Rückzugsort: Ganz einfach und effektiv gestalten

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Rückzugsorte sind nicht nur an kalten und grauen Herbst- und Wintertagen wichtig für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Auch im Frühjahr und Sommer kann man mit individuell gestalteten Rückzugsorten auftanken. Der Clou dabei, sie sind ganz einfach und effektiv zu gestalten.

Ein Rückzugsort für die Kinder

Für Kinder gestaltet sich der Aufenthalt im Kindergarten und in der Schule meist erlebnisreich und spannend. Doch auch Zuhause gibt es täglich viele Abenteuer zu bestehen. Bei einer so ausgelassenen Fröhlichkeit müssen auch Pausen für Ruhe und Erholung eingelegt werden. Dabei hilft nicht nur der Mittagsschlaf. Auch das Träumen oder eine Geschichte vorlesen, verhilft den Kindern zu einer kurzen, aber effektiven Auszeit. Damit der aber gelingt, braucht es einen besonders gestalteten Rückzugsort.

Eine Kuschelecke im Zimmer der Kinder ist genau das Richtige. Eine Kuschelecke lässt sich schon in einem Bett mit Kissen und Decken rasch gestalten. Doch es geht auch flexibler. Eine weiche Matte oder Decke dient als Unterlage.

Am besten legt man den Rückzugsort in einer Ecke des Raumes an. So entsteht ein zurückgezogener Winkel. Dazu kommen Kissen. Große Schaumstoffkissen begrenzen die Ränder der Kuschelecke und bieten gleichzeitig Halt beim Anlehnen. Die Kissen sollten über gerade Flächen verfügen. Andere Kissen werden einfach auf dem Boden des kleinen Rückzugsortes verteilt und sorgen so für Gemütlichkeit. Decken zum Verstecken und sich einkuscheln sorgen für Behaglichkeit. So kann auch schnell einmal eine kleine Höhle gebaut werden. In Höhlen fühlen sich Kinder besonders geborgen.

Jetzt ist die Kuschelecke eigentlich schon fertig und damit ein Rückzugsort für Kinder geschaffen. Doch wer es noch behaglicher für seine Kinder haben möchte, kann das mit einer schönen Beleuchtung erreichen. Wandlampen oder LED-Lampen geben ein schönes behagliches Licht. Auch Lichterketten eignen sich hervorragend dafür. Wer für Fantasie sorgen will, setzt einen künstlichen Sternenhimmel ein.

Wer nicht so viel Platz im Zimmer der Kinder hat, kann Sitzsäcke nutzen.

Auch die Wände der Kuschelecke können geschmückt werden. Dabei können die Kinder helfen. Wanddekorationen und Elemente gibt es viele. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Ein ganz einfacher Rückzugsort für Kinder kann ein großer Karton sein. Diesen kann man im Handumdrehen zu einem kleinen Haus oder einer kleinen Höhle umfunktionieren. Mit einer Schere werden kleine Fenster herausgeschnitten und die Kinder können ihn mit Farbe und Stoffresten verschönern.

Rückzugsorte sind nicht nur an kalten und grauen Herbst- und Wintertagen wichtig für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Rückzugsorte sind nicht nur an kalten und grauen Herbst- und Wintertagen wichtig für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. (#01)

Die Natur als Rückzugsort zum Träumen und Nachdenken

Im Frühling, wenn das Wetter wieder wärmer wird, halten wir uns lieber im Freien auf. Das kann der Garten sein, aber auch ein Balkon oder eine Terrasse. Diese Außenbereiche lassen sich schon mit kleinen Details individuell und gemütlich gestalten. Das ist weder zeit-, noch geldaufwendig.

Sowohl bei einem Garten als auch bei Balkon oder Terrasse ist die Bepflanzung sehr wichtig. Im Garten tragen Sträucher, Büsche, Blumen und schattenspendende Bäume zu einer freundlichen Atmosphäre bei. Auf Balkonen und Terrassen sind Blumentöpfe oder Pflanzkübel optisch ein netter Hingucker.

Das Rauschen von Wasser beruhigt die menschliche Psyche. Deshalb sind kleine Springbrunnen, Gartenbrunnen oder Zierteiche wichtig für Körper, Geist und Seele. Darüber hinaus auch noch schöne Blickfänger.

Ist der Außenbereich gestaltet, wird er ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Garten- und Terrassenmöbel machen ihn dann zu einem perfekten Rückzugsort. Sitzmöbel aus Rattan halten der Witterung stand, sind wasserbeständig und praktisch. Sie sehen toll aus und sorgen für Bequemlichkeit. Stellt man sie zwischen Bäumen, Sträuchern oder Büsche auf laden sie zum Verweilen in der Natur ein.

Den Ruhesuchenden empfängt eine verträumte geheimnisvolle Atmosphäre. Ein kleiner Tisch zur Ablage wird dazugestellt und Raumtextilien schaffen ein Gefühl der Geborgenheit. Auch eine Hängematte kann sowohl im Garten als auch auf der Terrasse eingesetzt werden. Für den Sonnenschutz eignet sich im Garten eine klassische Holz-Pergola. Für den Balkon eine Jalousie.

Im Familienleben, aber nicht nur dort, ist ein Zimmer, in das man sich zurückziehen kann, besonders wichtig.

Im Familienleben, aber nicht nur dort, ist ein Zimmer, in das man sich zurückziehen kann, besonders wichtig.(#02)

Das Zimmer: Meine Heimat, mein Rückzugsort

Im Familienleben, aber nicht nur dort, ist ein Zimmer, in das man sich zurückziehen kann, besonders wichtig.

Schon eine kleine Couch oder ein gemütlicher Sessel können zu einem Rückzugsort werden. Das kann im Schlaf-, Arbeits- oder Wohnzimmer sein. Für Kinder sollte der persönliche Rückzugsort aber tabu sein.

Ein harmonischer Rückzugsort ist keine Stilfrage. Es soll ein Ort sein, an dem man zur Ruhe kommen kann. Jedes Ding muss einen ästhetischen und praktischen Zweck erfüllen.

Berufstätige Frauen stecken in einem Spagat zwischen Familie und Karriere. Auch der stärksten Powerfrau geht irgendwann einmal die Puste aus und sie muss auftanken. Zum Auftanken empfiehlt es sich, einen ganz persönlichen individuellen Rückzugsort zu schaffen, an dem sie loslassen und abschalten kann. Kleine Kunstobjekte, wie Geschirr, Textilien oder Figuren sorgen da für Behaglichkeit. Haben diese Gegenstände dann noch einen persönlichen Hintergrund, wie eine schöne Erinnerung wird Wohlbehagen erzeugt.

Zimmer für Frauen benötigen auch Bilder. Ganz wichtig sind Fotografien. Auch Kunstwerke, wie selbst gemalte oder gekaufte Bilder können entspannend wirken.

Bei Frauen sind viele Kleinigkeiten und Details wichtig. Ein ganz wichtiges Möbelstück für den Rückzugsort einer Frau ist die Récamiere. Für weniger als 500 € kann dieses Möbelstück schon erworben werden.

Für Männer reicht in der Regel bereits ein bequemes Sofa.

Eine Bibliothek ist mehr als ein Aufbewahrungsort für Bücher. Ist sie richtig gestaltet, wird sie zu einem Ruhepol.

Eine Bibliothek ist mehr als ein Aufbewahrungsort für Bücher. Ist sie richtig gestaltet, wird sie zu einem Ruhepol.(#03)

Rückzugsort Bibliothek: Zum Lesen und Ausruhen

Eine Bibliothek ist mehr als ein Aufbewahrungsort für Bücher.  Ist sie richtig gestaltet, wird sie zu einem Ruhepol. Ein Ruhepol, an dem man nicht nur lesen kann, sondern auch entspannen und sich vom hektischen Alltag zurückziehen. Die Gestaltung orientiert sich am verfügbaren Platz, dem Geschmack und den praktischen Anforderungen.

Das Bad ein Rückzugsort zum Ausruhen und Wohlfühlen

Auch das Bad ist als Rückzugsort geeignet. Es muss praktisch, aber auch alltagstauglich eingerichtet sein. Ganz wichtig ist es, dem Bad eine persönliche Note zu geben. Wellness und Spa gehören in den Alltag. Deshalb hat sich auch das Bad vom einfachen Raum zur Körperpflege zur Wohlfühloase und damit zu einem Rückzugsort gewandelt. Hat man ausreichend Platz zur Verfügung, beinhaltet ein Bad nicht nur WC, Badewanne und Waschtisch, sondern auch eine Sauna, eine Sitzgruppe und eine Infrarotkabine zur Entspannung.

Ganz wichtig ist es, dem Bad eine persönliche Note zu geben. Wellness und Spa gehören in den Alltag.

Ganz wichtig ist es, dem Bad eine persönliche Note zu geben. Wellness und Spa gehören in den Alltag.(#04)

Mit wenigen Handgriffen Behaglichkeit und Wohlfühlatmosphäre schaffen

Wer kein Geld ausgeben möchte oder einfach den Aufwand scheut, für den sind vielleicht folgende Punkte wichtig, um das Zuhause zu einem Rückzugsort zu machen:

  • Jedes herumliegende Objekt, welches sinnlos in der Gegend liegt, ist eine visuelle Ablenkung. Jedes Mal wenn der Blick darauf fällt, denkt das Gehirn daran, wie es aufzuräumen ist. Das kann die Schmutzwäsche sein oder auch der Stapel Briefe. Deshalb sollten Ablagen täglich aufgeräumt werden, denn es schenkt dem Bewohner innere Ruhe. Ein aufgeräumtes Zimmer fördert die Konzentration.
  • Aufräumen ist gut, entrümpeln ist besser. Das klingt zunächst nach einem gigantischen Vorhaben, doch wenn man die Schränke aufräumt und sich von alten Sachen trennt, fühlt man sich befreit und kann wieder durchatmen. Behalten werden sollten nur Dinge, die man auch wirklich braucht oder die man liebt. Am besten beides. So hat auch die ewige Suche in den Tiefen des Kleiderschrankes ein Ende und zu Terminen kommt man pünktlich.
  • Manchmal allerdings hat sich so viel angesammelt, dass man Hilfe braucht. Dafür gibt es professionelle Entrümpler. Fällt es schwer, den persönlichen Stil zu finden, kann ein Interior Designer helfen. Will man ganz groß hinaus stehen Architekten bereit, um die Wohnung oder das Haus komplett zu einem Rückzugsort umzugestalten.
  • Die Natur in das Zuhause einladen hört sich nicht nur gut an, sondern ist auch wirkungsvoll. Blumentöpfe allein tun es da nicht. Wasser gehört dazu. Das kann auf Bildern sein oder ein kleiner Springbrunnen. Auch Steine und Pflanzen sind wichtig. Kerzen, ein Ofen oder ein Kamin sorgen für wohlige Wärme. Metall und Holz finden sich an Möbeln. So sind alle Elemente vertreten.
Am liebsten kaufen zumindest Frauen in Shops ein, wo es besonders gut duftet. Auf das Wohlbefinden wirken sich Gerüche immens entspannend aus.

Am liebsten kaufen zumindest Frauen in Shops ein, wo es besonders gut duftet. Auf das Wohlbefinden wirken sich Gerüche immens entspannend aus.(#05)

  • Ein wenig Dekoration ist erlaubt, aber sie sollte sinnvoll sein. Billigen Ramsch sollte man nicht kaufen. Dekoration ist dann sinnvoll, wenn es einem Menschen etwas bedeutet. Das können Erinnerungsstücke sein, Andenken, kleine Geschenke oder sehr persönliche Mitbringsel. Inspirierend wirken ein paar sorgfältig ausgesuchte Stücke, die mit Sorgfalt platziert wurden.
  • Natürliches Licht ist künstlichem Licht vorzuziehen. Wenn es langsam dunkel wird, muss nicht gleich das Deckenlicht eingeschalten werden. Eine Kerze oder zwei oder drei sorgen für Wohlgefühl und Entspannung am Rückzugsort. Ein Dimmer verhilft ebenfalls zur Entspannung, denn man kann das Licht genauso einstellen, wie man es braucht.
  • Sollten Sie neue Gegenstände für das Zuhause anschaffen, ist es ratsam auf die Haptik und die Texturen zu achten. Alle Sinne sollten angesprochen werden. Etwas Handgemachtes in der Hand zu halten fühlt sich doch ganz anders an, als etwas aus einer Massenproduktion. Natürliche Materialien, wie Leder, feinste Seide oder unbehandeltes Holz stimulieren die Sinne.
  • Am liebsten kaufen zumindest Frauen in Shops ein, wo es besonders gut duftet. Auf das Wohlbefinden wirken sich Gerüche immens entspannend aus. Alle künstlichen Lufterfrischer sollte man aus dem Haus schaffen, damit die Atmosphäre gereinigt und beruhigt wird. Natürliche Düfte, wie Bienenwachs, natürliche Reinigungsmittel, ätherische Öle oder Blumen aus dem Garten wirken reinigend und entspannend.
  • Kleine Gedächtnisstützen helfen, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Legt man eine Liste an auf der man alle Tätigkeiten notiert, die man zigmal am Tag tut und wählt dann nur eine Tätigkeit aus, wirkt das wie der Glockenton bei Meditationsbeginn. Das können Tätigkeiten sein wie, sich ein Glas Wasser eingießen, die E-Mails checken oder die Gardinen gerade ziehen. Man muss es nur am Tag mehrmals tun, mehr wird nicht benötigt. Führt man die gewählte Tätigkeit aus, nimmt man sich ganz bewusst einen Moment Zeit, um bewusst ein- und auszuatmen, einfach nur innezuhalten oder sich auf den Moment zu konzentrieren.

Der ganz persönliche Rückzugsort kann also leicht gestaltet werden und so zu einer Oase der Ruhe und Auszeit aus dem Alltag werden. Die Intuition ist da der beste Ratgeber.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Tatiana Bobkova  -#01: Tatiana Bobkova  -#02: Leika production -#03: UNIKYLUCKK -#04:  Alena Ozerova-#05: _ New Africa

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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