Beleuchtung für Flure und Treppenhäuser: So geht jedem ein Licht auf!

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Welche Wandleuchten sind im Treppenhaus optimal? Die Frage ist davon abhängig, wie groß dieser Bereich ist und ob es sich um eine funktionelle oder um eine Design-Beleuchtung handeln soll.

Wandleuchten für Treppenhaus und Flure: Besonderheiten im Flur berücksichtigen

Der Flur und das Treppenhaus sind Teile des Hauses, die nur kurz betreten werden. Es handelt sich eher um eine Art Durchgangsbereiche, die zwar einen Blick wert sind, die aber meist rasch wieder verlassen werden, um andere Räume oder den Außenbereich zu betreten. Gestalterisch lässt sich hier einiges machen und es darf ruhig Mut bewiesen werden: Bunte Mustertapeten, ausgefallene Wandleuchten und einige Deko-Objekte dürfen sich hier wiederfinden.

Gestalterisch sollten Flure und Treppenhäuser nicht so lieblos behandelt werden, wie das häufig der Fall ist! Das gilt auch für die Beleuchtung, die ausreichend, aber blendfrei sein muss. Inzwischen gibt es Wandleuchten für jeden Wohn- und Außenbereich, sodass auch für den Eingangsbereich des Hauses das Passende dabei sein dürfte.

Herausforderungen bei der Treppenhausbeleuchtung

Viele Flure und Treppenhäuser sind nicht gerade hell. Ein Fenster findet sich oft gar nicht und wenn doch, ist es meist eher klein. Das Tageslicht reicht damit höchstens in den Mittagsstunden, um den Bereich ausreichend zu erhellen. Wandleuchten sind daher nötig und versorgen den Raum mit zusätzlichem Licht. Ideal sind helle Spots, denn sie leuchten einen Raum gut aus. Wichtig ist zudem ein blendfreies Licht, was gerade für das Treppenhaus gilt.

Stufen sollten ebenfalls beleuchtet werden, hier kann allerdings auch eine kleine Lichtleiste mit LED helfen. Damit werden Stufen nicht zur Stolperfalle und es muss nicht einmal das große Wand- oder Deckenlicht angeschaltet werden, wenn jemand im Dunkeln die Treppe benutzt. Bitte beachten: Vor allem Anfang und Ende der Treppe müssen gut beleuchtet werden, dazu die Stufenkanten.

Das verwendete Licht sollte zudem vom oberen Treppenabsatz kommen und weiche Schatten auf die Stufen werfen. Eine Blendwirkung könnte hier verheerende Folgen haben und schlimme Stürze verursachen.

Welche Wandleuchten sind im Treppenhaus optimal? Die Frage ist davon abhängig, wie groß dieser Bereich ist und ob es sich um eine funktionelle oder um eine Design-Beleuchtung handeln soll. ( Foto: Shutterstock-Gabo_Arts )

Welche Wandleuchten sind im Treppenhaus optimal? Die Frage ist davon abhängig, wie groß dieser Bereich ist und ob es sich um eine funktionelle oder um eine Design-Beleuchtung handeln soll. ( Foto: Shutterstock-Gabo_Arts )

Diese Wandleuchten sind ideal für das Treppenhaus

Bei der Planung der Beleuchtung eines Treppenhauses muss berücksichtigt werden, dass dieser Bereich meist sehr schmal und dunkel ist. Damit soll das verwendete Licht zum einen für die nötige Helligkeit sorgen, zum anderen den Raum gestalten und ihn größer erscheinen lassen. Das Design einer Wandleuchte spielt zudem spätestens dann eine Rolle, wenn diese am Tage nicht eingeschaltet ist und eine gewisse Deko-Funktion hat.

Eine Lösung für verwinkelte Treppenhäuser sind Schienensysteme. Mit ihnen kann das Licht in jeden Winkel des zu beleuchtenden Bereichs gebracht werden. Dabei spielt das Maß der gewünschten Helligkeit eine Rolle: Mit 100 Lumen pro Quadratmeter werden Flure und Treppenhäuser ausreichend beleuchtet.

Ist die Decke abgehängt, können Einbaustrahler oder LED-Einbaupanels verwendet werden. Dabei ist die Zahl der zu verwendenden Lichtquellen variabel und kann direkt an die eigenen Wünsche angepasst werden. Zusätzlich können die schon benannten Lichtleisten, auch LED-Stripes genannt, angebracht werden. Sie beleuchten Stufenkanten optimal und sorgen auch ansonsten für eine angenehme Grundbeleuchtung, wenn keine großen Leuchten eingeschaltet werden sollen.

Genereller Tipp: In Fluren und Treppenhäusern sollte das Licht diffus gestreut werden. Wenn Leuchten dieses in jede Richtung abgeben, verteilt sich das Licht angenehm weich und eine Blendwirkung wird vermieden. Wandleuchten haben den Vorteil, dass sie einzelne Bereiche des Flurs oder Treppenhauses noch einmal besonders betonen können.

Sie können auch ein Bild oder einen Spiegel perfekt ausleuchten, indem sie direkt darüber angebracht werden. Beim Design der Wandleuchten sind alle Wege offen, denn dieses kann von ländlich-rustikal über modern bis hin zu futuristisch gewählt werden. Das Design der Wandleuchten sollte dabei der Einrichtung folgen oder ein ganz offensichtlicher Stilbruch sein.

LEDs sind eine gute Wahl zur Beleuchtung eines Flures oder Treppenhauses. Sie verbrauchen nur wenig Strom, was Umwelt und Portemonnaie zugutekommt. Außerdem sind LEDs von verschiedenen Lichtfarben erhältlich, sodass ein warmes Kerzenlicht ebenso verwendet werden kann wie ein sehr weißes Licht, das dem Tageslicht nahe kommt. Die Dimmbarkeit ist meist nicht nötig.

In Fluren und Treppenhäusern sollte das Licht diffus gestreut werden. ( Foto: Shutterstock-MariyaZhitnaya )

In Fluren und Treppenhäusern sollte das Licht diffus gestreut werden. ( Foto: Shutterstock-MariyaZhitnaya )

Zusammenfassend sind folgende Punkte bei der Treppenhausbeleuchtung ideal:

  • besser auf indirektes Licht im Treppenhaus setzen
  • LEDs verwenden
  • Wandleuchten mit Spots kombinieren
  • Stufenkanten mit einer LED-Leiste beleuchten
  • Lichtleisten für dauerhaftes Schummerlicht integrieren
  • evtl. Beleuchtung im Handlauf integrieren

Montage von Leuchten in Fluren und Treppenhäusern

Im Idealfall wird die Beleuchtung von Fluren und Treppenhäusern direkt beim Hausbau geplant. Dann können die nötigen Leitungen unter Putz verlegt werden. Ist das nicht möglich, müssen andere Lösungen gefunden werden, die sich durch Schienensysteme und Lichtleisten ebenso ergeben wie durch das Verlegen von Leitungen in Kabelschächten. Bei der Montage der Leuchten sind einige Punkte zu beachten.

Meist wird hier eine Montagehöhe zwischen 1,60 und 1,70 m empfohlen, damit sich die Leuchten in etwa auf Augenhöhe befinden. ( Foto: Shutterstock- Vadym Andrushchenko )

Meist wird hier eine Montagehöhe zwischen 1,60 und 1,70 m empfohlen, damit sich die Leuchten in etwa auf Augenhöhe befinden. ( Foto: Shutterstock- Vadym Andrushchenko )

Höhe der Leuchten an der Wand optimal abstimmen

Der Tipp, besser auf LED für eine blendfreie Beleuchtung zu setzen, ist hilfreich. Wichtig ist aber auch, die richtige Höhe für Wandleuchten zu bestimmen. Die genaue Höhe kann natürlich jeder selbst festlegen, dennoch gibt es eine Richtlinie, die bei der Festlegung nützlich ist.

Meist wird hier eine Montagehöhe zwischen 1,60 und 1,70 m empfohlen, damit sich die Leuchten in etwa auf Augenhöhe befinden. Es ist damit nicht mehr möglich, direkt in die Leuchte zu schauen, die Blendwirkung ist nicht mehr gegeben. Niedriger hingegen wird ein LED-Spot installiert, der sich direkt über der Treppe befinden soll. Solche Spots dienen eher der Orientierung als der kompletten Beleuchtung des Raumes.

Wichtiger Tipp: Für die Planung der Beleuchtung bei einem Neubau sollte berücksichtigt werden, dass bei einem Rohbau noch eine Bodenkonstruktion aufgebracht wird. Diese misst mindestens 18 cm, daher sollte die geplante Montagehöhe für die Leuchten zwischen 1,78 und 1,88 cm liegen.

Mithilfe von Spiegeln und einer angepassten Beleuchtung ist es möglich, den Flur größer erscheinen zu lassen. ( Foto: Shutterstock-Alex Gorins)

Mithilfe von Spiegeln und einer angepassten Beleuchtung ist es möglich, den Flur größer erscheinen zu lassen. ( Foto: Shutterstock-Alex Gorins)

Allgemeine Tipps zur optimalen Treppenhaus- und Flurbeleuchtung

Treppenflure und Dielen werden zwar häufig durchlaufen, doch jeder Durchgang dauert nur kurze Zeit. Die Hauptbeleuchtung sollte daher nicht ständig an- und ausgeschaltet werden, dies ist weder für den Stromverbrauch noch für die Lebensdauer der Leuchtmittel sonderlich effektiv. Kleine LED-Spots sind daher die bessere Wahl und sorgen als Orientierungsbeleuchtung für eine sparsame und dennoch sichere Beleuchtung des Flures. Solche Leuchten können sogar die ganze Nacht über angeschaltet gelassen werden. Sie werfen ganz wenig Licht, welches gerade einmal zur Orientierung reicht.

Mithilfe von Spiegeln und einer angepassten Beleuchtung ist es möglich, den Flur größer erscheinen zu lassen. Wichtig ist dabei, dass die Spiegel zum einen designtechnisch in den Bereich passen, zum anderen nicht zu dominant wirken. Immer soll der Flur kein Spiegelkabinett werden! Sind Kinder im Haus, sollte zudem auf Acrylglas gesetzt werden.

Leuchten an der Wand können Deckenleuchten ergänzen. Dabei sollten alle eine Einheit bilden und in Bezug auf das Design auf einer Linie sein. Je nach Größe des zu beleuchtenden Bereichs können auch verschiedene Wand- und Deckenleuchten montiert werden, die aber dennoch einer gemeinsamen Grundlinie folgen sollten.

Wer das Licht nicht die ganze Nacht über angeschaltet lassen möchte, kann zusätzlich Bewegungsmelder installieren. Diese sollten so ausgerichtet werden, dass sie jede mögliche Bewegung auch tatsächlich erfassen, sodass die Treppe ab der ersten Stufe ausreichend beleuchtet ist. Solche Bewegungsmelder können auch frei positioniert werden und benötigen, wenn sie über einen Akkubetrieb funktionieren, keinen Anschluss an die Stromleitung.

Wand- und Deckenleuchten sind gerade in Fluren und Treppenhäusern echte Staubfänger! Sie sollten regelmäßig vom Staub befreit werden, der vor allem auf dunklen Konstruktionen sehr gut sichtbar ist. Zudem verhindert Staub das freie Abstrahlen des Lichts. Tipp: Spinnweben sind besonders gut sichtbar, wenn das Licht angeschaltet ist!

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