Badezimmer-Sanierung: So planen Sie Ihr Projekt von Anfang bis Ende

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Wir alle kennen die alten Badezimmer aus den 80er-Jahren. Nicht selten erstrahlen sie im trüben Braun, knalligen Pink oder einem unharmonischen Gelbton.

Braun, Pink, Grün sind schon lange nicht mehr modern im Badezimmer

Wem die Farben zu bunt werden, der denkt zeitnah über ein Sanierungsprojekt nach, aber auch wenn moderne Badezimmer Schönheitsmakel oder Beschädigungen aufweisen, kommt die Umsetzung infrage.

Diese Arbeiten lassen sich nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, sondern benötigen viel Aufwand und sind mit Stress verbunden. Umso wichtiger ist es, von Anfang bis Ende eine gut durchdachte Planung in der Hinterhand zu haben. In diesem Artikel geben wir Ihnen wichtige Schritte mit an die Hand, sodass die Umsetzung des Projektes ein voller Erfolg wird!


Bestandsaufnahme – Prüfen Sie den Zustand Ihres Badezimmers

Bevor Sie sich in die Sanierung stürzen, müssen Sie sich einen Überblick über den aktuellen Zustand verschaffen. #

Dazu sollten Sie eine Bestandsaufnahme durchführen und sich bewusst werden, was erhalten bleiben soll und was ausgetauscht werden muss.

Empfehlenswert ist es, vor Beginn der Umbauten einige Fotos des Badezimmers zu schießen. Auf diese Weise können Sie die Ergebnisse später miteinander vergleichen.

Außerdem ist es hilfreich, eine Liste zu erstellen und alles zu notieren, was erneuert oder ersetzt werden muss.

Prüfen Sie den Zustand der Armaturen, Wanne, Toilette, Fliesen und des Badlüfters sowie ob Risse im Putz ersichtlich sind.

Notieren Sie die Abmessungen des Badezimmers und welche Materialien verwendet werden sollen. Um ein Gefühl für das Projekt zu bekommen, schauen Sie auch in Online-Katalogen nach neuesten Designs und dem aktuellen Equipment für Ihr Projekt. Sammeln Sie Inspiration auf Pinterest oder Instagram und versuchen Sie herauszufinden, in welchem frischen Farben Ihr Bad glänzen darf.

Sobald die Installationen abgeschlossen sind, können Sie mit dem Verlegen neuer Fliesen beginnen. ( Foto: Adobe Stock- karepa)

Sobald die Installationen abgeschlossen sind, können Sie mit dem Verlegen neuer Fliesen beginnen. ( Foto: Adobe Stock- karepa)


Budgetplanung – um böse Überraschungen zu vermeiden, ist das Setzen eines Budget unerlässlich

Jetzt, wo Sie wissen, welche Teile ausgetauscht werden müssen, widmen Sie sich Ihrer finanziellen Planung. Die Kosten für die Sanierungsarbeiten können je nach Projekt variieren. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Ausgaben vor Beginn des Projektes genau kalkulieren, damit es am Ende nicht zu einer bösen Überraschung kommt. Wenn Sie mehr ausgeben als geplant, kann dies den Zeitplan und den Fortschritt des Projektes beeinträchtigen.

Einige Dinge, an die man denken sollte, bevor man sein Budget festgelegt sind:

  • Materialliste – Erstellen Sie eine Liste von Materialien, die für das Projekt benötigt werden. Denken Sie daran, alle notwendigen Teile in Betracht zu ziehen.
  • Arbeitskosten – Überprüfen Sie die Arbeitskosten für Ihr Projekt. Denken Sie daran, alle Arbeitsschritte einzubeziehen und berücksichtigen Sie etwaige Zusatzkosten. Dieser Schritt ist besonders wichtig, wenn Sie zusätzlich auf externe Handwerker setzen.
  • Finanzierung – Stellen Sie sicher, dass Sie über alle finanziellen Optionen informiert sind und prüfen Sie eventuelle Konditionen im Kontext der Finanzierung.

Jeder, der bereits ein heimisches Bauprojekt umgesetzt hat, weiß, dass es schnell zu unvorhergesehenen Kosten führen kann. Setzen Sie Ihr Budget realistisch und lassen Sie nach dem Abzug aller Kostenfaktoren noch genug Spielraum für spontan anfallende Kosten.

Wenn möglich, schaufeln Sie auch Pufferbeträge von 10 -15 % des Gesamtbudgets vor Beginn des Projektes frei.

Nachdem Sie Ihr Budget ausgiebig geplant haben, können Sie, wie bereits erwähnt, die erforderlichen Materialien unter Rücksichtnahme Ihres Geldbeutels bestellen.

Zunächst müssen Sie alle auszutauschenden Sanitäranlagen und Fliesen entfernen. Gehen Sie bei diesem Schritt besonders vorsichtig vor, um Schäden an den Wänden und dem Boden zu vermeiden. ( Foto: Adobe Stock- pbombaert)_

Zunächst müssen Sie alle auszutauschenden Sanitäranlagen und Fliesen entfernen. Gehen Sie bei diesem Schritt besonders vorsichtig vor, um Schäden an den Wänden und dem Boden zu vermeiden. ( Foto: Adobe Stock- pbombaert)_


Durchführung der Sanierung – Schritt für Schritt zum Ziel

Die Bestandsaufnahme liegt vor und auch das Budget steht fest, aufgrund dessen haben Sie das notwendige Material beschafft. Jetzt ist es an der Zeit, der Planung Taten folgen zu lassen und Ihr Projekt Schritt für Schritt zu vollenden. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass es keine klare Struktur zur Umsetzung gibt, denn bei jeder Sanierung müssen unterschiedliche Materialien ausgetauscht werden.

Hier sind einige Schritte, die Sie bei der Umsetzung beachten sollten:

  1. Demontage: Zunächst müssen Sie alle auszutauschenden Sanitäranlagen und Fliesen entfernen. Gehen Sie bei diesem Schritt besonders vorsichtig vor, um Schäden an den Wänden und dem Boden zu vermeiden.
  2. Elektro- und Wasserinstallation: Wenn Sie Änderungen an der Elektro- oder Wasserinstallation vornehmen möchten, ist es jetzt an der Zeit. Sollten Sie kein Experte auf diesem Gebiet sein, empfiehlt es sich, einen Fachmann hinzuzuziehen.
  3. Verlegung neuer Fliesen: Sobald die Installationen abgeschlossen sind, können Sie mit dem Verlegen neuer Fliesen beginnen. Da Fliesen jederzeit Feuchtigkeit und Spritzwasser ausgesetzt sind, müssen Sie darauf achten, für Wasser zugängliche Stellen abzudichten. Hierzu eignet sich ein weißes Sanitär-Silikon hervorragend.
  4. Montage neuer Sanitäranlagen: Nachdem die Fliesen verlegt wurden, können Sie neue Sanitäranlagen wie WC, Waschbecken und Dusche montieren.
  5. Fertigstellung: Zum Abschluss müssen gegebenenfalls noch Kleinigkeiten wie das Anbringen von Handtuchhaltern und Toilettenpapierhaltern erledigt werden.
Nachdem die Fliesen verlegt wurden, können Sie neue Sanitäranlagen wie WC, Waschbecken und Dusche montieren. ( Foto: Adobe Stock- standret)

Nachdem die Fliesen verlegt wurden, können Sie neue Sanitäranlagen wie WC, Waschbecken und Dusche montieren. ( Foto: Adobe Stock- standret)

 

Fazit – mit Geduld und der richtigen Planung!

Wenn Sie sich mit der richtigen Planung und einer Portion Geduld dem Sanierungsprojekt widmen, kreieren Sie ein Badezimmer, das noch lange Zeit in seinem besten Glanz erstrahlt.

Nicht vergessen: Denken Sie daran, dass alles seine Zeit im Leben benötigt, auch dieses Projekt und führen Sie die Arbeiten in dem von Ihnen angestrebten Tempo durch, ohne dabei in Stress zu geraten.

Mit den richtigen Planungsmaßnahmen können Sie einen unkomplizierten Sanierungsprozess genießen und ein neues, schönes Bad gestalten, das perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.

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