Staubklassen bei Industriestaubsaugern: Welche Saugklassen gibt es?

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Bei der Auswahl eines passenden Industriestaubsaugers sind sie zu lesen: die Staubklassen. Das sagt die Klassifizierung aus!Staubsauger werden in verschiedene Staubklassen eingeteilt, von L, M und H ist hier zu lesen. Dabei sind die Staubklassen je nach Einsatzgebiet des Staubsaugers relevant.

Staubklassen von Bodenstaubsaugern: Notwendigkeit und Einteilung

Industriestaubsauger werden auf Baustellen und in Werkstätten, aber auch im privaten Umfeld eingesetzt. Je nach Einsatzbereich bzw. Einsatzumgebung sind sie dafür zuständig, gesundheitsgefährliche Stäube zu entfernen. Um schon vor dem Kauf des Staubsaugers zu wissen, für welche Art von Stäuben die einzelnen Geräte ausgelegt sind, gibt es unter anderem auf bodenstaubsauger.net Angaben zur Klassifizierung.

Wichtiger Unterschied von Industrie- zu normalen Haushaltsstaubsaugern: Erstere müssen deutlich höhere Anforderungen an die Staubbeseitigung erfüllen. Außerdem müssen sie Staub direkt absaugen, damit sich dieser nicht erst ablagern kann und später erneut aufwirbelt.

Notwendigkeit von Staubklassifizierung

Je nach Arbeitsumgebung muss ein Staubsauger leistungsmäßig angepasst sein. Er soll gefährliche Stäube jederzeit einfangen können und dafür sorgen, dass dieser nicht in die Luft gewirbelt wird. Industriesauger müssen dafür eine hohe Saugleistung aufweisen, außerdem benötigen sie gute Filtersysteme.

Damit eine Vergleichsmöglichkeit zwischen den verschiedenen Staubsaugern besteht, sind Staubklassen eingeführt worden. Diese Staubklassen erweisen sich beim Kauf eines Staubsaugers als wichtigste Kriterien, denn an ihnen hängt eine mögliche Gesundheitsgefahr beim Saugen. Doch nicht nur die Saugkraft spielt eine Rolle, auch die Größe des Behälters sowie das vorhandene Filtersystem ist relevant.

Bei der Klassifizierung von Staub beseitigenden Maschinen und hier insbesondere der Staubsauger gilt die DIN EN 60335-2-69 mit ihrem Anhang AA. Welcher Staubsauger im Einzelfall zum Einsatz kommen muss, ist von der Gefährdungsbeurteilung abhängig, die im Umgang mit den jeweiligen Maschinen sowie bezogen auf die Arbeitsumgebung gültig ist.

Fazit: Die Einteilung der Geräte in Staubklassen sorgt dafür, dass je nach vorhandenem Risiko ein passender Staubsauger ausgewählt werden kann.

Je nach Arbeitsumgebung muss ein Staubsauger leistungsmäßig angepasst sein. ( Foto: Shutterstock-megaflopp )

Je nach Arbeitsumgebung muss ein Staubsauger leistungsmäßig angepasst sein. ( Foto: Shutterstock-megaflopp )

Überblick über die Staubklassen

Die DIN teilt Stäube in verschiedene Staubklassen ein, die wiederum relevant sind für die Geräte, die Stäube beseitigen sollen. Damit gehören Staubsauger ebenfalls verschiedenen Staubklassen an bzw. tragen eine solche, mit der darauf hingewiesen wird, welche Art Staub beseitigt werden kann. Die folgenden Staubklassen sind aktuell gültig:

  • Staubklasse L

    Hier werden leichte bis leicht gefährliche Stäube eingruppiert, wie sie zum Beispiel als üblicher Hausstaub vorkommen. Auch die Stäube, die bei der Verarbeitung von Gips, Kalk oder Sand entstehen, gehören in diese Klasse. Die Stäube müssen nicht gesondert entsorgt werden. Bei der Entsorgung des Staubs müssen keine besonderen Anforderungen eingehalten werden. Der Staub selbst ist meist grobkörnig und kann daher leicht aufgenommen werden. Industriesauger, die die Staubklasse L aufweisen, können auch im privaten Hausgebrauch eingesetzt werden. Hier sind die Staubsauger vor allem für Allergiker von Vorteil sowie für alle Menschen, die unter Atemwegserkrankungen leiden.

  • Staubklasse M

    Mittelgefährliche Stäube gehören in diese Kategorie. Es zählen unter anderem Holzstäube, Lackpartikel und Metallstäube dazu. Wer intensiv mit Holz oder Metall arbeitet, sollte daher unbedingt einen speziellen Sauger mit Filter nutzen. Im Staubsauger mit der Staubklasse M wird die Luftgeschwindigkeit im Sauger gemessen, dies ist ebenso verpflichtend wie die staubarme Entsorgung des Beutels und des Filters.

  • Staubklasse H

    Hochgefährliche Stäube werden in diese Gruppe einsortiert. Sie sind stark gesundheitsgefährlich und können sogar krebserregend sein. Asbest, Bleistaub, Mineralfasern und Schimmelsporen zählen dazu. Auch der Filter des Staubsaugers muss bei Aufnahme solcher Stäube staubfrei entsorgt werden.

    Wichtig: Asbest stellt innerhalb der Staubklassen noch einmal ganz besondere Anforderungen, denn für die Beseitigung der Stäube muss ein spezieller Staubsauger verwendet werden. Hierbei reicht es nicht, dass das gewählte Modell mit der Klasse H gekennzeichnet ist. Bei Staubklasse H gilt wiederum, dass die Luftgeschwindigkeit im Staubsauger gemessen werden muss. Derartige Staubsauger werden in der Regel nur im gewerblichen Umfeld eingesetzt, sie sind für private Haushalte nicht nötig. Bei Sanierungen oder Umbauten, bei denen mit dem Aufkommen giftiger Stäube zu rechnen ist, sorgen die beauftragten Baufirmen für Sauger mit den passenden Staubklassen.

Industriesauger können in der Regel auch Flüssigkeiten aufsaugen, was im Haushalt von großem Vorteil ist. ( Foto: Shutterstock-M_Agency)

Industriesauger können in der Regel auch Flüssigkeiten aufsaugen, was im Haushalt von großem Vorteil ist. ( Foto: Shutterstock-M_Agency)

Leistungsfähige Industriestaubsauger: Auch für die Hausarbeit geeignet?

Eines vorweg: Nur, weil der Staubsauger als Industriestaubsauger bezeichnet wird, heißt das nicht, dass dieses Gerät leistungsfähiger ist als andere. Der Unterschied liegt in der Filter- nicht in der Saugleistung, wobei Sauger mit hoher Saugleistung häufig auch bessere Filter verbaut haben. Für die besondere Gründlichkeit eignet sich ein Nass-Trocken-Sauger, der auch für die Aufnahme von Flüssigkeiten bestens geeignet ist.

Wichtig: Ein herkömmlicher Staubsauger weist meist nur wenige Liter Beutelvolumen auf. Ein Industriesauger hingegen kann teilweise bis zu 30 Liter aufnehmen und eignet sich daher auch perfekt für den Dauerbetrieb bei Umbauten oder großen Reinigungsmaßnahmen.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl des passenden Staubsaugers

Während die meisten beim Kauf eines Industriesaugers nur auf die Leistung und auf die Literzahl des Auffangbehälters schauen, gibt es noch einige Punkte mehr, die hier relevant sind. Dazu zählt zum Beispiel die Länge des Stromkabels. Damit kann das lästige Umstecken des Kabels von einer Steckdose zur nächsten entfallen, wenn größere Flächen oder verschiedene Räume zu reinigen sind.

Relevant ist bei einem Vergleich der Industriestaubsauger auch die Dicke des Saugschlauchs. Sollen größere Klumpen, Steine oder Laub aufgesaugt werden können, sollte der Saugschlauch deutlich dicker sein. Im Haushalt sind solche Staubsauger freilich überdimensioniert und nicht nötig, wenn sie nicht gerade eingesetzt werden sollen, wenn ein Haus umgebaut oder saniert wird.

Wichtig: Wenn der Sauger auch Asche aufsaugen soll, muss er dafür explizit geeignet sein. Ansonsten droht bei den feinsten Aschepartikeln die Gefahr, dass die Elektronik des Staubsaugers nach und nach verstopft. Ein spezieller Aschesauger kann hier verwendet werden.

Sind Zusatzfunktionen erwünscht? Teilweise bieten die Staubsauger eine spezielle Blasfunktion, mit der Schmutz aus feinsten Schlitzen gepustet werden kann. Zudem lässt sich damit Laub wegblasen, sodass ein Laubbläser überflüssig wird. Des Weiteren sind teilweise integrierte Filterreinigungssysteme erhältlich, die von selbst starten und nicht separat zugeschaltet werden müssen. Einige Modelle lassen sich sowohl mit als auch ohne Auffangbehälter nutzen, wobei es natürlich einfacher ist, einen Auffangbeutel einfach herauszunehmen und durch einen neuen zu ersetzen. Dafür fallen bei einem behälterlosen Staubsauger keine neuen Behälter zum Kauf an.

Nachteilig ist die Lautstärke der Industriesauger, denn die Geräte sind häufig sehr laut. ( Foto: Shutterstock-Senyuk Mykola )

Nachteilig ist die Lautstärke der Industriesauger, denn die Geräte sind häufig sehr laut. ( Foto: Shutterstock-Senyuk Mykola )

Vor- und Nachteile von Industriesaugern im Haushalt

Industriesauger können in der Regel auch Flüssigkeiten aufsaugen, was im Haushalt von großem Vorteil ist. Sie bringen ein großes Fassungsvermögen mit und nehmen sehr viel Schmutz auf. Die Saugkraft ist im Allgemeinen stark, allerdings gibt es auch Modelle, deren Saugkraft nicht stärker ist als bei herkömmlichen Haushaltsstaubsaugern. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Stromkabel meist deutlich länger ist als bei konventionellen Saugern, zudem ist das Schlauchsystem weitaus länger bzw. bietet durch verschiedene Aufsätze mehr Funktionen. Industriesauger lassen sich meist leicht manövrieren und erfordern einen geringen Reinigungs- und Wartungsaufwand. Sie sind für die Aufnahme von grobem und feinem Schmutz geeignet.

Nachteilig ist die Lautstärke der Industriesauger, denn die Geräte sind häufig sehr laut. Sie verbrauchen zudem meiste mehr Strom, was schon allein durch die höhere Leistungskraft begründet ist. Ein solcher Industrie- oder Gewerbesauger trägt sich auch nicht einfach die Treppe hinauf, denn die Geräte sind im Allgemeinen deutlich schwerer als normale Bodensauger. Sie sind zudem deutlich größer und warten mit Abmessungen auf, die es verhindern, dass der Sauger einfach in der nächsten Ecke verstaut wird.

Häufig fällt die Entscheidung zugunsten zweier Geräte: Zum einen wird auf einen konventionellen Bodensauger gesetzt, zum anderen auf einen Industriesauger. Somit steht ein Gerät für die üblichen Saugarbeiten zur Verfügung, der Industriesauger kann für bestimmte Maßnahmen, die mit viel Schmutz einhergehen, eingesetzt werden.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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