Badsanierung planen: 10 Tipps zum Kosten sparen

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Das Badezimmer nimmt für viele Menschen einen wichtigen Stellenwert in der Wohnung oder dem Haus ein. Dennoch planen Besitzer die Badsanierung meist erst dann, wenn sie wirklich notwendig wird. Im Schnitt sanieren Eigenheimbesitzer ihr Badezimmer alle 15 – 20 Jahre und auch da nicht immer komplett. Wenn jedoch eine Badsanierung ansteht, dann können einige Tipps dabei helfen, Kosten zu sparen.

Planung der Badsanierung – worauf ist zu achten

Eine Badsanierung will gut durchdacht sein. Daher ist es wichtig, sich vor dem Beginn der Arbeiten Gedanken über die wichtigsten Rahmenbedingungen zu machen. Gerade in Häusern, die bereits einige Jahre hinter sich haben, sind die Bäder oft noch nicht an die Barrierefreiheit angepasst.

Wer plant, in dem Eigenheim auch im Alter wohnen zu bleiben, der kann diesen Faktor bereits bedenken. Ein Bad mit Barrierefreiheit ist generell nicht nur für ältere Menschen eine Erleichterung. Auch mit Kindern im Haus kann es viel Ärger und Tränen ersparen.

Gerade bei einem kleinen Badezimmer kann es sich zudem lohnen darüber nachzudenken, dieses vielleicht zu vergrößern, wenn der Schnitt von Haus oder Wohnung das zulässt. Solch eine Entscheidung sollte jedoch vor der Planung getroffen werden, damit die passenden Kostenvoranschläge eingeholt werden können.

Interessanterweise liegt der Durchschnitt bei der Badgröße in Deutschland zwischen 4 qm bis hin zu 10 qm.

Meist sind die Bäder nicht quadratisch gestaltet sondern eher in die Länge gezogen. Das bedeutet aber auch, wenig Platz, mit dem gearbeitet werden kann. Gerade aus diesem Grund kann es Sinn machen, über eine Vergrößerung nachzudenken. Ist dies nicht möglich, sollte der Platz vor der Sanierung optimal aufgeteilt werden.

Hinweis: Bei Dachschrägen ist es wichtig, die richtigen Maße in der Höhe zu nehmen, damit es bei der Badsanierung nicht zu Problemen mit dem Einbau von Badewanne oder WC kommt.

Vergleich von altem Bad und neuem Bad:

Ein altes Bad: Hier funktioniert zwar noch alles - aber schön und zeitgemäß ist dieses Bad schon lange nicht mehr. (#02)

Ein altes Bad: Hier funktioniert zwar noch alles – aber schön und zeitgemäß ist dieses Bad schon lange nicht mehr. (#02)

Badezimmer mit Holzelementen: Ein neues Bad ist heute hell und freundlich eingerichtet. (#03)

Badezimmer mit Holzelementen: Ein neues Bad ist heute hell und freundlich eingerichtet. (#03)

Badsanierung – mit diesen Kosten muss gerechnet werden

Es ist nicht ganz einfach, einen ungefähren Gesamtpreis für die Sanierung von einem Badezimmer zu nennen, da es immer darauf ankommt, was genau gemacht werden soll, wie groß das Badezimmer ist und mit welchen neuen Einbauten gearbeitet werden soll. Im Durchschnitt liegen die Kosten pro Quadratmeter jedoch zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Nach oben hin sind die Preise natürlich offen.

Ein Badezimmer von einer durchschnittlichen Größe kostet im Gesamtpaket ungefähr 15.000 Euro. Sonderwünsche bei der Ausstattung sind dabei noch nicht mit einberechnet.

Kosten entstehen an ganz unterschiedlichen Stellen. Dies beginnt bereits bei den Lohnkosten, die für die Fachfirmen fällig werden. So werden für die Badsanierung nicht nur ein Elektriker und ein Installateur, sondern auch der Fliesenleger und vielleicht sogar der Maler gebraucht.

Heimwerker kauft im Sanitärbereich ein - durch Eigenleistung kann man die Kosten einer Badsanierung senken. (#04)

Heimwerker kauft im Sanitärbereich ein – durch Eigenleistung kann man die Kosten einer Badsanierung senken. (#04)

Der durchschnittliche Stundenlohn beginnt hier bei 40 Euro. Dazu kommen die Kosten für die Baustoffe, die sich durchschnittlich in einem Bereich um die 3.000 Euro für ein klassisches Badezimmer bewegen. Hier sind die Fliesen noch nicht einberechnet.

Einfache Fliesen für Wand und Boden schlagen mit einem Durchschnittspreis von 20 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Schließlich werden noch Badewanne und Dusche sowie Waschbecken, WC und Armaturen mit einberechnet. Auch hier lassen sich nur Durchschnittswerte angeben, die je nach dem persönlichen Geschmack variieren können. Der Durchschnitt wird bei einem Gesamtpreis von 5.000 Euro für diesen Bereich angesetzt.

Diese 10 Tipps helfen beim Kosten sparen

Der Gesamtbetrag für die Badsanierung ist also durchaus nicht zu unterschätzen. Daher ist es wichtig, wo es geht Kosten einzusparen, aber nicht bei der Qualität Abstriche zu machen:

  1. Zeit für Vergleiche nehmen
    Die Vorstellungen davon, wie das Bad ausgestattet werden soll, sind klar? Dann wird es Zeit, die Preise und Angebote zu vergleichen. An dieser Stelle kann es sich lohnen, ruhig ein wenig Zeit einzuplanen, um das eine oder andere Schnäppchen zu machen.
  2. Selbst mit anpacken
    Bei einer Badsanierung ist es unverzichtbar, auf die Unterstützung durch Profis zu setzen. Das heißt aber nicht, dass die Familienmitglieder nicht auch selbst mit aktiv werden können. Gerade Dinge, wie die Ablösung von Fliesen oder Tapete braucht keine Erfahrung. Es kann sich lohnen, mit den Dienstleistern abzusprechen, wo man selbst aktiv werden kann.
  3. Fliesen nicht großflächig einsetzen
    Fliesen entfernen - doch sollte man auch wieder soviele Fliesen anbringen? Heute wird im Badezimmer viel weniger gefliest als früher. (#01)

    Fliesen entfernen – doch sollte man auch wieder so viele Fliesen anbringen? Heute wird im Badezimmer viel weniger gefliest als früher. (#01)

    Ein hoher Kostenfaktor bei der Badsanierung ist die Ausstattung mit Fliesen. In den letzten Jahren zeigt sich ein Trend, der sich immer mehr durchsetzt und dabei auch die Möglichkeit bietet, Geld zu sparen. Hier werden Fliesen nur dort eingesetzt, wo sie wirklich gebraucht werden, beispielsweise rund um die Badewanne oder die Dusche. Es kann sich überlegt werden, ob dies eventuell eine Alternative für das eigene Badezimmer ist.

  4. Nach Alternativen suchen
    Bei der Keramik, der Badewanne oder den Waschbecken muss es nicht unbedingt immer die teuerste Ausführung sein. Designstücke wirken zwar toll im Badezimmer, hier wird aber oft der Name gezahlt. Dabei gibt es teilweise deutlich günstigere Alternativen, die ebenfalls eine gute Qualität bieten. Es kann sich lohnen, in diesem Bereich auf die Suche zu gehen.
  5. Der Einkauf im Online-Shop
    Es ist allgemein bekannt, dass im Online-Shop deutlich gespart werden kann. Dies gilt auch bei der Ausstattung für das Badezimmer. Viele der Produkte sind deutlich günstiger als im Sanitärfachhandel und dies wirkt sich auf das gesamte Budget aus.
  6. Vorausschauend planen
    Kosten lassen sich bei der Badsanierung nicht nur direkt beim Umbau sparen. Generell ist es empfehlenswert, auf eine Ausstattung zu achten, die Energie sparen kann. Von wassersparenden Badewannen über Energiesparlampen bis hin zu sparsamen Duschköpfen ist alles möglich.
  7. Auf sehr gute Qualität setzen
    Qualität ist nicht mit Designer-Produkten zu verwechseln. Es rentiert sich auf die Dauer und spart Kosten, wenn bei der Ausstattung des Badezimmers auf qualitativ hochwertige Produkte gesetzt wird. Daher ist es wichtig, sich selbst von der Qualität der Produkte zu überzeugen und an der Ausstattung nicht zu sparen.
  8. Zeitlos in der Ausstattung bleiben
    Es muss nicht jeder Trend mitgemacht werden, denn auch das ist auf die Dauer ein Grund für hohe Kosten. Nur weil die bunten Fliesen heute gut gefallen, müssen sie das in zehn Jahren nicht auch noch tun. Kosten können gespart werden, wenn das Bad im Design zeitlos bleibt.
  9. Klassiker behalten
    Nicht alle Teile im Badezimmer müssen bei der Sanierung ersetzt werden. Es kann sich lohnen, einige Teile zu behalten. Das ist nicht nur gut für das Budget, sondern verleiht dem Badezimmer auch einen besonderen Charme.
  10. Steuern sparen
    Ein wichtiger Punkt bei der Steuerersparnis ist es, die Handwerkerleistungen bei der Steuer geltend zu machen. Bis zu 1.200 Euro können pro Jahr auf diese Weise in der Steuererklärung angerechnet werden.

Bildnachweise: © Fotolia Titelbild: Gerhard Seybert – #01 VRD – #02 photo 5000 – #03 deepvalley – #04 Picture-Factory

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Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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