Die 12 schönsten winterharten Stauden für den Halbschatten

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Farbenfrohe Stauden sind dank ihrer üppigen Blütenpracht schon seit einiger Zeit ein Must-Have für die halbschattigen Standorte eines hübschen Gartens. Unkompliziert und pflegeleicht lassen sich die winterharten Stauden das ganze Jahr über vielseitig einsetzen.

Diese winterharten Stauden fühlen sich auch im Halbschatten wohl

Auch ein Garten mit viel schattigem Anteil freut sich über bunte Pracht. Hier haben sich Schattenstauden bewährt. Diesen Bereichen, die als schwierig zu bepflanzen gelten, hauchen sie farbiges Leben ein – winterhart hat man auch gleich länger davon.
Pflegeleicht und robust kommt die Staude in allen möglichen Farben und Formen zum Einsatz und lässt ihren Garten in neuem Glanz erstrahlen. Wir haben für Sie die schönsten winterharten Stauden zusammengefasst, die schon bald ihren halbschattigen Garten zieren könnten.

Winterhart und geeignet für den Halbschatten: diese 12 Stauden sind zu empfehlen

1. Astilbe

Die Astilbe ist eine robuste Schattenstaude, die bei feuchtem Boden auch einige Stunden Sonne am Tag verträgt. Daher ist sie perfekt geeignet für halbschattige Standorte, die per Definition etwa 4 Stunden Sonne genießen. Prachtspiere wird die Astilbe auch genannt und sie macht ihrem Namen alle Ehre. In weißen, rosa und rosaroten Tönen blüht die prächtige Blume vom Juni bis in den Herbst hinein und wird dabei zum Hingucker eines jeden Gartens. Beim Einpflanzen sollte auf mindestens 30 cm Abstand zwischen den einzelnen Stauden geachtet werden. Dies stellt sicher, dass sich die Pflanze gut im feuchten Boden verwurzeln kann. Ist dies erfolgt, hält sie sich widerstandsfähig und zeigt sich als typische Waldrandstaude relativ unkompliziert. Zu beachten: trotz der Vorliebe für Feuchtigkeit, darf bei Astilben keine Staunässe im Wurzelbereich entstehen.

2. Bergenie

Die Bergenie bringt dank ihrer Blütenpracht Farbe in jedes Staudenbeet. (Foto: shutterstock - Mario Krpan)

Die Bergenie bringt dank ihrer Blütenpracht Farbe in jedes Staudenbeet. (Foto: shutterstock – Mario Krpan)

Bergenien tragen, ähnlich den Astilben, ein rosarotes oder weißes Blütenkleid. Botanisch ist der Blütenstand als Trugdolde zu bezeichnen. Eine weitere Besonderheit dieser Staude liegt in der Blütezeit. Im Frühling blüht die Bergenie im Zeitraum April bis Mai. Im Herbst entfaltet sich eine zweite Blüte, die der ersten in nichts nachsteht. Die simple Pflege und ihr Wintergrün zeichnen sie ebenfalls aus. Auf Balkons, Terrassen oder Fensterbänken macht die Bergenie im winterharten Blumenkübel auch kalte Temperaturen mit. Am wohlsten fühlt sie sich im Halbschatten.

3. Fingerhut

Der Fingerhut ist mit seiner charakteristischen glockenartigen Blütenform eine der bekannteren Stauden und ein optisches Highlight für viele Gärten. In intensiven purpurroten, weißen oder apricotfarbenen Farbtönen sticht er heraus und überzeugt durch seine außerordentliche Eleganz. Jedoch trügt der Schein und man sollte sich nicht blenden lassen. Die Blüten des Fingerhuts sind bei Hautkontakt hochgiftig und nur mit Handschuhen zu bearbeiten. In Gärten, in denen regelmäßig Kinder herumtollen, ist der Fingerhut also alles andere als gut aufgehoben. Wer sich den Anblick der hübschen Staude dennoch nicht nehmen lassen will, achtet am besten auf einen halbschattigen Standort und einen lockeren und sauren Boden. Am Rand von Gehölzen und unter großen Bäumen blüht der Fingerhut von Juni bis August.

4. Eisenhut

Der Eisenhut beeindruckt in den Sommermonaten durch seine auffällig intensive Blütenfärbung. (Foto: shutterstock - GrigoryL)

Der Eisenhut beeindruckt in den Sommermonaten durch seine auffällig intensive Blütenfärbung. (Foto: shutterstock – GrigoryL)

Ein besonders schöner Vertreter der Hahnenfußgewächse ist der Eisenhut. In rosa, kräftigem blau oder auch weiß bis zartgelb blühen die beeindruckenden Stauden im Juli und August. Daneben zeichnen sie sich durch ihre Winterhärte aus. Sie sind auf einen stets feuchten Boden angewiesen, um sich tief zu verwurzeln. Mit nicht zu viel Sonne kann die krautige Staude bis zu 100 cm hoch wachsen. Am besten steht sie also in halbschattigen Gebieten. Wie auch der Fingerhut, ist der Eisenhut extrem giftig und wurde früher sogar als Präparat für das Gift in Pfeilspitzen genutzt. Die Anpflanzung will also gut überlegt sein. Kinder und Tiere sollten ihm in jedem Fall fernbleiben.

Winterharte Stauden günstig einkaufen

Früher besuchte der Gartenfreund die Staudengärtnerei und wählte dort die Pflanzen für das heimische Beet aus. Immer mehr Liebhaber nutzen jedoch die Gelegenheit, Stauden im Online-Shop zu bestellen und diese bequem nach Hause liefern zu lassen. Man hat dabei die Wahl. Eine Option ist es, Einzelpflanzen zu bestellen, die oft schon ab 4 bis 5 Euro (wie hier im Angebot mit 10% Rabattcode „SOMMER2022“ auf staudenmix.de) angeboten werden. Dort besteht auch die Möglichkeit eine bereits optimale Staudenmischung zu bestellen. Die fertige Mischung hat den Vorteil, dass auch begleitende Pflanzen wie Gerüstbildner und Bodendecker mitgeliefert werden, die man nach dem mitgelieferten Pflanzplan einfach ins Staudenbeet setzen kann.

5. Frauenmantel

Der Frauenmantel, auch als Alchemilla bekannt, ist besonders beliebt als Begleiter von Rosengewächsen. Die Pflanze ist sehr schneckenresistent und säht sich selbst aus. Zum Teil führt dies zu wuchernden Blätterprachten. Die rundlichen, überlappenden und von unten behaarten Blätter strahlen in einem gelblichen und intensiven grün und wachsen bodenbedeckend. Daher mag es die Staude auch sehr feucht und nur wenig sonnig. Die meisten Arten des Frauenmantels bleiben den ganzen Sommer über frisch, vereinzelte Arten verblühen schon Ende Juli. Er ist auch als Heilkraut bekannt und für seine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung. Ernten und trocknen lässt sich der Frauenmantel am besten in den frühen Sommermonaten.

6. Schaumblüte

Bei der Schaumblüte handelt es sich um eine hohe und auffällige Staude, die von April bis Mai blassrosa oder cremefarben blüht und am Ende des Sommers eine intensive Herbstfärbung in Orangetönen aufweist. Die sehr zarten Blütenbestände locken Insekten aller Art an und machen sich gut im Halbschatten des Gartens. Ursprünglich wachsen Schaumblüten in Waldgebieten und schätzen daher einen lockeren, feuchten und nährstoffreichen Untergrund ohne pralles Sonnenlicht. Das dichte Blätterwerk der Schaumblüte, die auch Tiarella genannt wird, benötigt kaum Pflege und erweist sich in vielen Gärten als robust und dekorativ.

7. Silberkerze

Die hochragende weiß oder cremefarben blühende Silberkerze kann über 2 Meter groß werden. Ihre Blühzeit beginnt ungewöhnlich spät und dauert von September bis Oktober. Daher kann sie in den frühen Herbstmonaten auch ohne viel Sonne noch einmal etwas Leben in die schattigeren Ecken des Gartens bringen. Mit ihrem eleganten, kolbenartigen Blütenkleid lässt die Silberkerze Blütenträume wahr werden. Zu Beginn benötigt man lediglich etwas Geduld, bis sich die schlanken Stauden aus der Erde herausarbeiten.

8. Sterndolde

Die Sterndolde mag halbschattige Standorte. (Foto: shutterstock - 4SeasonsFlowers)

Die Sterndolde mag halbschattige Standorte. (Foto: shutterstock – 4SeasonsFlowers)

Eine Besonderheit der sogenannten Sterndolden ist die ausgeprägte Blütenbildung von bis zu 4 cm Durchmesser, auch an schattigen bis halbschattigen Standorten. Rosa, rot und violett gefärbt, beschert die Dolde einem jeden Gärtner eine Blütenpracht von Mai bis Juni und eine zw
eite Blütenflor im Spätsommer. Diese Stauden mögen feuchte Gärten und können sich darüber hinaus mit steinigem Boden arrangieren. Viele Imker sind Fans von Sterndolden, da die anmutigen Blüten Bienen und Hummeln anziehen.

9. Wiesenraute

Die üppigen hell-violetten Blütenköpfe der Wiesenraute machen diese Staude zum Hingucker jeder Grünfläche. Bis zu 200 kleine Blüten befinden sich an den Pflanzen, die von Juli bis August die halbschattigen Standorte ihres Gartens bereichern. Die Wiesenraute überwintert ohne Probleme und hält sich über mehrere Jahre, da sich ihre Wurzeln besonders tief im Boden verankern und immer weiter ausdehnen. In sehr sonnigen Gebieten wächst die Raute nur bei regelmäßiger Wässerung. Besonders gut gedeiht sie bei kühleren Temperaturen.

10. Waldmeister

Vielen nur wegen des giftgrünen Cumarins bekannt, das einen Inhaltsstoff des klassischen Wackelpuddings ausmacht, erweist sich der Waldmeister auch als eine attraktive Wahl für den Garten. Der „Meister des Waldes“, der auch wohlriechendes Maikraut genannt wird, verströmt dank seines dichten dunkelgrünen Laubes und den kleinen weißen Blüten tatsächlich einen angenehm würzigen Duft. Ursprünglich kommt die Pflanze natürlich aus den Wäldern und kommt daher gut in feuchtem Unterholz und halbschattigen Gefilden zurecht. Dort blüht sie von April bis in den Juni hinein. Unter den winterharten Stauden ist der Waldmeister einer der robustesten Vertreter, da er selbst im Winter grün bleibt und Wurzelhärte gut verträgt. Schutzbedürftige Böden oder junge Bäume eignen sich also ideal zur Unterpflanzung mit Waldmeisterstauden.

11. Wald-Geißbart

Der Wald-Geißbart gehört zu den Rosengewächsen und blüht in den Sommermonaten Juni und Juli in weißen Nuancen. Er bildet große buschartige Zweige und weiße bärtige Blütenrispen, die unzweifelhaft seinen Namen erklären. Die pflegeleichte Staude stellt keine Ansprüche an Temperatur oder Beetnachbarn. Lediglich genug Flüssigkeit und ein halbschattiger Standort im Garten sind für den Wald-Geißbart entscheidend. Aufgrund seiner ausladenden gefiederten Zweige und einer enormen Größe sollte man ausreichend Platz für ihn zur Verfügung haben.

12. Roter Engelwurz

Früchte, Stiel und Blüten erstrahlen beim roten Engelwurz in einem dunklen rot. Allein das Laub bildet einen hübschen hellgrünen Kontrast. (Foto: shutterstock - guentermanaus)

Früchte, Stiel und Blüten erstrahlen beim roten Engelwurz in einem dunklen rot. Allein das Laub bildet einen hübschen hellgrünen Kontrast. (Foto: shutterstock – guentermanaus)

In feucht-frischen Standorten fühlt sich der rote Engelwurz besonders wohl. Früher ein fester Bestandteil in Klostergärten und als Heilkraut genutzt, etabliert sich die Pflanze heute mehr und mehr als strukturbildender Alleskönner moderner Staudengärten. Blütenköpfe sowie Stiele flammen in purpurvioletten und roten Farbtönen und werden so zu Hinguckern der meisten Grünanlagen. Von Juli bis September ragen die doldenförmigen Blüten bis zu 1,40 Meter hoch und laden Bienen und Hummeln zum Verweilen ein. Der rote Engelwurz bevorzugt halbschattige Standorte mit ausreichend viel Platz um ihn herum. So kommt sein imposantes Auftreten zur Geltung.

Häufige Fragen zu winterharten Stauden

Wie lange blühen winterharte Stauden?

Die Blütezeit der winterharten Stauden ist sehr individuell. Von einer Hoch-Zeit im Frühjahr und einer zweiten Blüte im Herbst, über Farbenpracht im Sommer bis zu spätem erblühen im September/Oktober findet sich alles. Es ist also für jede Vorliebe etwas dabei und wenn man möchte kann man sich eine quasi ganzjährige Pracht schaffen.

Müssen winterharte Stauden vor Frost geschützt werden?

Nein, müssen sie nicht. Neben weiteren Merkmalen zeichnet sie besonders ihre Resistenz gegenüber den Tücken des Winters aus.

Müssen winterharte Stauden zurückgeschnitten werden?

Um die Langlebigkeit der Pflanzen zu erhöhen, ist ein Zurückschneiden von winterharten Stauden durchaus sinnvoll. Bis 10 cm über dem Boden werden die verblühten Zweige gekürzt.
Wann müssen winterharte Stauden zurückgeschnitten werden?
Idealerweise werden die winterharten Stauden im Frühjahr vor dem Austrieb zurückgeschnitten.

Behalten winterharte Stauden ihre Blätter?

Winterharte Stauden behalten ihre Blätter in einzelnen Fällen. Einige Gräser wie die Bergenie oder das Blaukissen sind beispielsweise immergrün und tragen den ganzen Winter lang ihr Blätterkleid.

Über den Autor

Eva Hokema

In siebter Generation übernahm ich gemeinsam mit meinem Mann Christoph die Traditionsgärtnerei Fehrle Stauden. Mein Ziel ist es seitdem, die hohe Qualität und den guten Service im Geschäftskundenbereich zu erhalten. Auch der Garten Laie soll mit wenig Aufwand in den Genuss eines wunderschönen Staudengartens kommen. Dies habe ich mir zur persönlichen Aufgabe gemacht. Im heimischen Garten darf anschließend natürlich gerne mit der ganzen Familie gewerkelt werden.

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