Beim Landesforum der Brandschutzerziehung in Bensheim kamen rund 200 Einsatzkräfte aus allen Regionen Hessens zusammen, darunter 24 Brandschutzerzieher aus dem Vogelsbergkreis, um zeitgemäße Lehrmethoden und technische Innovationen vorzustellen und zu erörtern. Innenminister Roman Poseck unterstrich in seiner Eröffnungsrede die zentrale Rolle effektiver Präventionsarbeit. Im Verlauf der Veranstaltung vertieften Workshops interkulturelle Ansätze, kindgerechte Brandschutzerziehung sowie das Verkehrspräventionsprojekt CrashKurs Hessen. Ergänzend lieferten Impulsvorträge lokaler Fachvertreter wertvolle Praxistipps und stärkten so bundeseinheitliche Standards.
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Forum Vogelsbergkreis: Zentrale Angstfreie Katastrophenvorbereitung und inklusive Brandschutzerziehung diskutiert
Am Forum diskutierten Teilnehmer zentrale fachliche Themen wie die angstfreie Vorbereitung von Kindern auf Katastrophensituationen sowie spezielle Brandschutzerziehung für Menschen mit geistiger Behinderung. Dabei brachten 24 ehrenamtliche Brandschutzerzieher aus acht Gemeinden ihr Engagement, Fachwissen und regionale Perspektiven ein. Ergänzt wurde die Runde durch Haupt- und Ehrenamtliche Koordinatoren des Vogelsbergkreises: Heidi Schmidt und Kreisbrandmeister Andreas Leinweber. Ihre Praxiserfahrung und Kompetenzen förderten Lösungsansätze zur Methodikoptimierung und Austauschkultur, um Präventionsarbeit nachhaltig zu stärken.
In Hessen nehmen Brandschutzerziehung und Aufklärung eine Schlüsselrolle im vorbeugenden Bevölkerungsschutz ein. Schon im frühen Kindesalter lernen Teilnehmer durch praxisorientierte Übungen, Gefahren zu erkennen, Notrufe korrekt abzusetzen und eigenverantwortlich zu handeln. Feuerwehrfahrzeuge mit moderner Ausstattung unterstützen die Ausbilder. Regelmäßige Fortbildungen gewährleisten die Aktualität pädagogischer Konzepte. Durch gezielte Ansprache verschiedener Alters- und Zielgruppen wird das Risikobewusstsein gestärkt und das Engagement für den Brandschutz nachhaltig gefördert. Lernmaterialien werden kontinuierlich weiterentwickelt und evaluiert.
Die Brandschutzerziehung und -aufklärung sind essenzielle Bestandteile der Feuerwehrprävention in Hessen. Sie vermitteln praxisorientierte Kenntnisse zum Verhindern von Bränden, zum richtigen Absetzen von Notrufen sowie zum sicheren Verhalten im Ernstfall. Zielgruppen reichen von Vorschulkindern über Schulklassen bis hin zu Seniorengruppen. Angesichts fortschreitender technischer Ausstattung und neuer didaktischer Methoden sind regelmäßige Schulungen und Updates für die überwiegend ehrenamtlichen Ausbilder unverzichtbar, um Lerninhalte aktuell zu gestalten und praxisorientiert evaluiert sowie laufend dokumentiert.
Minister Poseck betont lebensrettende Brandschutzerziehung und Mitgliedergewinnung durch Gerätewagen
Prof. Roman Poseck betonte anlässlich der Eröffnung des Forums die zentrale Rolle der Brandschutzerziehung als lebensrettende Maßnahme und wichtigen Faktor bei der Nachwuchsgewinnung für hessische Feuerwehren. Dabei verwies er auf die landesfinanzierten Gerätewagen Brandschutzerziehung, die mit moderner Ausrüstung ausgestattet flächendeckend in allen Landkreisen und kreisfreien Städten im Einsatz sind. Diese mobilen Einheiten ermöglichen praxisnahe Schulungen und stärken die Präventionsarbeit durch professionelle Ausstattung. Sie fördern praxisnahe Schulungserfahrungen und regionalen effizienten Erfahrungsaustausch.
Baumann, Fischer und Kommunalvertreter begrüßen Brandschutzforum unter Moderator Grau
Erwin Baumann, Direktor der Landesfeuerwehrschule, und Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, hießen gemeinsam mit Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeisterin Christine Klein und stellvertretendem Kreisbrandinspektor Markus Stracke insgesamt rund 200 Teilnehmer willkommen. Michael Grau, Vorsitzender des Fachausschusses für Brandschutzerziehung, führte als Moderator durch die offizielle Eröffnung. Die hochrangigen Gäste betonten die Bedeutung fachlicher Fortbildung, förderten den Austausch unter Einsatzkräften und unterstrichen die Relevanz präventiver Bildungsmaßnahmen für die hessischen Feuerwehren, engagiert, partnerschaftlich, öffentlichkeitswirksam.
Praxisnahe Fachvorträge vermitteln flexible zielgerichtete Brandschutzerziehung für diverse Zielgruppen
Innerhalb von zwanzig Fachvorträgen wurden pädagogische und technische Aspekte vermittelt: Beginnend mit kindgerechten Erklärungen zum Verhalten im Brandfall bis zur Berücksichtigung interkultureller Besonderheiten. Ergänzt wurden theoretische Einheiten durch praxisorientierte Konzepte wie den rollenden Werkzeugkoffer, der flexibel in Schulen und Kindergärten eingesetzt werden kann. Diese Vielfalt an Themen ermöglichte den Ausbildern wertvolle Impulse und bewährte Methoden für einen zielgruppenspezifischen und adaptiven Unterricht direkt am Einsatzort und förderte nachhaltiges Lernen in Schulungssettings.
Unmittelbarer kollegialer Dialog verbessert Vernetzung und stärkt Fachkompetenz nachhaltig
Im Mittelpunkt des Forums stand der direkte fachliche Austausch der Einsatzkräfte. Moderierte Diskussionsrunden ermöglichten die Klärung komplexer Fachfragen auf Augenhöhe und die gemeinsame Erarbeitung praxisnaher Lösungsansätze. Der strukturierte Dialog fördert kollegiales Miteinander, intensiviert die Zusammenarbeit und erleichtert den Wissenstransfer zwischen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten. Durch diesen offenen Erfahrungsaustausch werden Aus- und Fortbildung kontinuierlich optimiert, fachliche Standards gehoben und die Einsatzbereitschaft im Bevölkerungsschutz nachhaltig gestärkt. Die Teilnehmer profitieren von messbaren Effekten.
Ralf Drexelius stellt CrashKurs Hessen Verkehrspräventionskampagne für Jugendliche vor
In der Nachmittagssession präsentierte Ralf Drexelius vom Polizeipräsidium Südhessen das Verkehrspräventionsprogramm „CrashKurs Hessen“. Mit zielgerichteten Workshops und interaktiven Modulen spricht die Kampagne vor allem Jugendliche und junge Erwachsene an. Durch praxisnahe Verkehrssimulationen, Erfahrungsberichte von Experten und Fallanalysen sollen Risikokompetenzen gestärkt und das Unfallbewusstsein geschärft werden. Ergänzend zur Brandschutzaufklärung vermittelt das Projekt lebensrettende Verhaltensstrategien und trägt nachhaltig zur Senkung schwerer Verkehrsunfälle in Hessen bei. Begleitende Informationsmaterialien unterstützen die Umsetzung im Alltag.
Das Bundesforum zeigt anschaulich, wie Brandschutzerzieher ihre Fachkompetenz durch fundierte Vorträge, modern ausgestattete Gerätewagen und praxisorientierte Workshops kontinuierlich erweitern. Durch die Verbindung von technischer Ausstattung, effektiver und methodischer Weiterbildung und aktivem fachlichem Austausch entsteht eine nachhaltige Präventionsstrategie in Hessen. Innovative Programme wie der CrashKurs Hessen ergänzen die Maßnahmen, fördern das Bewusstsein für mögliche Risiken, verbessern den zivilen Schutz der Bevölkerung und unterstützen langfristig die Gewinnung motivierter Mitglieder für die Feuerwehren.

