Wandfarben Ideen: Für Innen- und Außenwände

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Wandfarben beeinflussen sehr stark, wie ein Raum wirkt. Unsere Ideen für die passenden Farben an Innen- und Außenwänden, zeigen: Die Farbwahl will gut überlegt sein. Was muss man beachten?

Wandfarben Ideen: Grundsätzliches zur Wandfarbe

Beim Einrichten und der Gestaltung eines Raums, denken viele zunächst an die Möbel, Accessoires und allgemeine Einrichtungsgegenstände. Doch mindestens ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Wandfarben. Denn diese haben einen ganz entscheidenden Einfluss darauf, wie ein Raum wirkt. Die Farbtöne bestimmen die Atmosphäre des Raums. Sie können Schönheitsfehler geschickt kaschieren, ein Zimmer viel größer und weiter wirken lassen als es eigentlich ist oder den Raum gemütlicher machen.

Falsch gewählte oder fehlerhaft angewandte Wandfarben, können die Gesamtatmosphäre eines Zimmers allerdings auch zerstören oder so erdrückend wirken, dass man sich nur ungern in dem betreffenden Raum aufhält. Da heißt es dann: So schnell wie möglich wieder überstreichen. Damit man sich diese doppelte Arbeit spart und hinterher mit dem Ergebnis zufrieden ist, haben wir hier einige sehr nützliche und hilfreiche Ideen und Tipps für die Wahl der richtigen Wandfarben, zusammengestellt.

Wandfarben beeinflussen sehr stark, wie ein Raum wirkt. (#01)

Wandfarben beeinflussen sehr stark, wie ein Raum wirkt. (#01)

Ideen und Tipps: Das sollte eine gute Wandfarbe können

Grundsätzlich gilt: Da jeder Farbton individuell wirkt und die Farbpalette in einem Zimmer anders beeinflusst, hängt die Wahl der Farbe zunächst einmal vom Raumtyp ab. Fürs Wohnzimmer sollten andere Wandfarben verwendet werden als fürs Schlafzimmer, fürs Bad andere als für das Esszimmer. Weiter unten im Text gibt’s unsere Ideen, welcher Farbton am besten zu welchem Raumtyp passt. Doch unabhängig davon, lautet die wichtigste Frage vor dem Kauf zunächst: Was sollten gute Wandfarben eigentlich allgemein alles können?

Die wichtigsten Eigenschaften einer Wandfarbe sind:

  • Deckkraft: Qualitäts-Wandfarben decken schon bei einmaligem Streichen selbst farbige Untergründe verlässlich ab und schaffen gleichmäßige Oberflächen
  • Nassabrieb: Der Nassabrieb bestimmt, ob sich die Farbe gut reinigen lässt (Strapazierfähigkeit)
  • Glanzgrad: Ebenso wichtig für die Wandgestaltung und wie die Wandfarbe wirkt, ist die Beschaffenheit. Der Glanzgrad (von glänzend bis matt) legt die Optik einer Farbe fest, wenn sie getrocknet ist
Grundsätzlich gilt: Da jeder Farbton individuell wirkt und die Farbpalette in einem Zimmer anders beeinflusst, hängt die Wahl der Farbe zunächst einmal vom Raumtyp ab. (#02)

Grundsätzlich gilt: Da jeder Farbton individuell wirkt und die Farbpalette in einem Zimmer anders beeinflusst, hängt die Wahl der Farbe zunächst einmal vom Raumtyp ab. (#02)

Ideen für die Wandgestaltung: Helle Farben

Eine helle Wandfarbe passt am besten zu eher kleinen Räumen. Der Grund: Sie treten optisch gewissermaßen zurück und lenken den Blick in die Weite, wodurch das Zimmer gleich viel größer erscheint. Da sie einfallendes Licht reflektieren, sind helle Wandfarben auch sehr gut für dunklere Räume mit geringem Sonnenlichteinfall, geeignet. Die neutralste aller Wandfarben ist weiß. Weiß hat den Vorteil, dass sie zu fast allen Materialien und Möbeln passt und sich problemlos mit vielen Accessoires kombinieren lässt. Da sie sehr reduziert, zurückhaltend und neutral wirkt, gilt sie als optimale Wandfarbe fürs Schlafzimmer.

Doch aufgepasst bei großen Räumen: Schnell wirkt weiß auch etwas kühl und steril, ähnlich der Atmosphäre eines Patientenzimmers in einer Klinik. Abhilfe schaffen hier Farben in Creme- und Pastelltönen, wie z.B. Hellgrau, Sand oder Beige. Sie wirken – in weiten Räumen – nicht so hart und kalt, verleihen dem Zimmer stattdessen oft eine warme und beruhigende Atmosphäre. Und: Auch bei diesen Wandfarben gibt es ganz wunderbare Möglichkeiten und Ideen, wie sie sich mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen kombinieren lassen.

Egal ob Braun, Anthrazit oder Aubergine: Dunkle, ausdrucksstarke Farbtöne und -nuancen, erfordern mehr Mut als die hellen. (#03)

Egal ob Braun, Anthrazit oder Aubergine: Dunkle, ausdrucksstarke Farbtöne und -nuancen, erfordern mehr Mut als die hellen. (#03)

Wandgestaltung: Dunkle Wandfarben

Egal ob Braun, Anthrazit oder Aubergine: Dunkle, ausdrucksstarke Farbtöne und -nuancen, erfordern mehr Mut als die hellen. Denn schnell wirken diese Farben einnehmend und erdrückend, vor allem wenn alle Wände des Zimmers in diesem Farbton gehalten sind. Besser daher: Lieber einzelne Flächen betonen und hervorheben oder nur eine Wand in dieser Farbe streichen. Oder aber: Für Decke, Boden und Wände verwandte Farbtöne benutzen.

Der angenehme Nebeneffekt: Die Raumkonturen verschwimmen und erzielen eine besondere Spannung im Zimmer. Wer es facetten- bzw. variantenreicher mag, der sollte bei Leisten, Möbeln und Einrichtungsgegenständen auf Kontraste achten. Heben sich diese Kontrastfarben – z.B. warme Metallic-Töne oder helles Holz der Möbel – vom Hintergrund ab, erzielt man eine besonders sanfte und elegante Raumwirkung. Gerade fürs Wohnzimmer geeignet.

Noch ein Tipp bevor es ans Streichen geht: Die dunklen Wandfarben müssen vorher gut aufgerührt werden. Denn die Farbpigmente, die in dunklen Wandfarben in weit höherer Anzahl vorkommen als in hellen, können sich am Eimerboden festsetzen. Durch das Verrühren, werden die Farbpigmente gleichmäßig verteilt.

Rot-Töne (also z.B. auch Pink oder Orange) können ganz wunderbar in die Küche oder auch das Wohnzimmer passen. (#04)

Rot-Töne (also z.B. auch Pink oder Orange) können ganz wunderbar in die Küche oder auch das Wohnzimmer passen. (#04)

Rot, Blau, Grün: Ideen für die richtige Wandfarbe

Die Farbe Rot und mit ihr verwandte Farbtöne, zählen zu den beliebtesten Farben überhaupt. Da wir mit Rot solch intensive Gefühle wie Liebe und Leidenschaft verbinden und der Farbton für eine behagliche, gemütliche Stimmung sorgt, findet er sich in vielen Wohnungen wieder. Ob an der Wand, den Möbeln oder den Accessoires. Auch für diese Farbe gibt es unzählige Möglichkeiten zur Kombination und viele tolle Ideen für eine anregende Wandgestaltung.

Rot-Töne (also z.B. auch Pink oder Orange) können ganz wunderbar in die Küche oder auch das Wohnzimmer passen. Vorausgesetzt, das Wohnzimmer besitzt eine gewisse Größe. Denn: Rot und viele verwandte Farbtöne verkürzen die Räume optisch und lassen sie in der Folge kleiner wirken.

Die Wandfarben Grün und Blau haben vieles gemeinsam: Sie erzielen z.B. eine ausgeglichene, harmonische Wirkung und erzeugen eine angenehme, wohltuende Ruhe im Zimmer. Bestens geeignet sind diese Farben daher fürs Schlafzimmer oder auch das Bad. Räume, in denen man zur Ruhe kommen und abschalten möchte.

Für die wenigsten ist es ein Problem, die eigenen vier Wände von innen zu streichen. Aufwendiger gestaltet sich da schon der Anstrich der Putzfassade. (#05)

Für die wenigsten ist es ein Problem, die eigenen vier Wände von innen zu streichen. Aufwendiger gestaltet sich da schon der Anstrich der Putzfassade. (#05)

Farbe für die Außenwände

Für die wenigsten ist es ein Problem, die eigenen vier Wände von innen zu streichen. Aufwendiger gestaltet sich da schon der Anstrich der Putzfassade. Auch, wenn es z.B. nur eine einzelne Wand oder ein Fassadenabschnitt ist. Das wichtigste Hilfsmittel in aller Regel: Ein Gerüst.

Diese kann man aber problemlos mieten. Doch auch wer sich dazu entschließt, seine Außenfassade professionell von einer Firma streichen zu lassen, steht irgendwann vor der Frage: Welche Wandfarben eignen sich am besten? Hier geht es nicht allein um die Optik, da die Fassadenfarbe ganz andere Eigenschaften (z.B. Schutzfunktion, Wetterfestigkeit) mitbringen muss als z.B. die klassische Dispersionsfarbe für die Innenwand.

Ideen und Möglichkeiten, wie man seine Fassade letztlich streicht, gibt es reichlich. Das entscheidende: Die Farbe sollte immer zum Gesamtbild – bestehend aus Haus, Dach, Garten und Nachbarschaft – passen.

Der Farbton eines Hauses ist gewissermaßen die Visitenkarte des Gebäudes und vermittelt schon von weitem einen ersten Eindruck. (#06)

Der Farbton eines Hauses ist gewissermaßen die Visitenkarte des Gebäudes und vermittelt schon von weitem einen ersten Eindruck. (#06)

Fassadenfarbe: Inspiration, Ideen und Beispiele

Der Farbton eines Hauses ist gewissermaßen die Visitenkarte des Gebäudes und vermittelt schon von weitem einen ersten Eindruck. Sind an einer Fassade z.B. Risse zu erkennen, ist sie schmutzig oder bröckelt der Putz, wirkt das unschön und ungepflegt. Experten raten, ca. alle 8 bis 15 Jahre der Außenfassade einen neuen Anstrich zu verpassen. Abhängig vom Grad der Verschmutzung.

Wie bei Wandfarben für den Innenbereich auch, wirken warme Töne und Nuancen wie z.B. Orange, Gelb oder Violett, auch auf Außenfassaden einladend und positiv. Etwas distanzierter und kühler kommen dunklere, kalte Wandfarben wie Grün oder Blau, daher. Allerdings kommt es beim Haus ganz wesentlich auch auf die umgebenden (Umwelt-) Einflüsse an. Faktoren wie die Lage des Hauses, die Größe, Sonneneinstrahlung, die Beschaffenheit des Gartens und auch die Optik der angrenzenden Häuser, entscheiden maßgeblich darüber, wie eine Farbe wirkt.

Mit auffällig grellen, leuchtenden Tönen sollte man eher vorsichtig sein: Sie harmonieren oft nicht mit der Umgebung und sind im Gesamtbild zu dominant. Wer unsicher ist, sollte sich Ideen und Ratschläge z.B. im Baumarkt des Vertrauens oder beim Malerbetrieb in der Nähe, holen.

Es muss ja nicht immer gleich eine komplette Häuserfassade sein, oft hat auch nur mal das Dach der Garage, das Gartentor oder die Fassade des Gartenhäuschens einen Anstrich nötig. (#07)

Es muss ja nicht immer gleich eine komplette Häuserfassade sein, oft hat auch nur mal das Dach der Garage, das Gartentor oder die Fassade des Gartenhäuschens einen Anstrich nötig. (#07)

Tipps fürs selber streichen

Es muss ja nicht immer gleich eine komplette Häuserfassade sein, oft hat auch nur mal das Dach der Garage, das Gartentor oder die Fassade des Gartenhäuschens einen Anstrich nötig.

Drei Arten von Farben stehen zur Wahl:

  • Kunst- / Silikonharzfarbe
  • Silikatfarbe
  • Dispersionsfarbe

Aufgrund der schlechten Witterungsbeständigkeit, werden Kalkfarben heutzutage nur noch sehr selten benutzt. Einen weitaus besseren Schutz vor Regen und unbeständiger Witterung, bieten da z.B. die Silikatfarben, die bei der Außen-Wandgestaltung oft zum Einsatz kommen. Auch, weil sie sich recht einfach verarbeiten lassen.

Doch Achtung: Da sie stark alkalisch sind, besteht Verätzungsgefahr. Ebenfalls einen guten Schutz vor Regen bieten die Dispersionsfarben, die sich für fast alle Untergründe eignen. Der große Vorteil der Silikonharzfarbe hingegen: Der außergewöhnlich gute Reinigungseffekt.


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About Author

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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