Tipps zum Sparen: So reduzieren Sie die Rechnung für Gas, Wasser und Strom

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Nachzahlungen für Nebenkosten werden mittlerweile auch gerne als die zweite Miete bezeichnet. Tipps zum Sparen bei den Heizkosten, dem Wasserverbrauch und der Stromrechnung lässt sich  deutlich reduzieren.

Tipps zum Sparen von Energie helfen der Umwelt ebenso wie dem Geldbeutel

Ob wir nun unsere Klimabilanz verbessern wollen oder einfach nur etwas mehr Geld zur Verfügung haben möchten – die Tipps zum Sparen von Energie und zur Reduktion von Ausgaben für Wasserverbrauch, Gas und Strom sind für alle Haushalte gleichermaßen interessant. Zunächst wollen wir uns einmal ansehen, wo das größte Sparpotenzial liegt. Laut Umweltbundesamt verbrauchten private Haushalte im Jahr 2016 ungefähr genauso viel Energie wie 1990.

Die einen sagen zwar, dass das schon ein Erfolg sei, weil im Vergleich zu damals insbesondere viele elektrische Verbraucher wie Computer, Smartphone und Ausstattung von Smarthomes hinzugekommen sind, doch auf der anderen Seite sollte die bessere Energieeffizienz von Geräten, Gebäuden und Heizungen eigentlich dafür sorgen, dass der Gesamtverbrauch zurückgeht. Die immer größer werdenden Wohnflächen spielen ebenfalls in die Statistik hinein. Zwei Drittel des Verbrauchs entfällt folgerichtig auf das Heizen von Räumen.

Nimmt man Heizung und Warmwasser zusammen, machen diese beiden Posten bereits rund 85 % des Energieverbrauchs privater Haushalte aus. Insgesamt 26 % des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf Privathaushalte. Damit stehen sie nach Verkehr und Industrie an dritter Stelle. Die gute Nachricht ist, dass es gewaltige Einsparpotenziale gibt, die von vielen Menschen noch längst nicht ausgeschöpft werden.

Energieverbrauch privater Haushalte nach Anwendungsbereichen in Terawattstunden (TWh) (Auszug, Stand: 2016, Quelle: Umweltbundesamt)

  • Gesamtverbrauch: 665 TWh
  • Wärme von Räumen: 462 TWh
  • Warmwasserbereitung: 96 TWh
  • Informations- und Kommunikationstechnologie: 21 TWh
  • Beleuchtung: 10 TWh
Insbesondere beim Thema Wasser gibt es viele Tipps zum Sparen. So kann man sogenannte Durchflussbegrenzer in die Wasserhähne einbauen, um den maximalen Wasserdurchfluss zu reduzieren.

Insbesondere beim Thema Wasser gibt es viele Tipps zum Sparen. So kann man sogenannte Durchflussbegrenzer in die Wasserhähne einbauen, um den maximalen Wasserdurchfluss zu reduzieren.(#01)

Welche Tipps zum Sparen machen wirklich Sinn?

Insbesondere beim Thema Wasser gibt es viele Tipps zum Sparen. So kann man sogenannte Durchflussbegrenzer in die Wasserhähne einbauen, um den maximalen Wasserdurchfluss zu reduzieren. Für viele Anwendungen benötigt man nämlich längst nicht die komplette Durchflussmenge, die standardmäßig durch die Leitung kommt. Insbesondere beim Duschen lässt sich so sehr viel Wasser sparen.

Überhaupt ist Duschen vom Verbrauch her deutlich günstiger als ein Vollbad. Wenn man weiß, dass mit jeder Badewanne zwischen 100 und 180 Litern verbraucht werden, das Duschen pro Minute aber nur rund 18 Liter verbraucht, ist man bei zehn Minuten Dusche gleichauf – bei kürzerer Duschzeit spart man bereits. Das gilt wohlgemerkt ohne jede Umrüstung zur Reduzierung des Wasserverbrauchs.

Verwendet man einen sparsamen Duschkopf oder baut nachträglich einen Durchflussbegrenzer ein, kann man den Verbrauch beim Duschen auf bis zu 6 Liter pro Minute senken. Man müsste also dann bereits 30 Minuten duschen, um so viel zu verbrauchen wie bei der Badewanne. Wie viel man genau sparen kann, hängt von der tatsächlichen Durchflussmenge des jeweiligen Wasseranschlusses ab.

Bei der Toilette lässt sich bei jedem Spülgang der Verbrauch durch eine Spartaste reduzieren, bei der man nur das verbraucht, was wirklich notwendig ist. Ältere Spülkästen lassen sich manchmal nicht aufrüsten, aber man kann beispielsweise durch einen Ziegelstein im Kasten das Volumen verringern, das für jeden Spülgang auf dem Klo aufgewendet wird.

Lange Zeit galten Spülmaschinen als Luxus, insbesondere für kleine Haushalte. Doch inzwischen sind moderne Geräte effizienter als früher und verbrauchen wesentlich weniger Wasser und Energie zum Aufheizen.

Lange Zeit galten Spülmaschinen als Luxus, insbesondere für kleine Haushalte. Doch inzwischen sind moderne Geräte effizienter als früher und verbrauchen wesentlich weniger Wasser und Energie zum Aufheizen.(#02)

Neue Haushaltsgeräte sind häufig effizienter als Tipps zum Sparen durch Verhaltensänderung

Lange Zeit galten Spülmaschinen als Luxus, insbesondere für kleine Haushalte. Doch inzwischen sind moderne Geräte effizienter als früher und verbrauchen wesentlich weniger Wasser und Energie zum Aufheizen. Im Vergleich zum Geschirrspülen mit der Hand kann man deutlich sparen – und über den geringeren Arbeitsaufwand beschwert sich auch niemand. Übrigens ist es auch effizienter, beispielsweise Nudelwasser im Wasserkocher zu erhitzen statt auf dem Herd. Die Anschaffung und der Betrieb moderner Geräte wie einer Spülmaschine rechnen sich bereits nach kurzer Zeit – insbesondere bei größeren Haushalten, die noch per Hand spülen.

Ähnliches gilt für die Waschmaschine. Eine alte Waschmaschine mag noch bestens funktionieren, aber in Sachen Energieeffizienz hinkt sie neuen Geräten hinterher. Das macht sich sowohl beim Stromverbrauch als auch beim Waschmittel- und Wasserverbrauch bemerkbar. Das wirkt sich über die geringere Abwasserbelastung wieder auf die Umweltverträglichkeit aus. Mit einer modernen Waschmaschine kann man im Vergleich zu einem zehn Jahre alten Modell nicht selten bis zu 20 Prozent an Energie sparen – man kann sich also ausrechnen, wie schnell sich die Neuanschaffung amortisiert.

Zu den besten Tipps zum Sparen gehört übrigens, bei der Waschmaschine immer eine hohe Schleuderdrehzahl zu wählen, da dies die anschließende Zeit im Wäschetrockner stark reduzieren kann – und der Trockner verbraucht meist richtig viel Strom.

Einen Punkt wollen wir bei aller Liebe zum Sparen auch ansprechen: Nicht alle Tipps machen Sinn, um Kosten zu reduzieren. Beim Wasser geht es nämlich nicht nur um den eigenen Haushalt, sondern auch um die Leitungen des gesamten Hauses und der Kommune.

Einen Punkt wollen wir bei aller Liebe zum Sparen auch ansprechen: Nicht alle Tipps machen Sinn, um Kosten zu reduzieren. Beim Wasser geht es nämlich nicht nur um den eigenen Haushalt, sondern auch um die Leitungen des gesamten Hauses und der Kommune. (#04)

Wasserwerke sind von Tipps zum Sparen nicht immer begeistert

Einen Punkt wollen wir bei aller Liebe zum Sparen auch ansprechen: Nicht alle Tipps machen Sinn, um Kosten zu reduzieren. Beim Wasser geht es nämlich nicht nur um den eigenen Haushalt, sondern auch um die Leitungen des gesamten Hauses und der Kommune. Je weniger Wasser durch die Leitungen fließt, desto schwieriger wird es, Dreck und Ablagerungen zu entfernen. Auf Dauer schadet das den Rohren, die sich nach einigen Jahren regelrecht zusetzen können. Diese Mehrkosten werden letztlich auf den Wasserpreis umgelegt.

Tipps zum Sparen bei der Strom- und Gasrechnung

Hohe Nachzahlungen sind für manchen Haushalt ein echtes Problem. Während man beim Wasserpreis bislang nicht viel machen kann, ist ein unabhängiger Vergleich der Kosten für Strom und Gas sehr zu empfehlen. Schon durch den Wechsel aus der Grundversorgung in irgendeinen anderen Tarif des Versorgers spart man viel Geld. Sucht man sich einen günstigen Gas- oder Stromanbieter, liegt das Sparpotenzial insbesondere im ersten Jahr durch einen Preisvergleich bei einigen hundert Euro.

Hier einige wichtige Tipps zum Sparen bei der Suche nach dem richtigen Anbieter im Überblick:

  • Unabhängigen Preisvergleich im Internet durchführen
  • Wechselfristen beachten (hängen vom aktuellen Vertrag ab
  • Keine langfristige Vertragsbindung eingehen, um flexibel zu bleiben
  • Keine Tarife mit jährlicher Vorauszahlung oder Stromkontingenten wählen
  • Auf kurze Kündigungsfristen achten

Wichtig: Weder beim Wechsel des Strom- noch des Gasanbieters muss man einen Blackout befürchten. Kommt es ausnahmsweise zu Problemen beim Wechselvorgang, springt notfalls immer der örtliche Grundversorger ein. Versorgungsunterbrechungen wie etwa bei Telefon oder Internet sind nicht zu befürchten!

Moderne Kühlschränke sind wesentlich effizienter und rechnen bereits nach kurzer Zeit. Viele Verbraucher tappen aber in die Nostalgie-Falle und behalten den alten Kühlschrank als Zweitgerät im Keller. Dann steigt der Energieverbrauch natürlich insgesamt – ein altes Gerät sollte also immer entsorgt werden, auch wenn es noch funktioniert.

Moderne Kühlschränke sind wesentlich effizienter und rechnen bereits nach kurzer Zeit. Viele Verbraucher tappen aber in die Nostalgie-Falle und behalten den alten Kühlschrank als Zweitgerät im Keller. Dann steigt der Energieverbrauch natürlich insgesamt – ein altes Gerät sollte also immer entsorgt werden, auch wenn es noch funktioniert. (#03)

Neuer Kühlschrank gefällig? Tipps zum Sparen von Strom

Wir haben es bei der Waschmaschine bereits angesprochen, es gilt aber besonders auch für Kühlschränke und Gefriertruhen bzw. Kombinationsgeräte: Je älter das Modell, um so mehr Energie wird verbraucht. Moderne Kühlschränke sind wesentlich effizienter und rechnen bereits nach kurzer Zeit. Viele Verbraucher tappen aber in die Nostalgie-Falle und behalten den alten Kühlschrank als Zweitgerät im Keller. Dann steigt der Energieverbrauch natürlich insgesamt – ein altes Gerät sollte also immer entsorgt werden, auch wenn es noch funktioniert.

Aber auch, wenn derzeit keine Neuanschaffung möglich ist, gibt es gute Tipps zum Sparen von Energie beim Kühlschrank:

  • Tauen Sie das Gerät regelmäßig ab. Das ist zum einen hygienischer, senkt aber auch den Energieverbrauch drastisch.
  • Reinigen Sie die Kühlrippen an der Geräterückseite regelmäßig. Je mehr Staub dort sitzt, desto größer der Energieverbrauch.
  • Stellen Sie den Kühlschrank auf eine nicht zu hohe Stufe ein.
  • Vermeiden Sie unnötiges Öffnen der Kühlschranktür und räumen Sie ihn ordentlich ein, damit Sie nicht lange nach dem gewünschten Lebensmittel suchen müssen. Jeder Luftaustausch im Gerät kostet Geld.
Egal, ob man mit Gas, Öl oder Holz heizt; richtiges Heizen spart bares Geld.

Egal, ob man mit Gas, Öl oder Holz heizt; richtiges Heizen spart bares Geld.(#05)

Heizkosten: Wichtige Tipps zum Sparen

Egal, ob man mit Gas, Öl oder Holz heizt; richtiges Heizen spart bares Geld. Moderne Thermostate steuern die Heizkörper sehr präzise. Durch Einbindung in ein Smarthome lässt sich die Heizung von unterwegs steuern. Oft werden Räume viel zu stark aufgeheizt. Besser ist es, eine moderate Temperatur zu wählen, die für alle Bewohner angenehm ist. Oft wird versucht, Heizkosten zu sparen, indem auf das Beheizen einzelner Räume komplett verzichtet wird. Dadurch entstehen bei starker Auskühlung aber Wärmebrücken nach außen, die letztlich durch stärkeres Aufheizen der restlichen Räume kompensiert werden müssen. Effizienter ist es also, keinen Raum komplett auskühlen zu lassen. Nebenbei befördert das auch die Schimmelbildung. Regelmäßiges Entlüften von Heizkörpern macht diese ebenfalls effizienter, da durch Luft in den Leitungen die Heizleistung reduziert wird.

Fazit: Tipps zum Sparen gibt es viele: Aber nicht alles macht Sinn

Das meiste Geld lässt sich auf Anhieb durch einen Preisvergleich im Internet und den anschließenden Wechsel zu einem günstigen Energieversorger sparen. Den Verbrauch kann aber jeder selbst beeinflussen. Der Wasserverbrauch lässt sich vor allem durch Duschen und die Verwendung moderner Spülmaschinen und Waschmaschinen verringern. Durchflussbegrenzer machen in der Dusche und der Toilette Sinn, weniger jedoch in der Küche. Während bei der Beleuchtung das Sparpotenzial durch den Wechsel auf LED-Systeme bereits oft ausgeschöpft ist, kann man durch einen neuen Kühlschrank nachhaltig Strom und Geld sparen. Die Öl- oder Gasrechnung lässt sich durch effizientes Heizverhalten zusätzlich senken.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Andrey_Popov -#01: Dmitry Tkachev  -#02: Maxx-Studio -#03: Stokkete  -#04: Dusan Petkovic-#05: _Solarisys

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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