Putzträgerplatten professionell anbringen

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Putzträgerplatten sind der Kern eines Wärmedämmverbundsystems (WDSV). Jedoch sind sie nicht nur putztragende Platten, sondern vielmehr putztragende Dämmstoffplatten. Die Putzträgerplatten erfüllen im Allgemeinen drei Aufgaben: Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz – und dies sowohl an Fassaden von Altbauten als auch von Neubauten.

Putzträgerplatten sind im Handel in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ein WDSV wird häufig mit dem Dämmstoff Polystyrol hergestellt. Dieser gilt als schwer entflammbar. Es lassen sich jedoch auch Stoffe einsetzen, die gar nicht brennbar sind.

Putzträgerplatten aus Steinwolle

Eine Steinwolle-Putzträgerplatte ist eine Variante, die nicht brennbar ist. Sie gewährleistet durch eine stark verdichtete Oberlage eine leichte Verdübelung sowie eine sehr gute Putzhaftung. Putzträgerplatten aus Steinwolle werden somit in einem sogenannten mineralischen Wärmedämmverbundsystem verarbeitet. Putzträgerplatten aus Mineralwolle lassen sich besonders gut verarbeiten, weil sie sich aufgrund einer weichen und einer harten Seite bestens einpassen lassen. Des Weiteren weisen sie einen hohen Wärmeschutz auf, der auf einer geringen Wärmeleitfähigkeit beruht. Zusätzlich sind derartige Putzträgerplatten wasserabweisend und schalldämmend. Aufgrund der mineralischen Basis sind sie außerdem hundertprozentig recycelbar und somit gut für die Umwelt.

Effiziente Verarbeitung von Putzträgerplatten

Putzträgerplatten sind aufgrund ihres Aufbaus sehr stabil und sorgen damit für eine ideale Lastverteilung. Sie lassen sich schnell und effizient verarbeiten. Für eine einfache Verdübelung und eine gute Putzhaftung sorgt eine hoch verdichtete Oberlage. Pro Quadratmeter sind höchstens zehn Dübel vorzusehen, die vor dem Aufsetzen des Gewebes festgesetzt werden.

Die weiche Seite (Kleberseite) macht eine maschinelle Verarbeitung des Mörtels auf dem Untergrund möglich, so dass die Putzträgerplatten anschließend sofort in das dafür vorgesehene Kleberbett hinein gedrückt werden können.

Die oberflächenbündige Verdübelung der Platten

Die widerstandsfähige Oberlage ist ungefähr zwei Zentimeter dick. Damit lässt sich eine sogenannte vertiefte Montage – eine bündig abschließende Verdübelung – realisieren. Um Dübelabzeichnungen im Oberputz zu vermeiden, können auf den Putzträgerplatten sogar Dübelteller eingesetzt werden. Bei Dübelabzeichnungen handelt es sich um Schönheitsmakel, die oft erst nach einer gewissen Zeiten auftreten. Die sichtbaren Flecken kommen zum Vorschein, wenn oberflächenbündig montierte Dübel wegen der dargestellten Wärmebrücke punktuell einen höheren Wärmedurchgang erlauben, so dass der Putz darauf schneller trocknet, als in den anderen Bereichen. Dieser Effekt kann gezielt vermieden werden. Dafür werden die Dübelteller versenkt und im Anschluss mit Dämmstoff bedeckt.

Putzträgerplatten aus Holzfasern anbringen

Eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Dämmstoffen sind im Holzbau Putzträgerdämmplatten aus Holzfasern. Auch mit diesen Platten lassen sich diffusionsoffene Außenwandgestaltungen umsetzen. Die Holzplatten müssen vor Staunässe und Durchnässung geschützt werden. Nur Putzträgerplatten, die sauber, trocken und unbeschädigt sind, dürfen weiterverarbeitet werden. In der Regel werden die Platten dafür im Trockenverfahren behandelt. Auch die Putzträgerplatten aus Holzfasern werden mechanisch befestigt (je nach Größe mit Klammern oder Dübeln) oder verklebt.


Bildnachweis: © morguefile.com – krosseel

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Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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