Multimeter: So lesen Sie richtig ab

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Ein Multimeter ist ein vielseitiges Messinstrument, das Ohm-, Ampere- und Voltmeter in einem einzigen Gerät vereint. Mit dem nützlichen Instrument kann also der Widerstand, die Spannung und Stromstärken von Gleich- sowie Wechselstromschaltungen gemessen werden. Wie das Multimeter richtig eingesetzt wird und worauf beim Ablesen zu achten ist, erklären wir im Folgenden.

Multimeter – Aufbau und Funktion

Im Allgemeinen besteht das Multimeter aus einer Anzeige, einem Wählschalter sowie zwei bis drei Anschlussbuchsen für die Messsonden. Bei modernen Geräten ist die Anzeige häufig digital und zeigt das Ergebnis in einer numerischen Schreibweise an, was Ablesefehler effektiv vermeidet. Geräte mit analoger Anzeige weisen eine bogenförmige Skala auf, über der sich ein Zeiger befindet, der das entsprechende Messergebnis wiedergibt. Bei analogen Geräten ist es wichtig, genau abzulesen und den eingebauten Spiegel zu benutzen, um Parallaxenfehler zu verhindern. Die Stellung des – meist kreisrunden – Wählschalters bestimmt die Funktion sowie den Messbereich des Multimeters. Die Anschlussbuchsen für die Messsonden befinden sich für gewöhnlich im unteren Teil des Multimeters, hier werden die Stecker der Sonden eingesteckt.

Messbereich auswählen und Werte korrekt ablesen

Bevor eine Messung gestartet wird, werden die Sonden in die entsprechenden Buchsen gesteckt. Diese sind für gewöhnlich mit „-“ oder „COM“ sowie „+“ beziehungsweise „V“ für „Volt“ und dem Omega-Zeichen gekennzeichnet. Mit Hilfe des Wählschalters wird nun die entsprechende Funktion ausgewählt – beispielsweise Ohm für eine Widerstandsmessung – und dabei gleich ein passender Messbereich eingestellt.

Der Messbereich sollte immer korrekt ausgewählt werden, damit Schäden am Gerät und Verletzungen des Nutzers verhindert werden. Bei analogen Anzeigen ist die Ohm-Skala in der Regel die oberste Skala und hat ihre höchsten Werte auf der linken Seite. Haben die beiden Sonden während der Messung keinen Kontakt, so zeigt die Ohm-Skala einen unendlich hohen Widerstand an, was bedeutet, dass kein Durchfluss herrscht. Werden die Messleitungen nun an ein Objekt angelegt – beispielsweise an Sockel- und Fußkontakt einer Glühbirne – kann der Widerstandswert auf der entsprechenden Skala oder der Digitalanzeige abgelesen werden.

Beim Ablesen der Werte ist zu beachten, dass der Messbereich berücksichtigt werden muss. Ist beispielsweise der Bereich „Rx100“ ausgewählt, so muss der abgelesene Wert mit dem Faktor 100 multipliziert werden, um das richtige Ergebnis zu erhalten.

Das Multimeter – Ein vielseitiges Werkzeug für Elektronikarbeiten

Mit einem Multimeter können Elektroteile schnell und einfach auf ihre Funktion überprüft werden. Auch bei Modelbooten und -autos lässt sich mit diesen Geräten die noch vorhandene Spannung messen.

Zwar erfordert die Bedienung Erfahrung und wirkt im ersten Moment kompliziert, mit ein wenig Übung wird der Nutzer allerdings schnell mit dem Gerät vertraut. Für den Einstieg eignet sich beispielsweise hervorragend das Messen von Widerständen bei Glühbirnen. Auch die Spannung von gewöhnlichen Batterien kann gefahrlos für Übungszwecke gemessen werden. Aus den Ergebnissen erhält man gleichzeitig eine Aussage bezüglich des Ladezustandes der Batterie.


Bildnachweis: © freeeimages.com – Maxime Perron Caissy

Über den Autor

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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