12 Immergrüne Stauden für den Halbschatten

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Von wegen der Garten ist im Winter grau und trostlos: Dank immergrüner Stauden für den Halbschatten sind sogar die dunkleren und weniger von der Sonne verwöhnten Pflanzplätze in der kalten Jahreszeit attraktiv. Es stehen einige Vertreter dieser überzeugenden Merkmale zur Auswahl und könnten demnächst auch Ihren Garten verschönern.

Immergrüne Stauden, die auch im Winter dekorativ sind

Auch wenn Bergenie und Immergrün im Winter nicht mehr blühen, tragen sie dennoch ihr Laub. Ein Grund, warum diese Stauden im späten Herbst nicht zurückgeschnitten werden sollten. Schon früh im Jahr treiben sie neu und warten schon bald mit hübschen Blüten auf. Gleichzeitig sind immergrüne Stauden im Halbschatten genügsam und benötigen nur wenig Nährstoffe im Boden. Im Folgenden lernen Sie 12 bezaubernde immergrüne Stauden kennen, die auch mit weniger Sonne auskommen.

Immergrüne Stauden für den Halbschatten: wir stellen Ihnen 12 hübsche Vertreter vor

1. Goldkörbchen (Chrysogonum)

Das Goldkörbchen ist nahe mit der Sonnenblume verwandt, was sich im Namen sogar wieder spiegelt. Es wird jedoch nur zwischen 10 und 20 Zentimetern hoch und wächst aufrecht bis kriechend. Es blüht erwartungsgemäß gelb und zeigt seine Pracht von Mais bis Ende September. Die Staude mag die Sonne, aber wächst auch im Halbschatten. Der Boden sollte für das Goldkörbchen gleichmäßig bis mäßig feucht sein und am besten humushaltig. Ein kleiner Anteil Lehm oder Sand ist kein Problem. Die kleine, immergrüne Staude lässt sich gut mit höheren Stauden kombinieren und eignet sich auch zur Unterpflanzung von Sträuchern.

2. Taubnessel (Lamium)

Es gibt rund 50 Arten der Taubnessel in Europa. Zwischen April und September können sich die Menschen über die weißen, violetten und rosafarbenen Blüten freuen. Die Staude ähnelt äußerlich der Brennnessel, jedoch besitzt sie keine unangenehmen Brennhaare. Sie präferiert feuchte bis frische Böden und kann sich mit einem geringen Nährstoffgehalt arrangieren. Die Taubnessel benötigt daher keine Düngung, über eine Kompostgabe ab und zu ist sie jedoch dankbar. Auch eine spezielle Pflege wird nicht benötigt. Aber: Zu lange Triebe sollten abgeschnitten werden.

3. Samthaariges Silberglöckchen (Heuchera villosa)

Die orange-gelben Blätter des Samthaarigen Silberglöckchens sind auch im Winter schmückend. (Foto: AdobeStock - wjarek)

Die orange-gelben Blätter des Samthaarigen Silberglöckchens sind auch im Winter schmückend. (Foto: AdobeStock – wjarek)

Ein durchlässiger und nährstoffreicher Boden ist die Voraussetzung für gutes Gedeihen des Samthaargen Silberglöckchens. Dann besticht es von Juni bis September mit seinen weißen Blüten. Viel Sonne verträgt die Staude nicht, daher ist ein halbschattiger Standort ideal. Das Samthaarige Silberglöckchen wächst buschig und bildet einen Horst. Es zählt zu den immergrünen Stauden. Damit präsentieren sich die Blätter auch im Winter als überaus schmückend, zumal sie mit ihrem orange-gelben Farbton in der gesamten Bepflanzung hervorstechen. Das Silberglöckchen ist der ideale Begleiter für andere Stauden und wird nur bis zu 50 cm groß.

4. Waldsteinie (Waldsteinia ternata)

Die immergrüne Waldsteinie wird auch als Dreiblatt-Golderdbeere bezeichnet. Die Blüten leuchten strahlend gelb und sind von April bis Mai zu bewundern. Die Staude bildet einen Teppich und ist damit als Bodendecker wunderbar geeignet. Sie wächst rund 40 bis 60 cm pro Jahr in die Breite. Gleichzeitig ist die Waldsteinie äußerst pflegeleicht und benötigt lediglich einen mäßig feuchten bis feuchten Boden, der gut durchlässig und kalkarm ist. Die benötigten Nährstoffe können über einen organischen Dünger zugeführt werden. Staunässe verträgt die Staude nicht Die Blätter verfärben sich dann bräunlich.

Immergrüne Stauden günstig einkaufen

Früher besuchte der Gartenfreund die Staudengärtnerei und wählte dort die Pflanzen für das heimische Beet aus. Immer mehr Liebhaber nutzen jedoch die Gelegenheit, Stauden im Online-Shop zu bestellen und diese bequem nach Hause liefern zu lassen. Man hat dabei die Wahl. Eine Option ist es, Einzelpflanzen zu bestellen, die oft schon ab 4 bis 5 Euro (wie hier im Angebot mit 10% Rabattcode „SOMMER2022“ auf staudenmix.de) angeboten werden. Dort besteht auch die Möglichkeit eine bereits optimale Staudenmischung zu bestellen. Die fertige Mischung hat den Vorteil, dass auch begleitende Pflanzen wie Gerüstbildner und Bodendecker mitgeliefert werden, die man nach dem mitgelieferten Pflanzplan einfach ins Staudenbeet setzen kann.

5. Buchsbaum (Buxus sempervirens)

Der Buchsbaum ist keine Staude, aber immergrün und gut mit Stauden zu kombinieren. Er wächst gut aufrecht und kann Wuchshöhen von bis zu 450 cm erreichen. Die Blüte zwischen März und April ist zwar sehr unscheinbar mit ihrer gelbgrünen Farbe und den weniger als fünf Zentimeter im Durchmesser betragenden Blüten, doch als Bienenweide eignet sich Buchsbaum hervorragend. Hinzu kommt, dass er sehr alt werden kann und somit viele Jahre an der einmal gewählten Stelle wachsen kann. Normale Gartenböden sind für den Buchsbaum perfekt. Er übersteht auch sandige Böden und lange Trockenzeiten gut.

6. Bergenie (Bergenia)

Die Bergenie ist eine immergrüne Staude. Sie liebt feuchte, nährstoffreiche Böden, die gut durchlässig sind. Es lohnt sich vor dem Pflanzen eine ausreichende Kompostschicht einzusetzen. So wird die Bergenie mit Pflegemaßnahmen wie regelmäßigem Gießen und Schneiden gewaltige Ausmaße annehmen. Ihre Blüten zeigt sie bereits im März und gilt als einer der attraktivsten Frühblüher. Diese Pflanze blüht bis in den Mai in einem kräftigen rosa bis purpurrot. Auch weiße Vertreter der Staude sind bekannt. Als Staude für den Halbschatten eignet sich die Bergenie für alle, die bisher wenig beachtete Plätze im Garten verschönern wollen.

7. Kriechender Günsel (Ajuga reptans)

In der Blütezeit von April bis Juni kann die blau-violette Pracht des Kriechenden Günsel bewundert werden. (Foto: shutterstock - Khalangot Sergey L)

In der Blütezeit von April bis Juni kann die blau-violette Pracht des Kriechenden Günsel bewundert werden. (Foto: shutterstock – Khalangot Sergey L)

Ein Boden, der einen hohen Humusgehalt aufweist, genügend Wasser und Halbschatten: Das sind die Bedingungen, unter denen der Kriechende Günsel wächst und zwischen April und Juni seine blauen bis violetten Blüten austreibt. Die Staude ist ein idealer Bodendecker und erreicht Wuchshöhen von lediglich 15 cm. Durch die auffälligen Blüten wird eine hohe Schmuckwirkung erreicht. Gepflegt werden muss der Kriechende Günsel kaum. Er braucht nur regelmäßig seine Wassergaben. Für Bienen ist er eine perfekte Nahrungsquelle.

8. Echter Seidelbast (Daphne)

Der Echte Seidelbast ist nur ein Vertreter der Seidelbaste, die eine große Ähnlichkeit zum Lorbeer aufweisen. Eine Staude ist er nicht, aber eine immergrüne Bereicherung für jeden Halbschatten. Interessant sind beim Echten Seidelbast die Blüten, die schon im März aufblühen und meist rot, selten gelb, leuchten. Viele Menschen empfinden den starken Duft der Blüten als unangenehm. Wichtig: Die sich daraus bildenden Steinfrüchte sehen zwar hübsch aus, sind aber sehr giftig. Schon wenige Früchte können tödlich sein. Die Staude gehört daher auf keinen Fall in die Nähe von Kindern. Ansonsten sollte der Boden gut durchlässig und nährstoffarm sein.

9. Schachtelhalm (Equisetum)

Schachtelhalme sind überall in Europa verbreitet und werden häufig als Unkräuter vernichtet. Im Garten dienen sie als Zierpflanzen, wobei sie keine Blüten ausbilden. Die Staude besitzt lediglich Sporenähren. Eine Vermehrung findet über Ausläufer statt, wobei die Rhizome bis zu sechs Meter lang werden können. Die Pflanzen werden bis zu zwei Meter hoch und benötigen einen feuchten Boden, um zu wachsen. Steht der Schachtelhalm nicht am Teich, muss eine regelmäßige Wasserzufuhr gewährleistet werden. Die Staude ist winterhart und treibt im zeitigen Frühjahr (März) die ersten Blütenähren aus.

10. Garten-Schlangenbart (Ophiopogon)

Von Juni bis August zeigt der Garten-Schlangenbart blassviolette bis weiße Blüten, die gern von Insekten angenommen werden. Die Staude für den Halbschatten bleibt mit bis zu 20 cm Wuchshöhe recht niedrig. Im Herbst bildet sie schwarze Früchte aus, die jedoch nicht genießbar sind. Die Pflanze ist immergrün sowie gut winterhart und wird daher auch im nächsten Gartenjahr den halbschattigen Standort dekorieren. Der Boden sollte sandig bis lehmig sein, ein hoher Nährstoff-, aber geringer Kalkgehalt ist für den Garten-Schlangenbart wichtig.

11. Immergrün (Vinca)

Die Blütezeit des Immergrün erstreckt sich bis in den September – danach bleibt immerhin das Blattgrün erhalten. (Foto: AdobeStock - Bildagentur-o)

Die Blütezeit des Immergrün erstreckt sich bis in den September – danach bleibt immerhin das Blattgrün erhalten. (Foto: AdobeStock – Bildagentur-o)

Wie der Name schon verrät, behält das Immergrün seine Blätter das ganze Jahr über und ziert damit jeden halbschattigen Standort. Hierzulande kommen vor allem das Große und das Kleine Immergrün vor, wobei anzumerken ist, dass beide Arten giftig sind (alle Pflanzenteile). Das Kleine Immergrün wird bis 15 cm hoch, der große Vertreter bis zu 30 cm. Die Blüten zeigen sich in blauer Farbe von Mitte April bis in den September hinein. Durch die Bildung von Ausläufern bedeckt die Staude bald den Boden rund um die Pflanzstelle.

12. Immergrünes Geißblatt (Lonicera henryi)

Das Immergrüne Geißblatt ist keine Staude. Aber eine der beliebtesten Kletterpflanzen und dazu immergrün und am liebsten im Schatten bzw. Halbschatten zu Hause. Seine gelben und roten Blüten zeigen sich im Juni und Juli und werden liebend gern von Bienen und Insekten angeflogen. Das Immergrüne Geißblatt benötigt eine Kletterhilfe und kann dann bis zu acht Meter hoch werden. Es behält seine Blattfarbe auch im Winter, daher der Name. Die Blüten sind vergleichsweise klein. Zum Herbst bildet die Pflanze schwarze Beeren aus, die allerdings nicht verzehrt werden dürfen, da sie giftig sind. Das Geißblatt ist winterhart.

Häufige Fragen zu immergrünen Stauden und Halbschatten

Was versteht man unter Halbschatten?

Unter Halbschatten versteht man einen Standort, der sich für wenige Stunden am Tag in der Sonne befindet. Die Verteilung der Sonnenstunden kann dabei unterschiedlich sein. Es kann sein, dass die Sonne nur am Abend am betreffenden Standort scheint, möglicherweise aber auch am Vormittag. Den Rest des Tages herrscht Vollschatten. Viele niedrige Stauden, die im Halbschatten wachsen, vertragen pralle Mittagssonne nicht, auch wenn sie den Rest des Tages Schatten bekommen.

Sind Stauden immergrün?

Nicht alle Stauden sind immergrün, es gibt aber einige Staudenarten, die den Gärtner auch im Winter mit ihrer Pracht erfreuen und einen schönen Farbtupfer im Garten bieten können. Diese Stauden behalten ihre Färbung der Blätter. Viele wechseln die Blattfarbe, wobei die Blätter dann eher rötlich als grün schimmern. Typische Herbsttöne von Stauden sind auch Orange, Braun und Gelb.

Sind winterharte Stauden gleich immergrüne Stauden?

Nein. Immergrüne Stauden behalten ihre Blätterpracht. Winterhart, meint, dass die Pflanze gegen die hauptsächlichen Bedrohungen im Winter resistent ist. Sie sind vor Vertrocknen sowie Erfrieren geschützt und halten kaltem Wind, Frost und widrigen Bedingungen stand. Winterharte Stauden schützen sich z.B. durch Abwerfen des Laubs, durch eine Entwässerung der oberhalb der Erde befindlichen Triebe sowie durch verholzte Stämme. Im Frühling treiben sie rasch aus und sind im Allgemeinen gegen späte Nachtfröste resistent.

Über den Autor

In siebter Generation übernahm ich gemeinsam mit meinem Mann Christoph die Traditionsgärtnerei Fehrle Stauden. Mein Ziel ist es seitdem, die hohe Qualität und den guten Service im Geschäftskundenbereich zu erhalten. Auch der Garten Laie soll mit wenig Aufwand in den Genuss eines wunderschönen Staudengartens kommen. Dies habe ich mir zur persönlichen Aufgabe gemacht. Im heimischen Garten darf anschließend natürlich gerne mit der ganzen Familie gewerkelt werden.

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