Indianernessel (Monarde): eleganter Sommerblüher aus den USA

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Die Indianernessel kennt man auch als Goldmelisse, Bergamotte, Bienenbalsam oder als Monarde. Die Arten der Gattung Monarda hören auf viele Namen. Schon lange vor ihrer Einführung als Zierpflanze wurde sie bei den Indianern als Heilpflanze eingesetzt. Daher hat sich die deutsche Bezeichnung durchgesetzt. Sie gehört zu den Stauden, die man für Kräuter- und Nutzgärten als unverzichtbar bezeichnen kann.

Die Nachfrage steigt und so ist inzwischen eine Vielzahl an Sorten im Handel erhältlich. Die meisten von ihnen sind Kreuzungen oder Nachkömmlinge der Arten Monarda didyma und Monarda fistulosa. Beide eignen sich auch gut zur Limonaden-Herstellung. Eine individuell-zitronige Note zaubert auch die Zitronen-Monarde (Monarda citriodora) an ihr Getränk. So pflanzen und pflegen Sie die beliebten Stauden richtig.

Herkunft der Indianernessel

Die ursprüngliche Heimat der beliebten Pflanze ist die Prärie von Nordamerika. Daher kommt sie gut mit trockenen Böden klar. Dort zunächst für ihre Inhaltsstoffe geschätzt, wird sie seit 1737 in Kultur gezüchtet.

Steckbrief der Indianernessel

  • Herkunft notoc

    Nordamerika

  • Blütenfarbe notoc

    rosa, rot, violett, weiß

  • Blütezeit notoc

    Juni – September

  • Höhe notoc

    ca.100 cm

  • Bodenfeuchte notoc

    mäßig feucht, frisch

  • Kalkverträglichkeit notoc

    gut

  • Pflanzenarten notoc

    Heilkräuter, Heilpflanzen

  • Standort notoc

    Halbschatten, absonnig

  • Fruchtform notoc

    Nüsschen

  • Wuchsform notoc

    aufrecht, horstbildend

  • Bodenart notoc

    steinig, sandig

  • pH-Wertnotoc

    neutral

  • Humus notoc

    humusreich

  • Gartenstil notoc

    Bauerngarten

  • Winterhärte notoc

    winterhart

Wuchs der Indianernessel

Die Indianernessel (hier: Roter Bienen-Balsam) (Foto: shutterstock - Ole Schoener)

Die Indianernessel (hier: Roter Bienen-Balsam) (Foto: shutterstock – Ole Schoener)

Die Wuchshöhen der Gattung Monarda variieren je nach Art und Sorte. Im Durchschnitt werden ca. 100 cm erreicht. Die Pflanze bildet einen Blatthorst, der sich – wenn man ihm keinen Einhalt gebietet – sukzessive immer weiter ausbreitet. Ihre aufrechten Stängel sind vierkantig und wachsen dicht verzweigt.

Blätter der Indianernessel

Die eiförmigen Blätter sind etwa zehn Zentimeter lang und besitzen einen gesägten Rand. Sie laufen spitz zu und sitzen an kurzen Stielen wo sie gegenständig angeordnet sind. Wer die Blätter der Indianernessel zwischen den Fingern zerreibt, kann den typisch zitronigen Duft nach Bergamotte wahrnehmen.

Die Indianernessel günstig einkaufen

Früher besuchte der Gartenfreund die Staudengärtnerei und wählte dort die Pflanzen für das heimische Beet aus. Immer mehr Liebhaber nutzen jedoch die Gelegenheit, Stauden im Online-Shop zu bestellen und diese bequem nach Hause liefern zu lassen. Man hat dabei die Wahl. Eine Option ist es, Einzelpflanzen zu bestellen, die oft schon ab 4 bis 5 Euro (wie hier im Angebot mit 10% Rabattcode „SOMMER2022“ auf staudenmix.de) angeboten werden. Dort besteht auch die Möglichkeit eine bereits optimale Staudenmischung zu bestellen. Die fertige Mischung hat den Vorteil, dass auch begleitende Pflanzen wie Gerüstbildner und Bodendecker mitgeliefert werden, die man nach dem mitgelieferten Pflanzplan einfach ins Staudenbeet setzen kann.

Blüten der Indianernessel

Die Stauden blühen von Juni bis September. Zumeist kann man sie in rosa-violetten, roten oder weißen Nuancen bewundern. Es gibt jedoch auch gelblich blühende Sorten. Kein Wunder, dass Schmetterlinge und Bienen hier gerne verweilen.

Mit Ende der Blütezeit bildet Monarda unscheinbare Früchte aus. Botanisch gesehen sind dies Nüsschen.

Sei es im Garten oder auch in der freien Natur, die Indianernessel gedeiht überall sehr gut. Dabei ist sie bescheiden und dankt uns die Arbeit mit herrlichen Blüten. (Foto: shutterstock - Tagetes)

Sei es im Garten oder auch in der freien Natur, die Indianernessel gedeiht überall sehr gut. Dabei ist sie bescheiden und dankt uns die Arbeit mit herrlichen Blüten. (Foto: shutterstock – Tagetes)

Standort / Boden

Die schöne Staude mag Sonne und sollte entsprechend gesetzt werden. Eine halbschattige Lage wird verziehen. Aufgrund ihrer Prärie-Herkunft verträgt sie trockene Böden gut. Bei anhaltender Hitze sollte auf extra Wassergaben geachtet werden. Optimal sind nährstoffreiche, humose Böden mit einer guten Wasserspeicherfähigkeit, er darf auch kalkhaltig sein. Ansonsten mag die Schönheit einen eher neutralen pH-Wert rund um 7. Mit Algenkalk oder Kalksteinmehl können Sie den ph-Wert selbst erhöhen.

Pflanzung

Die Indianernessel kann im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt werden. Da sie empfindlich auf Winternässe reagiert, bietet sich das Frühjahr jedoch an. Die Staude ist anfällig für den Echten Mehltau. Neben dem richtigen Standort, kann ausreichend Abstand einem Befall vorbeugen. Stehen die Pflanzen zu eng, können sie bei Tau oder Regen nur schlecht trocknen. Ein Pflanzabstand von 60 cm sollte angestrebt werden. Es empfiehlt sich auch, zu groß gewordene Stauden durch Teilung auszulichten.

Pflege

Ein großer Fokus bei der Pflege von Indianernesseln liegt auf der Bewässerung und dem Schneiden. Vor allem im Sommer ist auf ausreichende Wasserversorgung zu achten. Die Stauden wachsen stark. Das geht unter anderem zu Lasten von Standfestigkeit und Blütenwachstum. Verblühtes kann regelmäßig während der Blütezeit entfernt werden. Danach wird die Staude komplett eine Handbreit hoch zurückgeschnitten.

Bezüglich der Nährstoffversorgung ist Monarda wenig anspruchsvoll und sie zehrt lange von einer Zugabe. Es ist ausreichend, sie im Frühjahr vor dem Austrieb mit Kompost oder einem Volldünger zu versorgen. Es sollte ein Düngemittel mit wenig Stickstoff gewählt werden, da sich sonst weniger Blüten ausbilden.

Vermehrung

Die schönen Stauden wachsen stark und neigen zum Wuchern. Spätestens nach vier bis fünf Jahren empfiehlt sich eine Teilung. Je nach Ausbreitung der Sorte sollte diese sogar alle 2-3 Jahre erfolgen. Auf diese Art bringt man nicht nur neue Stauden hervor, sondern es wird ebenso einer Vergreisung der Mutterpflanze vorgebeugt. Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung ist das Frühjahr:

  1. Ausgraben der Pflanze
  2. Teilen des Wurzelballens mit einem scharfen Spaten in mehrere Teile
  3. Einsetzen der Einzelstücke an einem geeigneten Standort
  4. Angießen der neuen Pflanzen

Schutz im Winter

Die Indianernessel gilt als winterhart.

Verwendung

Wer in seinem Garten das Flair amerikanischer Prärien einfangen will, wird die Gattung Monarda lieben. Das Farbspektrum der Blüten von rosa bis violett und rot erfreut jedes Auge, draußen wie auch als Schnittblume drinnen. Im Haus wertet sie zudem die Raumluft auf. Die Indianernessel verströmt das würzig-zitronige Aroma von Bergamotte. Ihr süßer Nektar wird von Schmetterlingen und Bienen geschätzt.

Krankheiten

Am häufigsten anfällig ist die Indianernessel für den Echten Mehltau. Die ist ein Pilz, der anhaltende Trockenheit und schnell wechselnde Temperaturverläufe liebt. Er zeigt sich durch einen weißen Belag auf der Blattoberseite. Dieser nimmt mit der Zeit eine bräunliche Farbe an. Bei hohem Befall kann er zum Absterben der Pflanze führen.

Mit dem richtigen Standort, ausreichend Abstand zwischen den Stauden sowie regelmäßiger, ausreichender Wasserzufuhr kann entgegengewirkt werden. Es gibt auch bereits neue Sorten, die der Krankheit weitgehend trotzen.

Über den Autor

Eva Hokema

In siebter Generation übernahm ich gemeinsam mit meinem Mann Christoph die Traditionsgärtnerei Fehrle Stauden. Mein Ziel ist es seitdem, die hohe Qualität und den guten Service im Geschäftskundenbereich zu erhalten. Auch der Garten Laie soll mit wenig Aufwand in den Genuss eines wunderschönen Staudengartens kommen. Dies habe ich mir zur persönlichen Aufgabe gemacht. Im heimischen Garten darf anschließend natürlich gerne mit der ganzen Familie gewerkelt werden.

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