13 blühende Stauden für den Halbschatten

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Sie haben viele halbschattige Ecken im Garten und wollen nicht auf grün-bunte Pracht verzichten? Gute Nachricht: Für jeden Garten gibt es die passende Pflanze. Es gibt wunderschön blühende Stauden, die sich auch im Halbschatten wohl fühlen.

Farbenprächtige Blüten für jeden Teil des Gartens

Was haben Fingerhut und Akelei gemeinsam? Sie haben wunderschöne Blüten und sind die perfekten Stauden für den Halbschatten. Dort, wo die Sonne nur für fünf bis sechs Stunden am Tag scheint, fühlen sich diese blühenden Stauden pudelwohl. Sie haben nur geringe Ansprüche an den Boden und kommen auch mit wenig Nährstoffen und einem Sandboden klar. Stauden, die im Halbschatten gedeihen, sind damit die ideale Wahl für alle Teile des Gartens, in denen die absoluten Sonnenliebhaber unter den Pflanzen nicht wachsen wollen. Mit ihren Blüten sorgen diese Stauden für einen Blickfang und entfalten trotz wenig Sonne ihre volle Wuchskraft.

Diese 13 blühenden Stauden sind für den Halbschatten zu empfehlen

1. Taglilien (Hemerocallis)

Taglilien sind mit mittlerweile mehr als 65.000 Sorten auf der ganzen Welt beheimatet. Sie sind prachtvoll sowie oft stark duftend und gedeihen im Halbschatten wunderbar. Die gelb, orangen oder auch mehrfarbig blühenden Stauden, die aus grasartigen Büscheln wachsen, zeigen sich im Juni und Juli. Der Name stammt daher, dass sich jede Blüte nur einen einzigen Tag hält. Jedoch öffnen sich auch jeden Tag neue Knospen, so dass die Blühzeit bis zu sechs Wochen umfasst. Dies freut Insekten und Gärtner.

2. Rosenwaldmeister (Phuopsis stylosa)

Wer einen schönen, blühfreudigen Bodendecker sucht, ist mit dem Rosenwaldmeister, auch Scheinwaldmeister genannt, gut beraten. Von Juni bis August zeigen sich die rosa bis pinkfarbenen Blüten. Bei wenigen Sorten ist die Blütenkrone weiß. Wichtig ist, dass die Staude einen halbschattigen Standort erhält und dort einen frischen, lockeren und nährstoffreichen Boden vorfindet. Dann wird die Pflanze bis zu 30 cm hoch und lässt sich durch Abstechen in der gewünschten Form halten. Im Herbst sollte der Rosenwaldmeister zurückgeschnitten werden. Die Staude ist mehrjährig und winterhart.

Neben rosa bis pinken Blüten gibt es auch Sorten des Rosenwaldmeister mit weißer Krone. (Foto: shutterstock - nnattalli)

Neben rosa bis pinken Blüten gibt es auch Sorten des Rosenwaldmeister mit weißer Krone. (Foto: shutterstock – nnattalli)

3. Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)

Der Blaue Eisenhut erreicht Wuchshöhen bis zu 110 cm und wächst sehr ausdauernd und krautig. Die charakteristischen Blüten ziehen Insekten aller Art an und erweisen sich als überaus dekorativ. Im Umgang ist jedoch Vorsicht geboten und auf Grund seiner Giftigkeit sollte er fern von Kindern und Haustieren bleiben. Die Blüten zeigen sich zwischen Juli und August. Sie sind violett-blau und unverkennbar. Die Staude liebt humusreiche Böden. Gruppenbepflanzungen sind möglich. Zudem sollte der Boden immer feucht sein, denn in der Natur steht der Blaue Eisenhut bevorzugt auf feuchten Wiesen und in Auwäldern.

4. Roter Fingerhut (Digitalis spec.)

Der Rote Fingerhut wird bis zu 150 cm hoch und ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Aufgrund seiner Schmuckwirkung wird er auch im Garten und hier vor allem an halbschattigen Plätzen angebaut. Von Juni bis August zeigen sich die rosafarbenen Blüten, die in einer hübschen Traube am oberen Stängelteil hängen. Die Staude ist giftig und gedeiht am besten auf sandigen, kalkarmen und stickstoffreichen Böden. Der Rote Fingerhut ist garantiert winterhart und wird von vielen Insekten sehr gern angeflogen.

Blühende Stauden für den Halbschatten günstig einkaufen

Früher besuchte der Gartenfreund die Staudengärtnerei und wählte dort die Pflanzen für das heimische Beet aus. Immer mehr Liebhaber nutzen jedoch die Gelegenheit, Stauden im Online-Shop zu bestellen und diese bequem nach Hause liefern zu lassen. Man hat dabei die Wahl. Eine Option ist es, Einzelpflanzen zu bestellen, die oft schon ab 4 bis 5 Euro (wie hier im Angebot mit 10% Rabattcode „SOMMER2022“ auf staudenmix.de) angeboten werden. Dort besteht auch die Möglichkeit eine bereits optimale Staudenmischung zu bestellen. Die fertige Mischung hat den Vorteil, dass auch begleitende Pflanzen wie Gerüstbildner und Bodendecker mitgeliefert werden, die man nach dem mitgelieferten Pflanzplan einfach ins Staudenbeet setzen kann.

5. Tränendes Herz (Dicentra spectabilis)

Von Mai bis Juni zeigen sich die Blüten des Tränenden Herz mit ihrer Größe von fünf bis zehn Zentimetern. Sie hängen in bogenförmigen Trauben an der Staude und ähneln einem Herzen – daher auch der Name der Pflanze. Ein tropfenartiger Fortsatz am vorderen Ende ist typisch für diese Halbschatten-Stauden. Als Standort sollte ein Platz gewählt werden, an dem es nicht zu heiß ist. Das Tränende Herz ist winterhart und benötigt außer einer regelmäßigen Wassergabe im Sommer keine weiteren Pflegemaßnahmen.

6. Vergissmeinnicht (Myosotis)

Die blauen Blüten des Vergissmeinnichts können auch weiß bis rosa erscheinen. (Foto: shutterstock - yul38885)

Die blauen Blüten des Vergissmeinnichts können auch weiß bis rosa erscheinen. (Foto: shutterstock – yul38885)

Das Vergissmeinnicht erweist sich trotz eher unscheinbarer Blüte als sehr dekorativ. Es blüht von März bis Juni und die hell- bis dunkelblauen Blüten können auch weiß bis rosa erscheinen. Sie zeigen sich zuverlässig jedes Jahr wieder. Die insektenfreundliche Staude liebt einen halbschattigen Standort mit feuchtem, nährstoffreichem Boden. Mehr als 50 Sorten der herrlich blau blühenden Pflanze mit dem charakteristischen Namen gibt es mittlerweile – um dessen Entstehung ranken sich zahlreiche Legenden. Das Vergissmeinnicht ist pflegeleicht. Im Frühjahr sollten Sie jedoch altes Laub entfernen.

7. Glockenblume (Campanula)

Die Glockenblume gibt es in zahlreichen Sorten von unterschiedlicher Größe. Gemeinsam haben alle die reichhaltige, insektenfreundliche Blüte. Sie blüht in hellen Blau bis hin zu tiefem Lila. Diese ist in der Zeit von Juni bis August zu bewundern. Die Glockenblume ist keine typische Schattenstaude, verträgt den Halbschatten aber. Gegenüber ihren Pflanzpartnern ist sie nicht empfindlich. Sie ist glücklich mit ausreichend Wasser sowie einem durchlässigen Boden mit hohem Nährstoffgehalt. Die Glockenblume eignet sich optimal für Gartenanfänger.

8. Schlanke Fuchsie (Fuchsia magellanica var. gracilis)

Die Schlanke Fuchsie mit ihren blassrosa bis roten Blüten sieht man von Juli bis September blühend. Teilweise erscheinen diese sogar in einem Purpur-Ton. Die Blütezeit ist lang, und im Gegenzug verlangt die Staude nicht viel. Sie möchte ein Plätzchen im Halbschatten haben, einen mäßig feuchten Boden und ausreichende Nährstoffe. Die Pflege ist leicht und umfasst einen geringen Frostschutz für den Winter. Die Schlanke Fuchsie ist gut winterhart, sehr niedrige Temperaturen von unter Minus zehn Grad Celcius werden aber nur schwer vertragen.

9. Roter Engelwurz (Angelica gigas)

Die großen Blüten des Roten Engelwurz zeigen sich in der Regel sehr eindrucksvoll von Juni bis August. Es kann jedoch auch sein, dass die Staude erst etwas später blüht und dann bis in den September hinein. Aus den Büscheln grüner Blätter wachsen im Sommer die Blütenstände, aus denen sich Knospen herausbilden. Schon bald öffnen sich dunkelrote Dolden, die zum Paradies für Hummeln und Bienen sowie weitere Insekten werden. Der Rote Engelwurz ist zweijährig und lässt sich nach einem Rückschnitt noch ein weiteres Jahr zum Blühen anregen.

10. Herbst-Anemone (Anemone)

Bei der Anemone gibt es – wie bei vielen anderen Stauden – zahlreiche Sorten. Eine davon ist die Herbst-Anemone. Die Blüten zeigen sich in verschiedenen Farben. Sie können weiß bis rosa, pink oder auch violett gefärbt sein. Diese sind nicht nur „einfach“, sondern es gibt auch gefüllte Blüten. In der einfachen und damit offen blühenden Variante ist die Staude sehr insektenfreundlich. Anemonen lassen sich einzeln oder aber auch in Gruppen pflanzen. Den Boden mag sie mäßig-lehmig bis leicht sandig, dann belohnt sie den Gärtner mit einer schönen Blüte von August bis Oktober.

11. Alpenveilchen (Cyclamen)

Das Alpenveilchen liebt durchlässigen, nährstoffreichen Boden – auf diesem kann es sich zu voller Schönheit entfalten. (Foto: shutterstock - Ole Schoener)

Das Alpenveilchen liebt durchlässigen, nährstoffreichen Boden – auf diesem kann es sich zu voller Schönheit entfalten. (Foto: shutterstock – Ole Schoener)

Blühende Alpenveilchen zeigen sich weiß oder rosafarben, rot oder mehrfarbig. Sie sind eigentlich Zimmerpflanzen, erobern aber als Vorfrühlings-, Sommer- oder Herbst-Alpenveilchen auch die Gärten. Dort werden die kleinen Staudenpflanzen in den Halbschatten gesetzt und müssen vor starkem Frost geschützt werden. Sie sind nur bedingt winterhart und dürfen keinen Temperaturen unter – 5°C ausgesetzt werden. Alpenveilchen benötigen für die Ausbildung ihrer Blüte und für den gesunden Wuchs einen durchlässigen, nährstoffreichen Boden.

12. Akelei (Gattung Aquilegia)

Blühende Akeleien bezaubern mit ihrem Blau im Mai und Juni. Teilweise geht die Blütezeit noch bis in den Juli hinein. Sie bevorzugen normale Bodenverhältnisse und mögen keine Staunässe. Als Stauden für den trockenen Halbschatten brauchen Akeleien nur wenig Wasser. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm, wobei sie horstbildend wachsen. Akeleien sind als Schnittblumen geeignet und halten sich in der Vase vergleichsweise lange. Sie sind winterhart und können Temperaturen von bis zu – 34 °C aushalten. Im Frühjahr sind die Stauden ein Magnet für Bienen und andere Insekten.

13. Nelkenwurz (Geum)

Verschiedene Arten des Nelkenwurz sind hierzulande zu finden, wobei sich vor allem der Garten-Nelkenwurz verbreiten konnte. Er blüht von April bis August mit gelben, weißen, roten und rosafarbenen Blüten. Die herrliche blühende Staude gilt als insektenfreundliche Pflanze, ist pflegeleicht und sehr dekorativ. Sie braucht einen halbschattigen Standort, um gut zu gedeihen und kann dort bis zu 80 cm hoch werden. Der Nelkenwurz kommt gut an einem steinigen und sandigen Standort zurecht, möchte aber einen ausreichend feuchten Boden haben. Staunässe hingegen mag er nicht.

Häufige Fragen über blühende Stauden für den Halbschatten

Wie viel Sonne ist im Halbschatten?

Die Sonne scheint im Halbschatten nur anteilig und maximal die Hälfte des Tages. Meist sind es zwischen fünf und sechs Sonnenstunden am Tag. Sind die Tage noch kurz, kann die Anzahl der Schattenstunden deutlich überwiegen. Stauden, die hier gepflanzt werden, müssen für den Halbschatten geeignet sein und sollten einen geringen Lichtbedarf haben.

Wodurch entsteht Halbschatten?

Wenn die Sonne nur einen Teil des Tages auf den betreffenden Standort scheint, entsteht Halbschatten. Hierfür gibt es diverse Gründe. Zum Beispiel verdecken Gebäude die Sonne für einen Teils des Tages oder es fällt generell nur diffuses Licht auf den jeweiligen Standort. Eine Staude, die den Halbschatten mag, gedeiht auch an Standorten, die lediglich das genannte diffuse Licht aufgrund von vorhandenen Baumkronen erhalten.

Wie lässt sich Halbschatten herstellen?

Halbschatten kann selber geschaffen werden, wenn er natürlicher Weise nicht vorhanden ist. Zum Beispiel spendet ein Sichtschutz dem Standort der Stauden Schatten. Um langfristig natürlichen Halbschatten zu kreieren, kann auch ein Busch gepflanzt werden, der mit Größe und Blätterwerk dafür sorgt, dass Schatten gegeben ist. Bis dieser ausreichend groß gewachsen ist, wird als überbrückende Notlösung z.B. eine Art Sonnensegel mit Tuch und Pfahl gespannt.

Warum blühen meine Stauden nicht mehr?

Blühende Stauden verzaubern den Garten. Dass die Stauden nicht mehr blühen, liegt meist an deren Alter, sofern keine Pflegefehler gemacht wurden. Vorwiegend trifft das Problem Besitzer von mehrjährigen, winterharten Stauden, die jährlich immer wieder neu austreiben. Sie werden Jahr für Jahr kräftiger und treiben mehr Grün. Gleichzeitig werden sie oft blühfaul. Das heißt, diese Stauden zeigen nur noch wenige Blüten, was auch bei ausreichender Düngung der Fall bleibt. Durch Teilung kann man die Blüte wieder anregen.

Über den Autor

Eva Hokema

In siebter Generation übernahm ich gemeinsam mit meinem Mann Christoph die Traditionsgärtnerei Fehrle Stauden. Mein Ziel ist es seitdem, die hohe Qualität und den guten Service im Geschäftskundenbereich zu erhalten. Auch der Garten Laie soll mit wenig Aufwand in den Genuss eines wunderschönen Staudengartens kommen. Dies habe ich mir zur persönlichen Aufgabe gemacht. Im heimischen Garten darf anschließend natürlich gerne mit der ganzen Familie gewerkelt werden.

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