Die richtige Beleuchtung für verschiedene Zimmer im Haus

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Das passende Licht sorgt für eine wohlige Atmosphäre im Haus. Somit steht die richtige Beleuchtung im Fokus jeglicher Planung. Hier sind die besten Tipps rund um passende Leuchtmittel und Leuchtenarten.

Die richtige Beleuchtung im Haus: Tipps und Regeln für das optimale Licht

Die meisten Menschen wünschen sich möglichst viel Licht im Haus. Es soll überall hell sein, die Möglichkeit zum Verdunkeln sollte gegeben sein. Dennoch ist die richtige Beleuchtung nicht damit erledigt, einfach eine Lampe an die Decke zu hängen und eine Stehlampe aufzustellen! Vielmehr kommt es auf die passende Lichtfarbe, die Inszenierung des Lichts und die damit zu erzeugende Atmosphäre an.

Tipps zur richtigen Beleuchtung

Die folgenden Tipps sind für die Auswahl der richtigen Beleuchtung wichtig:

  1. Möglichst viele Lichtquellen nutzen

    Tagsüber mag das große Fenster genügend Licht ins Zimmer lassen, doch in der dunklen Jahreszeit bzw. ab der Dämmerung wird es schwer, einen Raum ausreichend mit natürlichem Licht zu versorgen. Nun kommt es auf die ausreichenden Lichtquellen an, die idealerweise einzeln zu schalten sind.

    Standardmäßig ist ein Licht an der Decke vorgesehen, wobei sich hier Spots gut machen, die einzeln auf verschiedene Bereiche des Zimmers gestellt werden können. Zusätzlich sind Wandleuchten ideal, die einen speziellen Bereich beleuchten können.

  2. Direktes und indirektes Licht einplanen

    Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und keine Blendwirkung zu erzeugen, ist indirektes Licht ideal. Zudem lassen sich damit die Proportionen eines Raumes verändern. Indirektes Licht kann auch verwendet werden, wenn farbiges Licht im Raum gewünscht wird bzw. wenn eine sogenannte Zonenbeleuchtung angewendet werden soll. Mit der Kombination direktes und indirektes Licht erreicht man die ideale Beleuchtung für die Räume. Direktes Licht hat den Zweck eine helle Grundbeleuchtung zu schaffen, gezielt einzelne Bereiche hell auszuleuchten. Gute Beispiele für direktes Licht sind Leselampen, Schreibtischlampen, Lampen die gezielt bestimmte Bereiche bestrahlen.

    Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und keine Blendwirkung zu erzeugen, ist indirektes Licht ideal. ( Foto: Shutterstock-_Breadmaker )

    Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und keine Blendwirkung zu erzeugen, ist indirektes Licht ideal. ( Foto: Shutterstock-_Breadmaker )

  3. Auf Funktionalität setzen

    Jedes Zimmer im Haus wird anders genutzt, daher ist die richtige Beleuchtung nicht als allgemeiner Ratschlag zu verstehen, sondern muss auf den Einzelfall angepasst werden. Ein gutes Beispiel sind die Kinderzimmer: Sie benötigen eine allgemeine Raumbeleuchtung ebenso wie ein blendfreies Licht, mit dessen Hilfe das Kind abends noch lesen kann. Außerdem sollte eine indirekte Beleuchtung vorhanden sein, die beispielsweise als Hintergrundbeleuchtung bei Computerspielen oder zum Einschlafen hilfreich ist.

    Ein funktionales Licht sollte zudem die passende Lichtfarbe haben, wobei hier in erster Linie auf Tageslichtfarben gesetzt werden sollte. Diese erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, daher sieht die richtige Beleuchtung im Arbeitszimmer auch LEDs mit Tageslicht vor.

  4. Unsichtbare Leuchtmittel

    Die Leuchtmittel sollten nicht zu sehen sein, denn ansonsten würde der Betrachter geblendet werden. Dennoch kann bei der Lichtplanung im Wohnbereich auch auf Designmodelle gesetzt werden, die sich gerade durch diese sichtbaren Leuchtmittel auszeichnen. So sorgt eine Design-Glühlampe dafür, dass in dem jeweiligen Zimmer ein echter Hingucker zu finden ist.

  5. Die passende Lichtfarbe wählen

    War einst nur die Wattzahl wichtig, wenn eine Glühlampe getauscht werden musste, geht es heute um die richtige Beleuchtung und Lichtgestaltung. Wichtig ist dabei auch, ob das Licht warm oder kalt erscheint. Auch neutrale Lichtfarben sind möglich. Die Atmosphäre wird durch warmes Licht positiv beeinflusst, kaltes Licht ist vor allem für Arbeitsbereiche ideal. Überall dort, wo es gemütlich sein soll, ist kaltes Licht fehl am Platze. Tipp: Ein Dimmer ist für das Spiel mit dem Licht wichtig und sorgt dafür, dass die Beleuchtung wie gewünscht angepasst werden kann.

    Jedes Zimmer im Haus wird anders genutzt, daher ist die richtige Beleuchtung nicht als allgemeiner Ratschlag zu verstehen, sondern muss auf den Einzelfall angepasst werden. ( Foto: Shutterstock- archideaphoto )

    Jedes Zimmer im Haus wird anders genutzt, daher ist die richtige Beleuchtung nicht als allgemeiner Ratschlag zu verstehen, sondern muss auf den Einzelfall angepasst werden. ( Foto: Shutterstock- archideaphoto )

Die richtige Beleuchtung für jedes Zimmer

Ein Raum im Haus dient als Schlafzimmer, zwei weitere als Kinderzimmer. Dann wären da noch die Küche und das Bad, das Arbeits- sowie das Wohnzimmer. Auch die Flure müssen bedacht werden, denn sie stellen die Verbindung zwischen den einzelnen Zimmern im Haus dar und sind häufig durch fehlendes Tageslicht gekennzeichnet. Überall kommt es auf die richtige Beleuchtung an, wenn es darum geht, Wohlfühl- oder Arbeitszonen im Haus zu schaffen.

Die folgende Übersicht zeigt, wovon eine richtige Beleuchtung abhängt:

  • Licht im Wohnzimmer

    Die richtige Beleuchtung wird vor allem im Wohnzimmer geplant, denn für viele Hausbesitzer ist das Wohnzimmer der wichtigste Ort. Hier steht die Entspannung an oberster Stelle. Gleichzeitig geht es darum, eventuell Gäste zu empfangen oder auch mit der ganzen Familie bei einem lustigen Spieleabend zusammenzusitzen. Viele Ansprüche kommen hier zusammen, zumal nicht wenige Hausbesitzer eine separate Leseecke einrichten wollen.

    Es gilt also, überall für genügend Licht zu sorgen und gleichzeitig die Blendwirkung zu vermeiden. Mehrere Decken- und Hängeleuchten sind ideal, sie sollten sich über den Tischen befinden. Dazu kommen Tisch- und Stehleuchten, um einzelne Zonen des Raumes separat zu beleuchten.

  • Die Beleuchtung in Küche und Esszimmer

    Natürlich braucht die Küche eine Deckenlampe, mit der der Raum allgemein erhellt werden kann. Doch wie in keinem anderen Zimmer im Haus kommt es bei der Küche auf eine passende Zonenbeleuchtung an. Herdplatten und Arbeitsflächen sollten zusätzlich beleuchtet werden können, was unbedingt blendfrei geschehen muss. Unterschrankleuchten sind ideal, wobei es nicht zwingend Möbeleinbauleuchten sein müssen, die hier angebracht werden. Auch ein Lichtband kann bereits helfen, ist aber in der Regel weniger hell.

    Im Essbereich geht es gemütlicher zu. Das Licht hier sollte nicht zu hell sein und darf auf keinen Fall blenden. Eine Hängeleuchte über dem Esstisch ist optimal. Damit das Essen besser aussieht und sogar besser schmeckt, ist eine möglichst hohe Farbwiedergabe beim Kauf der Leuchtmittel ein wichtiger Auswahlaspekt. Tipp: Auch der Hintergrund sollte sanft beleuchtet werden, was mit einer Wandleuchte möglich ist.

    Die richtige Beleuchtung wird vor allem im Wohnzimmer geplant, denn für viele Hausbesitzer ist das Wohnzimmer der wichtigste Ort. ( Foto: Shutterstock- Photographee.eu_)

    Die richtige Beleuchtung wird vor allem im Wohnzimmer geplant, denn für viele Hausbesitzer ist das Wohnzimmer der wichtigste Ort. ( Foto: Shutterstock- Photographee.eu_)

  • Gut beleuchtete Schlafzimmer

    Damit das morgendliche Anziehen reibungslos ablaufen kann bzw. die Wahl der zusammenpassenden Kleidung leichter fällt, ist eine gute Allgemeinbeleuchtung im Raum wichtig. Im Schlafzimmer sollte sich daher wie in fast jedem Zimmer des Hauses eine Deckenleuchte befinden. Zusätzlich sollte der Spiegel am Kleiderschrank beleuchtet sein.

    Bei sehr tiefen Schränken ist übrigens eine Möbelleuchte im Inneren des Schrankes empfehlenswert! Nicht vergessen werden darf die Nachttischlampe, mit der abends noch ein paar Seiten gelesen werden können. Für Akzente sorgten beleuchtete Bücherregale oder Bilderrahmen mit integrierter Beleuchtung an den Wänden.

  • Genügend Helligkeit im Badezimmer

    Auch wenn der morgendliche Blick in den Spiegel hart sein kann, ist ein möglichst helles Licht im Badezimmer doch wichtig. Eine Deckenleuchte ist hier nahezu Pflicht, dazu kommt eine passende Zonenbeleuchtung. Zu dieser zählen Wandanbauleuchten sowie die Leuchte im Spiegelschrank oder an der Oberkante des Spiegels. Damit sind kosmetische Anwendungen und das alltägliche Schminken mit genügend Helligkeit möglich. Ganz wichtig ist hier die Blendfreiheit, außerdem darf das Licht keine Schatten werfen!

  • Licht im Kinderzimmer

    Wer sich nicht sicher ist, wie die richtige Beleuchtung im Haus geplant werden kann, sollte einen Beleuchtungsratgeber nutzen. Dort geht es auch um das Licht im Kinderzimmer, in dem jede Menge Leben tobt. Beim Spielen, Lesen und Lernen braucht der Nachwuchs genügend Licht. Er möchte sich mit Freunden treffen und Videospiele spielen. Eine Deckenlampe ist die Grundvoraussetzung, dazu kommt eine Wandlampe sowie eventuell eine Akzentbeleuchtung.

    Das Kinderzimmer kann verspielt aber auch zweckmäßig beleuchtet sein. ( Foto: Shutterstock-united photo studio )

    Das Kinderzimmer kann verspielt aber auch zweckmäßig beleuchtet sein. ( Foto: Shutterstock-united photo studio )

  • Das helle Arbeitszimmer

    Ist das Arbeitszimmer zu wenig beleuchtet, macht sich rasch Müdigkeit breit. Doch eine reine Deckenbeleuchtung ist nicht ausreichend, damit lassen sich Unterlagen kaum ohne Schattenwirkung lesen. Wichtig ist demnach eine gute Leuchte auf dem Schreibtisch, die dank LED-Technik energiesparend verwendet werden kann. Die Schreibtischlampe sollte nicht allein verwendet werden, damit der restliche Raum nicht zu dunkel wird. Dies würde wiederum rasch zur Ermüdung führen.

  • Die Beleuchtung im Flur

    Der Flur wird im Haus immer etwas stiefmütterlich behandelt, doch auch hier sollte eine gute Deckenleuchte vorhanden sein. Im Empfangsbereich für Gäste, sofern der Flur groß genug ist, sollte sich eine Tischleuchte befinden, auch die Kommode sollte beleuchtet werden. Nur in großen Fluren sind Stehlampen sinnvoll, ansonsten sind hier Wandleuchten die bessere Wahl, da sie keinen zusätzlichen Platz auf dem Fußboden beanspruchen. Optimal sind hier auch Spots, die auf einzelne Bereiche im Flur gerichtet werden können.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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