Regale für die Küche selber bauen

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In der Küche wird meist viel Stauraum benötigt, schließlich müssen Tassen, Teller und sämtliche weitere Utensilien untergebracht werden. Wir haben zwei Küchenregale entdeckt, die sowohl praktisch sind als auch eine besondere Optik haben.

Zwei praktische Küchenregale: einfach selber bauen

Ob ein Thekenregal, zwei große oder zwei kleine Küchenregale – mit dieser Anleitung kann in wenigen Schritten Stauraum für die Küche geschaffen werden. Lediglich die Materialien unterscheiden sich dabei.

Material für das Thekenregal

Es werden insgesamt fünf 19 Millimeter starke MDF-Platten mit den Maßen 1400 x 300 Millimeter (zwei Stück; Böden), 300 x 142 Millimeter (zwei Stück; Seitenteile) und 1400 x 180 Millimeter (ein Stück; Rückwand) benötigt. Möchte man lieber zwei große Regale bauen, werden ebenfalls 19 Millimeter starke MDF-Platten benötigt, vier Stück, die 800 x 300 Millimeter messen (Böden), vier Stück, die 300 x 262 groß sind (Seitenteile) und zwei Stück mit den Maßen 800 x 300 Millimeter (Rückwände).

Für die beiden kleinen Regale werden die 19 Millimeter starken MDF-Platten in den Größen 600 x 200 Millimeter (vier Stück; Böden), 162 x 200 Millimeter (vier Stück; Seitenteile) und 600 x 200 Millimeter (zwei Stück; Rückwände) gekauft. Darüber hinaus müssen noch 122 Kreuzschlitzschrauben (4 x 40 Millimeter), elf Kreuzschlitzschrauben à 5 x 70 Millimeter, elf 8er Dübel, 750 Milliliter Vorstreichfarbe, 375 Milliliter weißen Universallack, 750 Milliliter Mix Lack in Orange, Spachtelmasse sowie 310 Milliliter Montagekleber gekauft werden. Für alle Regale wird folgendes Werkzeug gebraucht: einen Bleistift, einen Zollstock, einen Akkuschrauber, eine Schlagbohrmaschine, einen Schleifkork, 180er und 240er Schleifpapier, einen Senker, einen fünf und sechs Millimeter Holzbohrer, einen acht Millimeter Steinbohrer, einen Pinsel, eine Lackrolle sowie eine Spachtel.

MDF-Platten am besten im Baumarkt gleich zuschneiden lassen

Um sich Arbeit zu ersparen, können die MDF-Platten im Baumarkt kostenlos auf die richtigen Maße zugeschnitten werden. Zunächst werden je nach Regal in die Rückwand beziehungsweise die Rückwände in gleichmäßigen Abständen, das heißt 100 Millimeter seitlich und 60 Millimeter von oben, fünf Millimeter Löcher gebohrt für die spätere Wandmontage. Damit die Schrauben flächenbündig abschließen, sollten die Bohrungen mit einem Senker ausgerieben werden. Anschließend werden alle Kanten mit 180er Schleifpapier geschliffen. Nun können die Böden mit den Seitenteilen verschraubt werden. Dabei ist es ratsam, das Holzteil, durch das zuerst geschraubt wird, vorzubohren. Sind die Schrauben versenkt, werden die Schraubverbindungen verspachtelt und die Flächen mit 180er Schleifpapier glatt geschliffen.

Nun können alle Holzteile mit der Vorstreichfarbe grundiert werden. Ist die Farbe getrocknet, müssen die Flächen nochmals abgeschliffen werden, diesmal mit 240er Schleifpapier. Anschließend wird der Universallack aufgetragen. Ist dieser ebenfalls richtig getrocknet, muss auf den hinteren Kanten dünn Montagekleber aufgetragen werden. Die Rückwände werden nun mit 4 x 40er Schrauben an die einzelnen Regalteile angebracht. Jetzt können die Bohrlöcher für die Montage an die Wand gezeichnet und mit einer Schlagbohrmaschine und dem acht Millimeter Steinbohrer die Löcher gebohrt werden. Darin werden die Dübel eingeschlagen und schließlich die Regale mit den 5 x 70er Schrauben an die Wand angebracht.

Regal aus alter Europalette bauen!

Aus einer alten Europalette kann in wenigen Schritten ein Regal für die Küche gebaut werden, das nicht nur als Ablagefläche für Tassen und Dekoelemente dient, sondern auch durch das besondere Design ein sehr schöner Blickfang ist. Um dieses Regal zu bauen, werden lediglich eine Europalette, 24 Holzschrauben à 4 x 45 Millimeter, zwei Schrauben ( 4 x 60 Millimeter), zwei Dübel, einen Stift, einen vier Millimeter Holzbohrer, einen sechs Millimeter Steinbohrer, eine Säge, einen Zimmermannshammer oder ein Stemmeisen, eine Kneifzange, einen Bohrhammer und einen Akkuschrauber benötigt.

Im ersten Schritt wird die Europalette so platziert, dass die Unterseite nach oben zeigt. Mit Hilfe des Zimmermannshammers, des Stemmeisens oder der Kneifzange werden die drei aufgenagelten Bretter von den Füßen der Palette abgelöst. Wichtig ist, auch die hervorstehenden Nägel zu entfernen. Wer dieses Werkzeug nicht zur Verfügung hat, kann die Bretter auch entlang der Klötze absägen. Anschließend wird die Europalette aufgestellt, sodass die drei Fußpaare horizontal übereinander liegen.

Die abgelösten Bretter werden nun in der Mitte zersägt und entlang der Füße paarweise nebeneinander gelegt und festgeschraubt. Sie dienen später als Ablagefläche. Um das Regal an der Wand befestigen zu können, werden mit dem vier Millimeter Holzbohrer vier Löcher in die äußeren Bretter der Palette gebohrt. Die Löcher sollten so platziert sein, dass sie fünf Zentimeter unterhalb der oberen Füße sowie fünf Zentimeter oberhalb der unteren Füße liegen. Jetzt wird die Platte an die Wand gehalten, mit einer Wasserwaage ausgerichtet und die Bohrlöcher mit einem Bleistift an die Wand gezeichnet. Zum Schluss werden die Löcher mit dem acht Millimeter Steinbohrer gebohrt, die Dübel eingesteckt und schließlich das Regal aus der Palette an die Wand geschraubt.


Bildnachweis: © morguefile.com – TheBrassGlass

Über den Autor

Klaus Müller-Stern (25) studiert aktuell Maschinenbau, beschäftigt sich daneben jedoch schon lange mit allen Aspekten rund um Selbstständigkeit und Unternehmensgründung. Eloquent und scharfsinnig bringt er Themen wie Social Media oder den Finanzsektor auf den Punkt. Darüber hinaus blickt der passionierte Laufsportler in seinen Beiträgen hinter die Kulissen erfolgreicher Startup-Firmen.

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