Insekten nicht möglich. Alternativ können Schalen mit ätherischen Ölen aufgestellt werden, wobei klar sein sollte, ob ein Familienmitglied gegen ein bestimmtes Öl allergisch ist.

Wer nicht mit Gerüchen gegen Insekten vorgehen möchte, sollte wenigstens versuchen, keine allzu anlockenden Düfte zu verbreiten. Wespen lieben deftige Speisen und ziehen einen Teller voller Nudeln mit Tomatensoße sogar einem Stück Kuchen vor. Beides sollte allerdings nicht unbedingt offen stehen gelassen werden.

Generell gehören Lebensmittel und Getränke im Sommer abgedeckt und sollten für Insekten nicht frei zugänglich sein. Das gilt für das Haus ebenso wie für Balkon und Terrasse. Der Grund ist, dass auch Fruchtfliegen sehr aktiv sind und wer heute eine entdeckt, muss morgen schon gegen eine kleine Armee antreten.

Vor allem über das Dach kommen Mücken und anderen Insekten gern ins Haus. Viele Dachfenster sind nicht mit Gittern geschützt, dabei gibt es herstellerseitig oder auch als universelle Modelle Insektenschutzrollos, die perfekt abdichten. Diese können sogar mit einem Pollenfilter versehen sein oder mit einem Hitzeschutz, der in Räumen unter dem Dach besonders sinnvoll ist.

Video: Welches Mückenmittel hilft am besten?

Die rote Karte für Insekten: Bitte das Haus verlassen!

Nicht immer gelingt es, eine insektenfreie Wohnung zu erhalten, indem die lieben Tierchen einfach ausgesperrt werden. Häufig genug finden sie dennoch einen Weg hinein und können den Sommer zur Tortur werden lassen. Am einfachsten ist hier sicherlich die chemische Keule, mit der das Haus einfach ausgesprüht wird.

Alles, was krabbelt, ist dann tot. Aber das ist weder der eigenen Gesundheit dienlich noch im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes. Außerdem werden auch nützliche Insekten getötet. Spinnen können zum Beispiel ganz einfach mit einem Becher gefangen werden: Becher über die Spinne stülpen, eine dünne Pappe zwischen Wand und Becherrand schieben und das Tier so einsperren. Jetzt nach draußen tragen und freilassen.

Fliegen lassen sich mit der Fliegenklatsche fangen oder durch ein offenes Fenster nach draußen jagen. Mücken können notfalls auch mit dem Staubsauger fleckenfrei von der Decke und von den Wänden gesaugt werden. Wer nicht möchte, dass die Mücken im Staubsaugerbeutel sterben, kann diesen danach draußen öffnen. Immerhin sind Mücken eine wichtige Nahrung für viele andere Tiere! Allerdings gibt es in den meisten Sommern auch so viele dieser Stecktiere, dass sie nicht wirklich als Futter geschützt werden müssen.

Auch am Dachfenster ist es wichtig ein Fliegengitter anzubringen ( Foto: Shutterstock-Ladanifer_)

Auch am Dachfenster ist es wichtig ein Fliegengitter anzubringen ( Foto: Shutterstock-Ladanifer_)

Hilfreiche Tipps: Hausmittel für eine insektenfreie Wohnung

Bei vielen Insekten geht es darum, herauszufinden, wie sie überhaupt ins Haus gelangt sind. Ein Beispiel dafür sind Ameisen, die man wie auch andere Insekten einfach aussperren sollte. Sie sind meist auf einer Ameisenstraße zu finden, die mit einer Mischung aus Wasser und Essig besprüht werden kann.

Nicht die Tiere selbst werden angesprüht, sondern nur der Weg, den sie immer nehmen. Durch den für sie sehr unangenehmen Geruch sind die Ameisen verwirrt und verlieren sich langsam. Wichtig ist, die Zutrittsstelle zum Haus zu finden und diese abzudichten, ansonsten kehren die kleinen Krabbler schon bald wieder zurück.

Ist das Fenster im Dach geöffnet und im Raum ist Licht an, wird es auch dort bald nur so von Motten und teilweise sogar Hornissen schwirren. Das Verhalten der Tiere wird nun einfach ausgenutzt: Das Licht im Raum muss ausgeschaltet werden, draußen muss eine Lichtquelle sein. Die Insekten werden durch ein geöffnetes Fenster wieder nach draußen fliegen.

Sehr hilfreich kann zudem ein Ventilator sein. Gerade Stechinsekten mögen es nicht, wenn die Luft verwirbelt wird. Sie können sich schlechter orientieren und finden nicht mehr heraus, aus welcher Richtung ein interessanter Geruch kam. Wer im Haus also einen Ventilator aufstellt, wird die kleinen Plagegeister zumindest verwirren und reduziert die Anzahl der Stiche. Eine insektenfreie Wohnung wird damit zwar noch nicht erreicht, doch die Anzahl der Stiche wird zumindest reduziert.

Um eine insektenfreie Wohnung zu haben, sollte auch der Garten nicht vergessen werden. Dort tummeln sich Mückenlarven in kleinsten Gewässern: Regentonnen und Pfützen sind wahre Brutstätten für diese Stechinsekten. Von hier aus gelangen sie durch die Türen ins Haus. Daher bitte unbedingt dafür sorgen, dass kein Wasser steht oder dass Insekten zumindest nicht dort hinein gelangen können.

Ein letzter Tipp: Wer sich mit Spinnen arrangieren kann, wird dem Traum von der insektenfreien Wohnung ein Stück näherkommen. Sie fangen in ihren Netzen nämlich auch Fliegen in jeder Größe und ab und zu sogar eine Mücke.

Video: Benutze diese natürlichen Mittel um Insekten von deinem Haus fern zu halten!

Körperpflege gegen Insekten

Viele Insekten lieben den Geruch nach Deo, Parfum oder auch Schweiß. Wer nachts immer damit zu kämpfen hat, dass Mücken den Großangriff starten, sollte daher unbedingt abends duschen gehen. Auch wenn sich damit nicht jeder Stich verhindern lässt, so reduziert es doch zumindest die Anzahl der Attacken.

Wichtig ist natürlich, keine stark duftenden Duschgele oder Schaumbäder zu nutzen, wobei Letztere zumindest dann hilfreich sein können, wenn sie bestimmte Inhaltsstoffe haben. Den Duft nach Tannennadeln mögen Mücken nicht, allerdings ist ein Schaumbad im Sommer meist vor dem Hintergrund nicht besonders angenehm, weil es ohnehin schon zu warm ist. Schwitzen sollte tunlichst vermieden werden!

Über den Autor

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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