Gartenbepflanzung planen: Ideen und Tipps

0

Sei es, weil man den alten Garten nicht mehr sehen mag oder weil man beispielsweise ein neues Haus gekauft hat. Bei sehr vielen Menschen kommt früher oder später der Wunsch auf, ihren Garten neu zu gestalten.

Viele fahren nun in die Gärtnerei, kaufen dort in den meisten Fällen alles was irgendwie hübsch aussieht und greifen dann zum Spaten. Die Folge ist sehr oft, dass der neue Garten ganz anders aussieht als vorher gedacht. Bei einem Garten ist es wie bei fast allen Dingen im Leben, ohne eine gute Planung geht nichts. Im Folgendem werden alle wichtigen Schritte der Gartenplanung erklärt.

Gartenbepflanzung planen: Die Bestandsaufnahme

Viele Menschen verschätzen sich oft in dem Platz, den man meint, im Garten zu haben und über den Platz, der tatsächlich zur Verfügung steht. Um in diesem Punkt endgültige Klarheit zu bekommen, kommt man nicht umhin, eine exakte Bestandsaufnahme der zur Verfügung stehenden Fläche zu machen.

Dazu begibt man sich ausgestattet mit einem Maßband von ausreichender Länge und mit einem Block Karo-Papier in den Garten. Dort werden nun zuerst die Grundmaße aufgenommen und möglichst maßstabsgetreu auf das Karo-Papier gezeichnet. Als nächstes zeichnet man eventuell vorhandene Bäume, Büsche, Gartenhaus oder auch den Gartenteich in die Zeichnung ein. Auch die Abstände zum Haus, sollten in diesem Plan exakt vermerkt werden.

Vielfach ist man geneigt, im wahrsten Sinne nach der Holzhackermethode vorzugehen und sich von alten Bäumen zu trennen. Dabei sollte beachtet werden, dass neue Bäume in der Regel viele Jahre brauchen um zu wachsen. Besser ist es, vorhandene Altbepflanzung in die Gartenplanung zu integrieren. Bäume sollten nur dann gefällt werden, wenn diese nicht mehr tragen oder um zu stürzen drohen.

Gartenbepflanzung planen – Wünsche konkretisieren

Nachdem man weiß wie groß die zur Verfügung stehende Fläche ist, kann man nun anfangen zu träumen und sich vorstellen, was man alles in seinem Garten haben möchte. Hierbei kann man ruhig in die Vollen gehen. Wenn die Wunschliste am Ende eventuell zu lang ist, kann man immer noch Punkte wegstreichen. Auch die Kosten sollte man vorerst außer Acht lassen. Wenn man sich zum Beispiel einen Gartenteich wünscht gilt die Devise “Think big” auch wenn dieser am Ende doch kleiner als gewünscht ausfällt.

Gartenbepflanzung planen – Alles bekommt seinen Platz

Nachdem man die oben genannten Schritte vollzogen hat, geht man nun ins Detail und weist allen geplanten Gartenelementen ihren Platz zu. Dazu empfiehlt es sich, den Grundriss des Gartens mit allen Maßen mehrmals zu kopieren. Auf diese Weise erlangt man die Möglichkeit, hin und her zu planen. Also zum Beispiel das Rosenbeet gegen den Gartenteich zu tauschen.

Wenn man diese Planung macht, sollte man einige Punkte beachten. So ist es zum Beispiel nicht ratsam, den Gartenteich in der Nähe von Bäumen zu planen, denn das Wurzelwerk der Bäume würde auf der Suche nach Wasser in den Teich eindringen und diesen beschädigen. Baumwurzeln sind außerordentlich stark und brechen im Laufe der Zeit sogar Beton auf. Dies gilt natürlich nicht nur für Bäume, die bereits vorhanden sind, sondern auch für solche die gepflanzt werden sollen, denn auch diese werden irgendwann groß.

Auch der Wahl von Sitzplätzen sollte man einige Aufmerksamkeit widmen. Wenn die Terrasse zum Beispiel südlich ausgerichtet ist, könnte man bei der Gartenplanung einen zusätzlichen Sitzplatz im Schatten berücksichtigen. Bei der Planung von Beeten sollte man schon jetzt an die Pflanzen denen, die später dort wachsen sollen. Dies wird besonders vor dem Hintergrund wichtig, dass Pflanzen entweder Schatten, Halbschatten oder Sonne benötigen.

Beachten sollte man auch, dass im Garten einer Familie mit Kindern sich wirklich jeder so entfalten kann, dass er auch Freude am Garten hat. Für die Erwachsenen ist es sicherlich etwas schönes, mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse zu sitzen, Kinder langweilen sich dabei tödlich. Also sollte man bei der Gartenplanung auch eine Spielecke für die jüngere Generation in seine Planung mit einbeziehen.

Bei der Auswahl der Standorte von hochwachsenden Pflanzen wie Bäume, Hecken oder Büsche sollte man auf den richtigen Abstand zum Nachbargrundstück achten, um späterem Ärger vorzubeugen. Dieser kann zum Beispiel dann entstehen, wenn Äste von Bäumen über den Zaun ragen oder Hecken zu groß werden. Die Vorschriften hierfür sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Auskünfte erteilt in einem solchen Fall das zuständige Bauamt. Diese Auskünfte sind kostenfrei und rechtsverbindlich.

Gartenbepflanzung planen – Ästhetische Aspekte

Ein Garten hat jedoch nicht nur praktische, sondern auch ästhetische Anforderungen zu erfüllen. Macht man hier etwas falsch, wirkt der fertige Garten später wie zusammen gestückelt und auch sehr unruhig. Im Laufe der Zeit kann man sich an einer solchen Gartenbepflanzung wirklich sehr stören.

In einer Kopie des Gartenplanes sollte man einzeichnen, wo sich die Schatten- und Sonnenzonen befinden. Mit dieser Zeichnung geht es nun in den Gartenmarkt. Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man jedoch einiges beachten. Neben dem Standort, spielen auch die Farbwahl und auch die Blütezeiten der Pflanzen eine wichtige Rolle. Gartenbeete können sehr schnell unruhig und zu bunt wirken, wenn man farblich nicht zueinander passende Pflanzensorten ausgewählt hat.

Am schönsten sehen Beete aus, die in kontrastierenden Farben gestaltet sind. Also entweder dunkel oder hell. Aber auch Farbverläufe sehen sehr schön aus. Hierbei kann man sich am Regenbogen orientieren. Ein Beispiel wäre ein Farbverlauf von Gelb über Orange zu Rot. Möglich ist auch ein Farbverlauf von einem hellem Blau bis zu einem dunklen Violett.

Aber auch Pflanzen, die in Komplementärfarben erstrahlen, eignen sich sehr gut und sind schön anzusehen. So sehen zum Beispiel Gelb und Violett in Kombination miteinander sehr schön aus. Das Gleiche gilt für Orange und Blau. Bei der Auswahl der Farben kann man sich am Farbkreis orientieren. Alle Farben die sich gegenüber liegen, passen gut zusammen.

Zusätzlich kann man die Beete noch in unterschiedlichen Formen anlegen. So sieht zum Beispiel ein Herz aus roten Rosen fantastisch aus. Ebenso ein Beet in Form eines Fisches aus hellblauen Blumen.


Bildnachweis: ©sxc.hu – winterdove



Share.

About Author

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

Leave A Reply