Iris: Vielfältig wie die Göttin des Regenbogens

0

Für Staudenliebhaber ein Muss im Garten, die Iris. Benannt ist die Gattung in botanischer Hinsicht nach der griechischen Göttin des Regenbogens. Die facettenreiche Erscheinung ist auch als Schwertlilie bekannt, kommt sie doch aus der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae).

Winterharte Schönheit

Die Staude der Gattung Iris existiert in verschiedenen Wuchshöhen und Farben. Je nach Untergattung und Art finden sich Unterschiede. Zusammengenommen sieht man ihnen dennoch die Verwandtschaft an. So haben Irispflanzen ein Rhizom oder eine Knolle, aus der Blätter sprießen. Diese machen die Pflanzen winterhart und lassen sie für mehrere Jahre überdauern. Im Folgenden finden Sie Tipps und Infos rund um die schillernde Schönheit.

Steckbrief der Iris

  • Blütenfarbe notoc

    von weiß bis schwarz-violett

  • pH-Wert notoc

    variiert nach Sorte

  • Blütezeit notoc

    April-Juli

  • Höhe notoc

    20-120 cm

  • Bodenfeuchte notoc

    mäßig trocken bis leicht feucht

  • Pflanzenarten notoc

    Zierpflanze, Beetpflanze

  • Standort notoc

    eher sonnig

  • Wuchsform notoc

    aufrechte Stängel mit grundständigem Blattschopf

  • Bodenart notoc

    zumeist mäßig trocken bis leicht feucht

  • Humus notoc

    humusarm

  • Pflanzenfamilien notoc

    Schwertliliengewächse (Iridaceae)

  • Winterhärte notoc

    winterhart

Herkunft

In der Natur sind die zahlreichen Schwertlilien auf der nördlichen Welthalbkugel zu bestaunen. Ihr Heimatgebiet erstreckt sich über die westlichen und zentrale Teile Asiens. Etwa ein Fünftel der rund 300 Iris-Arten stammen ursprünglich aus China. Darunter sind auch die Dach-Schwertlilie (Iris tectorum) und die Wilson-Schwertlilie (Iris wilsonii). Inzwischen haben weitere Länder wie die USA und England eigene Züchtungsformen. Diese finden vor allem in Gärten als Zierpflanze Verwendung. Besonders häufig handelt es sich dabei um die Bart-Iris.

Wuchs der Iris

Iris stechen mit ihren Blättern gegenüber anderen Zierpflanzen hervor. Nach einigen Jahren formen sie einen kreisförmigen Strauch, der in der Mitte kahl bleibt. Je nach Art wachsen die Pflanzen etwa 20 bis 120 Zentimeter hoch. Dabei ist zu beachten, dass sie während der Blütezeit an Höhe gewinnen. Der blütenbildende Stängel ragt über die regulären Blätter hinaus und kann so 50 Prozent der eigentlichen Wuchshöhe ausmachen.

Blätter

Von der Knolle oder dem Rhizom abgehend, stehen die Blätter beinahe senkrecht zum Himmel. Ihren Namen verdankt die Schwertlilie ihren Blättern: diese wachsen lang, stabil und fächerförmig. Neue Blätter formen sich dabei im Fächer, während ältere von der Blattspitze aus verwelken. Als Ganzes genommen wirkt ein Strauch wie eine Ansammlung von aus dem Boden ragender Schwerter. Die Blätterfarbe ist abhängig von der Art und reicht von einem hellen über ein gräuliches grün bis hin zu einem Blaustich.

Die Blätter rund um die Pflanze wirken fast wie himmelwärts zeigende Schwerter - Schwertlilie trifft es daher. (Foto: shutterstock - Marina VN)

Die Blätter rund um die Pflanze wirken fast wie himmelwärts zeigende Schwerter – Schwertlilie trifft es daher. (Foto: shutterstock – Marina VN)

Blüten

Botanisch betrachtet besteht jede Blüte der Iris aus drei einzelnen Blumen. Diese haben je ein aufrecht stehendes Blatt, das sogenannte Dom, und ein Hängeblatt. Die Blütezeit ist abhängig von der Art und dem Standort der individuellen Pflanze. Ein schattiger Platz verzögert die Blüte. Grundsätzlich blüht die Staude einmal im Jahr zwischen April und Juli. In ihrem Farbenreichtum ist die Irisblüte kaum zu übertreffen. Von strahlendem weiß bis zu fast schwarz ist alles dabei. Besonders beliebt sind verschiedene Blautöne. Inzwischen finden sich auch mehrfarbige Schwertlilien auf dem Markt. Pflanzenliebhaber versuchen sich stets an neuen Züchtungen und erschaffen dadurch immer neue Farben und Farbkombinationen. Eine besondere Änderung durch Züchtung betrifft den Duft: Manch Iris verströmt den Geruch von Citrus oder Vanille.

Die Iris günstig einkaufen

Früher besuchte der Gartenfreund die Staudengärtnerei und wählte dort die Pflanzen für das heimische Beet aus. Immer mehr Liebhaber nutzen jedoch die Gelegenheit, Stauden im Online-Shop zu bestellen und diese bequem nach Hause liefern zu lassen. Man hat dabei die Wahl. Eine Option ist es, Einzelpflanzen zu bestellen, die oft schon ab 4 bis 5 Euro (wie hier im Angebot mit 10% Rabattcode „SOMMER2022“ auf staudenmix.de) angeboten werden. Dort besteht auch die Möglichkeit eine bereits optimale Staudenmischung zu bestellen. Die fertige Mischung hat den Vorteil, dass auch begleitende Pflanzen wie Gerüstbildner und Bodendecker mitgeliefert werden, die man nach dem mitgelieferten Pflanzplan einfach ins Staudenbeet setzen kann.

Standort

Die Iris mag es gerne sonnig bis lichtschattig. Sechs bis acht Stunden Sonne pro Tag ist ideal. Zusätzlich sollte die Staude vor dem Wind geschützt werden. Den Boden bevorzugen die meisten Arten mäßig trocken bis leicht feucht – jedoch gibt es Ausnahmen wie die Sumpf-Iris. Besonders gut eignet sich daher in der Regel eine lockere, gut durchlässige Erde. Ist diese im eigenen Beet nicht zu finden, kann Sand oder Lehm beigemischt werden. Die Staude in Kübeln zu kultivieren ist möglich, wird jedoch nicht empfohlen. Wirklich wohl fühlt sich die Schönheit eingepfercht nicht und zeigt dies mit einer geringeren oder gar ausfallenden Blüte.

Die Sumpf-Iris mag es sumpfig bis nass und kann direkt in ein Gewässer gepflanzt werden. (Foto: shutterstock - aclaire)

Die Sumpf-Iris mag es sumpfig bis nass und kann direkt in ein Gewässer gepflanzt werden. (Foto: shutterstock – aclaire)

Pflanzung der Iris

Bei der Pflanzung sind die unterschiedlichen Überdauerungsorgane zu beachten. Die Iris hat entweder ein Rhizom oder eine Knolle. Je nach Organ und Art muss die Pflanzung spezifisch ausgeführt werden und variieren die Ansprüche an den Boden. Es lohnt sich letztere durch Zugabe von z.B. Kompost, Erde oder Sand anzupassen. Möchte man mehrere Iris pflanzen, sollte man die Pflanzenabstände im Blick haben. Je nach Art sollten diese 25 bis 40 Zentimeter betragen, um ein Ineinander- oder Zusammenwachsen der individuellen Stauden zu verhindern.

Pflege

Die Iris ist pflegeleicht und für Krankheiten wenig anfällig. Das größte Risiko bei der Staude mit Rhizom ist Staunässe, die schnell zu Fäulnis führen kann. Daher gilt es, die Pflanze lieber einmal zu wenig als zu viel zu gießen. Auch in Bezug auf extra Nährstoffe hat sie keinen großen Anspruch. Für die Pflanzengesundheit genügt es, einmal im März vor dem Aufblühen zu düngen. Um die prächtigen Blüten über ihre Lebenszeit hinweg zu behalten, sollten die Rhizome jedoch alle paar Jahre geteilt werden. Auch ein Zurücktrimmen des Blütenstängels nach der Blüte ist sehr zuträglich.

Vermehrung der Iris

Die Iris kann sich sexuell sowie asexuell vermehren. Wenn die Blüte durch Hummeln oder manuell per Hand bestäubt wurde, bildet sich eine Kapselfrucht mit Samen aus. Diese können eingepflanzt und großgezogen werden. Nach zwei bis drei Jahren führt die neue Pflanze dann Blüten.
Bei Wunsch nach einer sofortigen Blüte ist eine asexuelle Vermehrung möglich. Bei der Staude mit Rhizom ist dies sogar Teil der Pflanzenpflege. Dazu wird die Pflanze vorsichtig ausgehoben und anschließend das Rhizom in etwa zehn Zentimeter große Teile geschnitten. Jeder Teil muss Blätter und Wurzeln haben, um wieder austreiben zu können. Die so gewonnen Ableger können dann anderorts eingepflanzt werden.

Schutz im Winter

Die Iris zählt zu den winterharten Stauden. Einige Arten profitieren jedoch von etwas Unterstützung. So lohnt es sich, die Blütenstängel auf zehn Zentimeter über dem Rhizom zurück zu schneiden und die Pflanze mit einer Schutzschicht aus Laub, Reisig oder Stroh zu bedecken.

Verwendung

Neben der Zierde im Garten oder in der Vase innerhalb der vier Wände, findet die Iris noch anderweitig Einsatz. In der Antike wurde das im Rhizom enthaltene ätherische Öl z.B. dem Wein zum Würzen beigesetzt. Heutzutage dient sie als Geschmackszusatz für Likör, Wein und Tabak. Im Make-up kommt sie als Bindemittel vor und in der Parfümerie erkennt man die schöne Staude am Veilchenduft.

Über den Autor

Eva Hokema

In siebter Generation übernahm ich gemeinsam mit meinem Mann Christoph die Traditionsgärtnerei Fehrle Stauden. Mein Ziel ist es seitdem, die hohe Qualität und den guten Service im Geschäftskundenbereich zu erhalten. Auch der Garten Laie soll mit wenig Aufwand in den Genuss eines wunderschönen Staudengartens kommen. Dies habe ich mir zur persönlichen Aufgabe gemacht. Im heimischen Garten darf anschließend natürlich gerne mit der ganzen Familie gewerkelt werden.

Lassen Sie eine Antwort hier