Plötzlich viele Fliegen im Zimmer? Warum im Jahr 2020 Lavendel, Essig und Wasserbeutel völlig oldschool sind und was wirklich hilft

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Fliegen sind einfach lästig. Sie krabbeln, sind an Lebensmitteln und legen Eier auf Wurst. Wer plötzlich viele Fliegen im Zimmer hat, braucht rasche Hilfe. Am besten ist es jedoch, einfach vorzusorgen.

Plötzlich viele Fliegen im Haus? Woher die kommen Biester

Fliegen mögen alles, was für uns Menschen schlecht riecht. Sie sind auf Aas ebenso zu finden wie auf schlecht gewordenen Lebensmitteln. Sie kriechen auf dem Misthaufen des Bauern herum und setzen sich danach auf den Salat im Wohnhaus. Eine unangenehme und sogar eklige Vorstellung!

Wer gar nicht erst in die Situation kommen möchte, dass die Fliegen zu bekämpfen sind, sollte auf eine simple Vorbeugung setzen: Es ist am besten, einfach hochwertige Fliegengitter anzubringen und die Biester gar nicht erst ins Haus zu lassen.

Video: Mücken sind gefährlicher als du denkst

Warum sind Fliegen so gefährlich?

Fliegen sind vor allem eines: lästig! Sie krabbeln auf dem Tisch, fliegen auf den Arm und sitzen in der Spüle. Sie fühlen sich magisch von schlechten Gerüchen angezogen. Genau das ist der Grund, warum die eigentlich kleinen Tiere so gefährlich sein können. Die Fliege legt ihre Eier im Mist oder Abfall ab.

Die Minifliegen schlüpfen, Reste der verdorbenen Lebensmittel oder des Abfalls verbleiben an ihrem Körper. Das gilt auch dann, wenn die Fliege vom Komposthaufen direkt auf das Sandwich geflogen kommt – auch hierbei bringt sie jede Menge Keime mit. Darunter sogar einige sehr gefährlich wie Salmonellen.

Fliegen sind eigentlich nützliche Tiere. Sie sorgen auf dem Land dafür, dass zum Beispiel der Kot von Tieren abgebaut wird. Genau dieser Abbautätigkeit gehen sie auch in der Wohnung nach, nur dass sie sich hier an Speisen „vergreifen“. Dabei übertragene Erreger sind teils gar nicht einmal ungefährlich und können Cholera, Polio, Ruhr, Typhus oder auch die Maul- und Klauenseuche auslösen.

Im Haushalt legen Fliegen meist sehr schnell ihre Eier ab, sodass eine Fliegenplage oft nicht mehr weit ist. Es gilt daher, den Haushalt so fliegenfeindlich wie möglich zu gestalten. Hilfreich ist es auch, den Tieren die Möglichkeiten zum Überwintern zu nehmen.

Schlupflöcher lassen sich zwar nicht vermeiden, weil sie auch viel zu klein sind, um überhaupt vom Menschen gefunden zu werden. Doch es hilft schon, den Tieren überhaupt den Zugang zum Haus zu verwehren. An dieser Stelle kommen wieder die Fliegengitter als einfache und moderne Möglichkeit, das Haus vor Fliegen zu schützen, ins Spiel.

Video: Was passiert mit deinem Körper, wenn dich eine Mücke sticht

Moderne Zeiten erfordern moderne Lösungen: Fliegen ganz einfach fernhalten

Während die einen der Meinung sind, dass sich Teebaumöl gegen Fliegen einsetzen lassen würde, wollen andere Mücken und Fliegen vertreiben, indem sie sich mit einer elektrischen Fliegenklatsche bewaffnen.

Leider funktioniert bei Fliegen keine abschreckende Wirkung, daher ist immer nur die Fliege vertrieben oder erschlagen, gegen die die Fliegenklatsche eingesetzt worden ist.

Fliegen mit dem Fliegengitter fernhalten

Vor allem abends wollen alle ins Haus und so auch die Fliegen. Sie fühlen sich vom Licht angezogen und nutzen jede Möglichkeit, um durch Fenster oder Balkontür mit nach drinnen zu gelangen. Wenn das Licht im Haus angeschaltet wird, sollten daher die Fenster geschlossen sein. Das hilft nicht nur gegen Fliegen, sondern auch gegen Mücken, denn auch diese suchen das Licht.

Allerdings ist es im Sommer mit geschlossenen Fenstern oft nicht auszuhalten, zumal nur die kühlen Abend- und Nachtstunden zum Lüften und Kühlen der Wohnung genutzt werden können. Es gilt daher, vorzusorgen und das Eindringen der Fliegen mithilfe eines Fliegengitters zu verhindern. Möglich ist es hier, sich einen Rahmen speziell für das jeweilige Fenster anfertigen zu lassen. Dieser passt exakt und ist für viele Jahre wieder zu verwenden.

Eine andere Variante des Fliegengitters sieht das Bekleben des Fensterrahmens mit einem Klettstreifen vor, auf diesen wird das zuvor passgenau zugeschnittene Gitter einfach aufgedrückt. Diese Variante ist oft nachteilig, weil das Klettband schlecht am Fensterrahmen haftet. Es ist daher empfehlenswert, den Rahmen zuerst mit Alkohol zu reinigen, damit jeglicher Fett- und Schmutzfilm entfernt wird. Ist der Fensterrahmen danach getrocknet, kann das Band aufgeklebt werden.

Vor allem abends wollen alle ins Haus und so auch die Fliegen.  ( Foto: Shutterstock- ai Tha)

Vor allem abends wollen alle ins Haus und so auch die Fliegen. ( Foto: Shutterstock- ai Tha)

Fliegengitter sind die erste Wahl, wenn:

  • Fliegen, Mücken und andere Insekten gar nicht erst ins Haus kommen sollen
  • nach einer biologisch verträglichen Variante der Fliegenabwehr gesucht wird
  • eine kostengünstige und dauerhafte Möglichkeit der Fliegenabwehr wichtig ist
  • nicht nur Fenster, sondern auch Balkontüren oder Eingangstüren geschützt werden sollen
  • Fenster einer Dachschräge mit einem Fliegenschutz versehen werden sollen

Für Terrassen- oder Eingangstüren sind Fliegengitter als zusätzliche Tür einzupassen. Diese hat den Vorteil, dass sie sowohl von innen als auch von außen geschlossen oder geöffnet werden kann und dass sie diesen Bereich sicher vor dem Eindringen von Fliegen schützt.

Fliegen durch sorgfältigen Umgang mit Lebensmitteln vertreiben

Es ist nicht nötig, Fliegen auf der Terrasse zu vertreiben oder Essig gegen Fliegen einzusetzen, wenn diese Biester gar nicht erst vorhanden sind. Es gilt daher, Essensreste nicht unnötig herumstehen zu lassen. Verdorbene Speisen sollten umgehend entsorgt werden, Abfälle gehören auf den Komposthaufen.

Dieser wiederum sollte natürlich nicht unter dem Küchenfenster zu finden sein, sondern so weit wie möglich weg vom Haus. Auch die Mülltonnen stehen am besten ganz weit weg vom Wohngebäude.

Obst und Gemüse sollten nicht offen herumstehen, da sich die Fliegen hier gern hinsetzen. Sollten Fliegen im Haus sein, müssen Obst und Gemüse unbedingt gut abgewaschen werden, ehe sie gegessen werden.

Sind die Fliegen bereits im Haus, helfen angeblich einige Hausmittel  ( Foto: Shutterstock-nechaevkon )

Sind die Fliegen bereits im Haus, helfen angeblich einige Hausmittel ( Foto: Shutterstock-nechaevkon )

Einsatz einer Fliegenklatsche und andere Mittel

Sind die Fliegen bereits im Haus, helfen angeblich einige Hausmittel, die gleich noch vorgestellt werden. Eine Fliegenfalle ist im Haus eher unschön, hier sammeln sich die Fliegen rasch an, was nicht minder eklig ist als die noch fliegenden Insekten. Ein sinnvolles Hilfsmittel sind elektrische Fliegenklatschen.

Sie arbeiten mit einem leichten Strom, der für den Menschen nicht gefährlich ist, der aber einer Fliege den Garaus macht. Der Vorteil: Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Fliegenklatsche muss die Fliege nicht erschlagen werden, was häufig genug unschöne Flecken an der Wand hinterlässt.

Wer Fliegen in der Wohnung bekämpfen will, kann auch chemische Mittel einsetzen, die zum Sprühen im Handel erhältlich sind. Doch mit Kindern oder Haustieren in der Wohnung ist der Einsatz dieser Mittel nicht zu empfehlen. Der giftige Nebel legt sich auch auf Möbel, Kuscheltiere und Hundekörbchen und verliert hier nichts von seiner Giftigkeit.

Hilfreich sind des Weiteren Klebefallen, diese werden einfach aufgehängt und locken die Fliegen mit Pheromonen. Ihr Anblick ist allerdings nicht sehr schön.

Bei einer starken Fliegenplage in Wohngebieten kann es überdies nötig werden, dass ein Schädlingsbekämpfer hinzugeholt wird. Er geht mit professionellen Mitteln gegen die Plage vor.

Ist plötzlich eine starke Fliegenplage im Haus das Problem, kann es sein, dass irgendwo verdorbene Lebensmittel lagern und sich die Fliegen dort vermehren. Wohnungsbesitzer sollten dann versuchen, diese Brutstätte zu finden und zu beseitigen. Wenn den Fliegen jegliche Nahrungsgrundlage genommen wird, dezimieren sie sich ganz schnell wieder.

Video: Hausmittel gegen Fliegen im Haus – 5 Hausmittel wie Du Fliegen im Haus loswirst

Welche Hausmittel helfen gegen viele Fliegen im Zimmer?

Fliegen vertreiben mit dem Wasserbeutel? Essig gegen Fliegen einsetzen? Es gibt viele Hausmittel, die angeblich wahre Wunder vollbringen und die Fliegen verjagen sollen. Doch was ist wirklich dran an diesen Empfehlungen?

Wie lassen sich Fliegen mit Essig vertreiben?

Essig verströmt einen sehr starken Geruch, den Fliegen nicht mögen. Das Hausmittel „Fliegen mit Essig vertreiben“ basiert daher auf der Annahme, dass Fliegen die Umgebung, die nach Essig riecht, meiden würden. Dabei reicht es allerdings nicht, einfach eine Essigflasche nicht zu verschließen und zu hoffen, dass sich der Geruch schon ausreichend verbreiten würde.

Es ist sinnvoller, einen Kochtopf mit Essigwasser zu füllen und dieses Gemisch eine Zeit lang kochen zu lassen. Wer es besonders stark haben möchte, gibt nur sehr wenig Wasser hinzu oder lässt puren Essig aufkochen. Es ist zudem möglich, zusätzlich kleine Schalen mit Essigwasser im Haus zu verteilen. Fliegen nehmen dann einfach Reißaus.

Wie lassen sich Fliegen mit Lavendel vertreiben?

Auch Lavendel ist als Hausmittel gegen Fliegen bekannt. Der Vorteil ist, dass Lavendel deutlich weniger intensiv riecht als Essig, dennoch mögen ihn Insekten nicht. Neben Fliegen lassen sich sogar Mücken vertreiben! Das Öl sollte dafür auf ein Tuch geträufelt werden, danach wird dieses so platziert, dass sich der Duft im ganzen Raum verteilen kann. Damit riecht es überall nach Lavendel, der übrigens auch im Kampf gegen Motten sehr erfolgreich ist.

Ähnlich wie Lavendel wirken auch Lorbeer- und Pfefferminzöl, wobei vor allem Letzteres schön frisch riecht.

Wichtig: Nicht zu hoch dosieren, sondern nur wenige Tropfen des Öls auf ein Tuch geben! Andernfalls wird der Geruch zu intensiv und vom Menschen als unangenehm wahrgenommen.

Übrigens wird auch Katzen nachgesagt, dass sie Lavendel nicht mögen würden. Wer also Katzen im Haus hat, riskiert bei diesem Hausmittel durchaus, dass sich der Stubentiger nicht mehr wohlfühlt.

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen und Fliegen vertreiben will, sollte sie gar nicht erst in die Wohnung lassen.  ( Foto: Shutterstock-Radovan1)

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen und Fliegen vertreiben will, sollte sie gar nicht erst in die Wohnung lassen. ( Foto: Shutterstock-Radovan1)

Wie lassen sich Fliegen mit einem Wasserbeutel vertreiben?

Viele Menschen stellen sich immer wieder die Frage, wie viel Biozide eingesetzt werden müssen, damit sich der Mensch wohlfühlt und damit er frei von Schädlingen leben kann. Zum einen steht hierbei die Schädlingsbekämpfung als Gesundheitsschutz, zum anderen geht es darum, die Natur nicht zu stark zu belasten. Es gibt allerdings auch einige Hausmittel, die sich durchaus im Einsatz gegen Fliegen bewähren können. So auch der Wasserbeutel.

Man nehme dafür einen durchsichtigen und gut belastbaren Kunststoffbeutel und fülle ihn mit Wasser. Der Beutel wird fest verknotet und danach an der Tür oder am Fenster aufgehängt. Eine Erklärung dafür ist, dass sich die Fliegen angeblich darin spiegeln und dann verschwinden. Kritiker sehen diese Erklärung skeptisch, denn dann hätten die Spiegel im Bad den gleichen Effekt.

Andere erklären die Funktion des Wasserbeutels damit, dass hier in geringer Menge Wasser abgegeben wird, was die Luftfeuchtigkeit erhöht. Das wiederum mögen Fliegen nicht. Sollte dies der Grund sein, müssen auch im Haus aufgestellte Wasserschüsseln einen ähnlichen Effekt haben.

Fazit

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen und Fliegen vertreiben will, sollte sie gar nicht erst in die Wohnung lassen. Hier helfen dann am besten die Fliegengitter für Fenster und Türen, die genannten Hausmittel stellen auch eine Glückssache in ihrer Funktionsweise dar.

About Author

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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